Maker Faire Ruhr 2016

An diesem Wochenende hat zum ersten Mal die  Maker Faire Ruhr im Dortmunder DASA stattgefunden. Ich war nur am Samstag dort, um mal wieder die erstaunlichen Technik- und DIY-Basteleien vieler sehr engagierter Hobbytüftler zu sehen. Es hat großen Spaß gemacht, an den im passendem Museum verteilten Ständen die Präsentationen der verschiedensten Projekte zu sehen und die Maker mit Detailfragen zu ihren Arbeiten zu löchern. Wirklich interessante Workshop- und Vortragsangebote rundeten das Rahmenprogramm perfekt ab. Insbesondere für Kinder gab es zahlreiche darüber hinaus noch viele weitere kleinere Mitmach- und Bastelprojekte, die bestimmt für einen spannenden und kreativen Tag gesorgt haben dürften.

Midi/OSC realtime WIFI Traubenpiano

Midi/OSC realtime WIFI Traubenpiano

Und natürlich konnte man zwischendurch  auch noch die sehr schöne Ausstellung der DASA besuchen und sich über breite Palette der Arbeitswelt (früher und aktuell) informieren (hat mich wirklich sehr positiv überrascht und dort findet sich bestimmt für jeden etwas Neues zu sehen).

r2builder

steampunk_vehicle

Daneben gab es noch eine angemessen große Steampunk-Ausstellung, welche in einer sehr adäquaten Museumkulisse  richtig schöne Technik-Nostalgie zeigte.

Verglichen mit der der sehr überlaufenen Maker Faire Hannover im letzten Jahr, ging es im Ruhrgebiet etwas ruhiger zu. Doch die Location fand ich um Klassen besser. Allerdings fehlten im Ruhrgebiet noch etwas die Outdoor-Projekte (Quadrocopter, Fahrzeuge, etc.), die mich in Hannover manchmal sehr schmunzeln ließen.

Be a maker!

steampunk_vehicle2

Quallen in Hamburg

Auf dem Weg zum 32C3 bin ich in Hamburg letzter Tage an diesen schönen neuen Ausstellungsstücken für die Jellyfish Expo vorbeigekommen.

Nebenbei noch die Empfehlung, sich die frei im Netz verfügbaren Videoaufzeichnungen der Talks des 32C3 unter media.ccc.de. Stellvertretend seien an dieser Stelle der Fnord-Jahresrückblick, der Talk New Kid on the Block und Safe Habor herausgehoben. Viele der Talks sind wirklich großartig!

quallen_hh_01

quallen_hh_02

Oldtimer auf der Wedau

Der Motorsportverein AMC Duisburg hat heute im Sportpark Wedau auf der Dreieckswiese sein 1. Oldtimer Treffen veranstaltet. Es war wirklich sehr interessant, die im Durchschnitt noch recht jungen Oldtimer zu betrachten. Stellvertretend hier mal ein stark bearbeitetes Foto mit Ruhrpott-Verbindung und einen VW Käfer. Immerhin kann man sogar noch die Blümchen auf dem Armaturenbrett des Käfers erkennen ;-).

opel_manta_black_and_white

Opel Manta – Oldtimer Treffen Duisburg Wedau

vw_beetle_black_and_whits

VW Käfer – Oldtimer Treffen Duisburg Wedau

 

Jellyfish in Amsterdam

Ende Juni habe nur aus Spaß ein Jellyfish Expo Logo entworfen. Da ich aber mehr und mehr Quallenfotos sammle, ist es vielleicht an der Zeit, tatsächlich eine kleine Online-Quallenausstellung zu starten. Gestern sind mir in Amsterdam die beiden folgenden Exemplare ins Netz gegangen. Für mehr Fotos des Projekts, einfach auf den jellyfishexpo tag klicken 😉

End of June I started the design of Jellyfish Expo, just for fun. But know I think could make some kind of series out of it, as continue to find jellfish from time to time. Just as yesterday in Amsterdam. If you want to see more jellyfish exhibts on this website, just click on jellyfishexpo tag ;-). Have fun.

Sprayed Jellyfish

Sprayed Jellyfish

jellyfish_amsterdam_2015_2

Jellyfish in shop window

Support netzpolitik.org

Ich finde es wirklich beschämend, dass Generalbundesanwalt Range mittlerweile über zwei Jahre keine offensichtlich wirksamen Schritte gegen das willkürliche Treiben der und das massenhafte Ausspähen von unschuldigen Bürgern durch die Geheimdienste NSA, BND und Konsorten unternimmt. Dass er aber nun ausgerechnet gegen die Journalisten von netzpolitik.org  die große Keule schwingt und wegen angeblichen #Landesverrats ermittelt, bringt bei mir das Fass zum Überlaufen. Langsam habe ich als Bürger wirklich das Gefühl, Politker und Beamte in Berlin kümmern sich überhaupt nicht überhaupt nicht mehr um Interessen des Volkes und versuchen nur ihre persönliche Macht zu stärken und sich ihre Taschen zu füllen. Das in Deutschland – Wahnsinn! Ich habe erst einmal an Netzpolitik.org gespendet!  Für die Pressefreiheit.

Budapest – Alternative Tour und Streetart Workshop

Im letzten Jahr hat sich der siebte Bezirk etwas zum Positiven gewandelt. Insbesondere durch die Gruppe neopaint works wurden eine graue Wände im Viertel durch neue und zum Teil sehr große Murals neu gestaltet.rubiks_budapest

 

Zweimal in der Woche wird von Alternative Budapest eine gleichnamige Stadtführung durch den siebten Budapester Bezirk angeboten. Dabei werden Besonderheiten der Stadt abseits der typischen Touristenpfade gezeigt. Treffpunkt der Tour war der zentrale Platz Deak Ferenc Ter, der auch sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist. Zu Fuß ging es dann in überschaubarer Gruppenstärke durch die engen Straßen des Bezirks zu einigen außergewöhnlichen Orten und verborgenen Stellen der Budapester Künstler- und Undergroundszene. Manche fallen einem auf den ersten Blick zunächst gar nicht auf, aber mit den aufschlußreichen Erläuterungen unseres Guides ergab sich oft eine ganz neue und überraschende Perspektive auf die Sicht der Dinge. Auf Streetart wurde in Rahmen der Tour natürlich auch hingewiesen, obwohl ich mir davon noch etwas mehr erhofft hatte. Doch ein richtiges Highlight war dann doch der Invader für mich, da ich bisher keinen Budapest erspähen konnte und dieser in seiner Art doch so sehr anders ist als alle bisher mir bekannten Invader. Wenngleich ich auch erhebliche Zweifel an der Urheberschaft dieses Invaders habe. Im Nachhinein werden diese Zweifel dadurch verstärkt, dass ein Leser meines Blogs in der näheren Umgebung weitere beleuchtete Steine mit anderen Motiven entdeckt hat und Budapest auf der Invaders Webseite noch nicht als ‚invaded‘ aufgeführt wird. Auch ein Sheepiest lag auf dem Weg. Dazu noch einige riesige Murals, die bei meinem letzten Budapest-Besuch im August letzten Jahres noch nicht vorhanden waren. Laut Info auf der Führung forcieren zur Zeit zwei konkurrierenden Künstlergruppen diese Akquistion von Wänden und ihre entsprechende Gestaltung. Bei einem späteren Spazierung im Viertel konnte ich später diesbezüglich auch noch work-in-progress entdecken.

void_budapest

Work by void

Das Finale der Tour war dann der Besuch einer der berüchtigten Budapester Ruinenbars, und zwar der angeblich ersten und bekanntesten, dem Simpla Kert. Ein sehr skurriler Ort, den man so wahrscheinlich nicht noch einmal auf der Welt findet. Abends und insbesondere am Wochenende soll es hier jedoch brechend voll sein. Der späte Samstagnachmittag war aber genau richtig gewählt und so herrscht dort noch eine sehr relaxte Stimmung.

streetart_workshop

Bei der Buchung der Tour via Webseite gab es auch noch die Option einen Streetart-Workshop im Anschluss an die Tour für kleines Geld zu buchen. Hab‘ ich natürlich gemacht, und fand mich dann eine halbe Stunde nach dem regulären Ende der Stadtführung in einer anderen Ruinenbar namens Retox wieder, wo ein sehr engagierter Engländer names Johnny den Kurs leitete. Obwohl wir eine extrem kleine Gruppe waren, war er trotzdem mit vollen Engagement bei der Sache. So wurde der Workshop zum wahren Highlight des Tages. Ziel des Workshops war es eine Schablone (Stencil) auszuschneiden und das Motiv anschließend auf eine Leinwand zu sprühen. Es lagen bereits einige Motivvorschläge in Form von Schwarz-Weiss-Ausdrucken zur Auswahl vor. Zusätzlich wurde aber auch angeboten, ein individuelles Motiv aus dem Internet zu suchen, wenn man bereits eine entsprechende Vorstellung hätte (diese Angebot ist wohl nur bei sehr kleinen Gruppen möglich). Der Einfachheit halber entschied ich mich für eine der Vorlagen und wählte eine Banksy-angelehnte Ratte. Das Ausschneiden mit Cutter war schnell erledigt – aber als es ans Sprühen ging, war ich wirklich erstaunt, welche Möglichkeiten man noch hat, das endgültige Erscheinungsbild des Bildes zu beeinflussen. Die Tips und Hinweise in dem Workshop waren sehr wertvoll und ich denke, dass einige davon in Zukunft auch noch einmal nutzen werde. Die Leinwand konnte ich sogar als nettes Souvenir des Budapest-Trips mitnehmen.  Also unbedingt, den Workshop mitbuchen!

WiP: Schafe am Bernepark

Auf einer kleinen Radtour durch die vier Städte Mülheim, Essen, Bottrop und Oberhausen habe ich heute mal wieder etwas Futter für meine Wildtiere im Pott – Serie entdeckt. In der Nähe des Berneparks wurde mit EU-Fördermittel der „Eingang zur Stadt Bottrop“ neu gestaltet. Die ehemaligen Schmuddelecke wirkt jetzt erheblich aufgeräumter und es wurde zur einer bedeutenden Radwegkreuzung aufgewertet. Dazu gibt es etwas Kunst im öffentlichen Raum. So auch diese wilde Schafsherde:

schafe_bernepark

Red Bull Airrace – Budapest 2015

Auf meinem Weg zum Gellerthügel bemerkte ich am Himmel erstaunlich tief fliegende Flugzeuge, die mit ziemlichen Krach kleine Kunststücke am Himmel vollbrachten. Später merkte ich dann, dass diese immer wieder zu einem Tiefflug in Richtung Kettenbrücke über der Donau absanken und noch etwas später – als ich dann vom Hügel endlich auch die Donau erblicken konnte, stachen die roten Pylonen auf dem Fluss regelrecht hervor. Da dämmerte es so langsam, dass ich wohl richtig Glück hatte, und hier an diesem Wochenende das bekannte Red Bull Airrace stattfinden musste.

redbull_airrace_01Bei einer weiteren Wanderung entlang der Donau bestätigte sich diese vage Vermutung und so konnte ich am Freitag das Training und an den folgenden Tage das reguläre Programm der Flugveranstaltung bewundern.

Es war wirklich unheimlich beeindruckend, was die Piloten bei diesem Rennen nur wenige Meter über der Wasserfläche aus ihren Maschinen geholt haben. Kurze 180-Grad Wendemanöver, die einem beim Zuschauen schon ein bißchen Angst machten und befürchten liessen, dass die Maschine vielleicht doch einmal aus ihrer geplanten Flugbahn ausbrechen könnte. Loopings, Auf-dem-Kopfflüge, bei denen man sich erstaunt fragt, wie so etwas physikalisch möglich und wie die Piloten bei diesen schnellen Manövern noch die wissen können, wo oben und wo unten ist. Garniert wurde das Ganze noch doch das Unterfliegen der berühmten Budapester Kettenbrücke und einem schnellen steilen Hochziehen der Maschinen nach dem Beenden den Pacours um eine Kollision mit eben dieser Brücke zu vermeiden.

redbull_airrace_03

Flugzeug unter der Brücke!

Neben den eigentlichen Rennen wurde die beiden Race-Tage weiterhin durch ein ebenso interessantes flug-dominiertes Rahmenprogramm mit Hubschraubern, historischen Flugzeugen und Kampfjets geboten. Auch hier wurden die Maschinen im Tiefflug über die Donau und insbesondere die Helikopter mit fast unglaublichen Flugmanövern präsentiert.

redbull_airrace_02Bei dieser Flugshow musste ich aber auch an meinen ersten Budapest-Besuch in den 80er Jahren denken. Damals sind wir zum ungarischen Nationalfeiertag in der Haupstadt gewesen und in diesem Rahmen wurde auch eine Parade auf der Donau durchgeführt. Damals – noch vor dem Fall des eisernen Vorhangs – war das natürlich fast ausschließlich militärisch geprägt. Heute dagegen – vielleicht ist das die sichbarste Errungenschaft der Öffnung nach Westen – war es eine extrem kommerzielle Veranstaltung, was sich im schon in ihrem Namen und die unzählichen Werbeaufdrucke auf den Flugmaschinen zeigte. Aber einer muss das Ganze ja bezahlen.

Insgesamt war es eine wirklich tolle und beeindruckende Veranstaltung.