Paddeln auf dem Dreiländersee bei Gronau

Paddeln auf dem Dreiländersee bei Gronau; Streckenlänge 2,8 km; Karte und GPS-Track unten auf dieser Seite

Dreiländersee bei Gronau

Der Dreiländersee auch Drilandsee genannt befindet sich in der Nähe von Gronau und schuldet seinen Namen dem Umstand, dass er im Dreiländereck zwischen Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und der Niederlande liegt.

Drilandsee – Trennung zwischen Bade- und Wassersportbereich

Der See wurde zur Schaffung eines besseren Freizeitangebots in der Region in den 1980er Jahren geschaffen. Der See ist in seiner Anlage offensichtlich zweigeteilt, in einen Badebereich und Bereich für sonstigen Wassersport wie Segeln, Surfern, Rudern, SUP etc. Wie man dem GPS-Track unten entnehmen kann, bin in Unkenntnis dieser Tatsache scheinbar auch in den Badebereich eingedrungen, obwohl dieser durch eine Bojenkette markiert war.

Kurz vor Sonnenuntergang auf dem Dreiländersee

Der See hat eine Fläche von etwa 28ha und einen Umfang von 7m, die maximale Tiefe liegt bei etwa 7m, die mittelere Tiefe bei 4m.

Am Ufer des Sees liegen auch zwei kostenlos zu nutzende Badestrände sowie ein paar Restaurantsbetriebe, so dass hier bei schönem Wetter im Sommer sehr viele Badegäste die Umgebung geniessen und im Bereich der Strandbäder auch eine etwas lautere Geräuschkulisse zu vernehmen ist.

Einsetzstelle am Dreiländersee

Eingesetzt habe ich mein Luftkajak an dem Badestrad in Höhe des Campingsplatzes direkt neben dem Yachtclub. Hier gibt es sowohl eine Betonrampe als auch die Möglichkeit, direkt am flachen Sandstrand ins Kanu oder auf das Stand-up Board zu steigen.

Insgesamt war es eine nur kurze Runde von etwa 45 Minuten auf dem See, die aber gerade in den etwas ruhigeren Abendstunden sehr gemütlich zu paddeln war.

rock’n’popmuseum am Udo-Lindenbergplatz in Gronau

Sehr zu empfehlen ist auch ein Zwischenstop oder ein Ausflug mit dem Fahrrad in die Innenstadt Gronaus. Dort bietet z.B. das in Deutschland einmalige und von Panikrocker Udo Lindenberg initierte rock’n’popmuseum einmal ein ganz anderes Kulturerlebnis. Mit Kopfhörern ausgerüstet bekommt man hier eine herrliche musikalische Führung durch das Pop- und Rockmusik des vergangnen Jahrhunderts, immer wieder unterbrochen durch plötzliche Live-Mitschnitte, die über einem aufgehen und man fast das Gefühl bekommt, mitten in einem Konzert zu sein. Ich habe mich wirklich schon lange nicht mehr in einem Museum so gut unterhalten gefühlt.

GPS-Track zum Download (ggf. Rechts-klick, Speichern unter…)

Übernachtungsmöglichkeiten in Gronau bei booking.com (Affiliate-Link)

Paddeln im Nordhorn oder „Klein-Venedig“

Paddeltour in Nordhorn; Karte und GPS-Track unten auf der Seite; ca. 3km (Innenstadt) 7,6 km (mit kurzem Vechteabstecher).

Vechtesee am Abend
Nordhorn – Vechtesee am Abend

Zufälligerweise habe ich im ARD-Frühstücksfernsehen einen kurzen Beitrag über Nordhorn gesehen, in dem die Wassersportmöglichkeiten in der Stadt Nordhorn und die innerstädtischen Kanäle und Grachten hervorgehoben wurden. Also habe ich mich kurzerhand entschlossen, mir die Stadt selbst einmal vom Wasser aus zu erschließen.

Nordhorn ist eine Kreisstadt im äußersten Südwesten Niedersachsens und liegt an der Vechte. Die Stadt hat ca. 55 Tausend Einwohner. Die Landschaft um Nordhorn wird durch die Vechte, den Vechtesee und Kanäle geprägt. Da die Stadt vom Kriegschäden weitgehend verschont geblieben ist, befinden sich im Stadtbild noch viele traditionelle Ziegelbauten. Die Innenstadt wird von der Vechte umschlossen.

Das Tor, äh, die Brücke zur Innenstadt

Mein Luftkajak (bei Amazon*) konnte ich hervorragend in der Nähe des Ausflugslokals Pier 99 am Vechtesee einsetzen (Wegpunkt auf Google Maps). Dort befindet sich im übrigen auch ein Tretbootverleih mit dessen Booten das unten dargestellte innerstädtische Wassernetz ebenfalls sehr gut erfahrbar ist. Zudem sind auch einige lokale Kanuverleiher vor Ort verfügbar, wo man sich Kanadier oder Kajaks ausleihen kann.

Kleiner Nager am Vechteufer in der Innenstadt von Nordhorn

Von der beschriebenen Einsetzstelle am Vechtesee geht es quer über den See in Richtung der gegenüberliegenden blauen Brücke. Unmittelbar hinter der Brücke bieten sich verschiedene Abbiegemöglichkeiten bei denen man sich sich im wesentlichen entscheiden muss, ob es im oder gegen den Uhrzeigersinn um den Innenstadtbereich gehen soll.

Nordhorn – Innenstadt

Bei den Koordinaten hat man die Möglichkeit unter einem Haus durchzupaddeln und dann über kleine enge Kanäle an den Häusern vorbeizuziehen. Erstaunlich wieviele Anwohner sich hier private Einsetzstellen gebaut haben. Hin und wieder sieht man auch die privaten Kajaks und Schlauchboote im oder am Wasser liegen.

Unter einem Haus auf der Vechte

Bei Sonnenwetter würde ich die Paddeltour in Nordhorn entweder am frühen Morgen oder am späten Nachmittag empfehlen. Morgens scheint die Sonne noch nicht zu stark und im innerstädtischen Bereich bieten die Häuser und Bäume noch ausreichend Schatten. Gleiches gilt auch für den späten Nachmittag und beim Aussetzen am Vechtesee hat man noch einen perfekten Sonnenschein über der Stadt.

Häuser und Wasserspiegel in Nordhorn

Insgesamt hat Nordhorn mit seinem Paddelangebot mich völlig überzeugt und ich werde garantiert noch einmal wiederkommen, liegt die Stadt doch in perfekter Erreichbarkeit vom Ruhrgebiet.

Nordhorn – Innenstaddt

Für die Buchung einer Unterkunft in Nordhorn empfehle ich sich einen schnellen Überblick bei booking.com*, direkt am Vechtesee befindet sich schönen Seeblick bietende Riverside Hotel*.

GPS-Track zum Download (rechte Maustaste, Speichern unter)

* bei diesen Links handelt sich um Affiliate-Links, wenn Sie hierüber etwas bestellen oder buchen, erhalte ich eine kleine Provision ohne das Mehrkosten für den Besteller entstehen.

Paddeln auf der Örtze

Paddeltour auf der Örtze von Wolthausen > Winsen (Aller); Streckenlänge ca. 10,7km; Karten mit GPS-Track ganz unten auf dieser Seite.

Kurze Beschreibung meiner Paddeltour auf dem kleinen Flüßchen Örtze. Ich hatte die Gelegenheit an einem sonnigen Sonntagvormittag mit meinem Luftkajak eine gemütliche Paddeltour auf der Örtze von Wolthausen nach Winsen an der Aller zu unternehmen. Eine perfekte Einsetzstelle befindet sich in unmittelbarer Nähe der B3-Brücke über die Örtze in Wolthausen (Waypoint auf Google-Maps). Da sich dort auch ein Wanderparkplatz befindet, war das Equipment auch schnell zur Einsetzstelle getragen.

Paddeln auf der Örtze
Es geht direkt durch den Trauerweidenvorhang

Das Kajak wurde auf der sauberen Wiese an der Einsetzstelle schnell aufbaut und schon ging es auch schon auf das Wasser. Die Örtze ist ein relativ schmaler Fluss mit einer deutlich erkennbaren Fließgeschwindigkeit, so dass hier mit dem Kajak sinnvollerweise nur One-way Befahrungen in Fließrichtung zu empfehlen sind.

Wenn man von Wolthausen aus fährt gabelt sich der Fluss nach ca. 750 Metern von der Einsatzstelle, rechts geht es durch den Örtzekanal und links schlängelt sich der eigentliche Fluss weiter durch die Landschaft. Wie an der Einsetzstelle in Wolthausen ausgeschildert gilt es hier natürlich dem Flussverlauf nach links zu folgen.

Paddeln auf der Örtze
Flusslandschaft Örtze

Ansonsten bleibt einem eigentlich nur, dem Flussverlauf gemütlich zu folgen und die vorbeiziehende ruhige Naturlandschaft zu geniessen. Manchmal muss man sich etwas konzentrieren, da die Vegetation gut über und in den Fluss hineinreicht. Dadurch wird die Strecke an manchen Stellen ziemlich eng. Auch relativ flache Passagen sind inbesondere mit einem Luftkajak eine kleine Herausforderung, da man das Aufsetzen auf dem Grund oder den Kontakt mit über dem Wasser stehenden Ästen ja tunlichst vermeiden möchte.

Paddeln auf der Örtze
Herrliche Waldpassagen auf der Örtze

Wer im Sommer fährt sollte sich neben Sonnenschutz evtl. auch mit Insektenschutz ausrüsten. Mich haben beim Paddeln auf der Örtze die angreifenden Bremsen manchmal sehr abgelenkt, aber zum Glück bin ich ohne Mücken- oder Bremsenstich wieder an Land gegangen.

Im unteren Verlauf der Örtze waren vom Wasser aus auch einige Camping- und Übernachtungsmöglichkeiten zu entdecken. Das ist bestimmt auch Angebote der örtlichen Kajak-Verleiher.

Paddeln auf der Örtze
Beeindruckende Wurzelwerke am Flussrand

Auch in Winsen an der Aller befindet sich die Aussetzstelle kurz hinter der Brücke über die L298 (Waypoint auf Google-Maps). Insgesamt habe ich für die gut 11 km Strecke ohne größere Pause gut 2 1/2 Stunden benötigt. Die Tour war abwechslungsreich und aufgrund der Fließgeschwindigkeit eher wenig anstrengend. Das Boot musste auf der gesamten Strecke nicht umgetragen werden.

Paddeln auf der Örtze
Kurz hinter dieser Aller-Brücke in Winsen befindet sich die Aussetzstelle auf der rechten Seite

Übernachtungsmöglichkeiten in Winsen an der Aller findet man hervorraged auf booking.com (Affiliate-Links)

Der GPS-Track der Tour (download) wurde mit einem Garmin GPS-Receiver (Affiliate-Link) aufgezeichnet.

Laufen in Kapstadt – Molteno Reservoir

Die City Bowl in Kapstadt hat aufgrund der Hanglage zum Tafelberg generell ein anspruchsvolles Profil zum Laufen und Walken. Eine sehr schöne Laufstrecke direkt in der City Bowl befindet sich am Molteno Reservoir. Hier treffen sich insbesondere am frühen Morgen, wenn die Sonne noch nicht so intensiv ist, zahlreiche Läufer und Walker, um hier ihre Runden zu drehen. Auch etwas unterhalb findet sich noch eine weitere markierte Laufrunde. Beide Strecken sind auf der Karte unten dargestellt und haben gemein, dass auf ihnen keine Steigungen zu bewältigen sind.

Molteno Reservoir

Oberhalb des De Waal Parks in Stadtteil Oranjezicht befindet sich ein idyllisches Wasser-Reservoir, das öffentlich zugänglich ist. Man muss sich lediglich am Eingang registrieren und darf sich dann auf dem Gelände bewegen. Die etwa 815m-Runde um das große Wasserbecken ist somit eine ideale, ebene Laufstrecke mitten in der Stadt. Man kann hier gemütlich und sicher seine Runden drehen, ohne dass man vom Autoverkehr gestört wird. Die Strecke bietet trotzdem eindrucksvolle Ausblicke auf die Stadt, den Lion’s Head und auf den Tafelberg.

Molteno Reservoir - Kapstadt mit Blick auf den Lion's Head
Molteno Reservoir – Kapstadt mit Blick auf den Lion’s Head

Die Joggingrunde rund um das Reservoir besteht aus einem ziemlich groben Asphalt, zum Teil mit kleinen Löchern. Man kann hier jedoch problemlos laufen. Wenn man auf der unteren Seite den etwas schattigeren bebaumten Parallelweg benutzt, ist der Untergrund dort ein etwas steiniger Schotterweg. Das Laufen von Runden um das Reservoir bietet die seltene Gelegenheit in der City Bowl eine angenehm flache Strecke zu nutzen. Die Strecke ist nur tagsüber zugänglich.

Das Gelände gehört dem Wasserwerk und das Reservoir wurde in der Zeit vom 1877-1881 erbaut. Es kann ca. 3 Mio. Kubikmeter Wasser fassen.

Laufrunde unterhalb des De Waal-Parks

Unterhalb des De Waal-Parks findet sich auf öffentlichem Gelände noch eine weitere, kleine aber schön abgrenzte Lauf- bzw. Walkingstrecke. Hier hat meine GPS-Vermessung eine Streckenlänge von etwa 440 Metern ergeben. Wer möchte, kann auch hier seine Runden drehen.

Foto - Park zwischen De Waal Park und Lower Molteno Reservoir
Laufbahn zwischen De Waal Park und Lower Molteno Reservoir

Oranjezicht City Farm Market

Vor einem Jahr hatte ich ja schon einmal über den Old Biscuit Mill Market in Kapstadt geschrieben. Jetzt habe ich einen ähnlichen Markt bei der Granger Bay in unmittelbarer Nähe der Waterfront entdeckt. Neben einigen handwerklichen Erzeugnissen und Farmprodukten gibt es auch hier zahlreiche verlockende Imbiss-Stände und Getränkestände, so dass sich für jeden Geschmack etwas finden lassen sollte.

Der Markt befindet sich in der Nähe der MyCiti-Bushaltestelle Granger Bay, zwischen dem Kapstadter WM-Fussballstadion und dem Meer, kann somit auch problemlos zu Fuß von der V&A Waterfront aus erreicht werden.

Oranjezicht Night Market

Der Markt wird samstags und sonntags vormittags ab 9 Uhr veranstaltet, ich habe dort aber auch schon früher Leute gesehen. In den Sommermonaten von November bis März, wird der Oranjezicht City Farm Market (OCFM) mittwochs auch als Nachtmarkt in der Zeit von 16:00-20:00 Uhr veranstaltet.

Der Markt wird in seiner Aufstellung etwas organisierter und einheitlicher als die Gastronomiehallen in der Old Biscuit Mill. Persönlich finde ich den Old Biscuit Mill Market deutlich größer und interessanter.

Oranjezicht Market

Laufen in Kapstadt – Signal Hill – mit Karte

Eine Superlaufstrecke in Kapstadt mit spektakulärer Aussicht ist der Aufstieg zum Signal Hill. Damit ist auch schon gesagt, dass zumindest die Hälfte der Strecke ziemlich anstrengend ist, weil es zum Teil eine sehr hohe Steigung gibt.

Foto Aussicht auf Sea Point und Robben Island, Cape Town
Aussicht auf Sea Point und Robben Island

Ich bin vom Stadtteil Gardens aus gestartet und dann auf die Kloof St. nach oben abgebogen, hinter dem Bombay Bicycle Club in die Bellevue Street weiter hoch zur Kloof Nek Road. Hier gibt es im oberen Bereich den steilsten Anstieg der Strecke, sprich: wer das schafft, wird auch den Rest schaffen. Dann einfach der Kloof Nek Road weiter aufwärts folgen, bis es links zur Tafelberg Road geht. Hier aber die Straße an der Ampel überqueren und gegenüberliegend auf die Signal Hill Road abbiegen und der Strasse einfach bis zum bekannten Signal Hill – Parkplatz folgen oder nach etwa 3/4 der Strecke links auf den Hiking Trail abbiegen und diesem bis zum Signal Hill Parkplatz folgen. Auf der rechten Seite bietet sich ein toller Ausblick auf die City Bowl und auf der anderen Seite ein beeindruckenden Blick auf Sea Point und das Meer.

Den Rückweg auf gleicher Strecke läuft man dann mit einem atemberaubenden Ausblick auf den Tafelberg, Lion’s Head und die zwölf Apostel.

Aussicht auf den Tafelberg von der Signal Hill Road

Vom Gardens Shopping Center bis zum Signal Hill Parkplatz und zurück kam ich auf etwa 12,5 gps-gemessene Kilometer.

Ole Sereni Hotel – Eine Dienstreise nach Nairobi

Im Februar 2020 ging es für mich zum ersten Mal auf eine Dienstreise nach Nairobi in Kenia. Im Rahmen dieser Reise waren wir für gut zwei Wochen im Ole Sereni Hotel* am Stadtrand zwischen der City und dem Nairobi National Park und City untergebracht. Die Lage des Hotels schien uns ziemlich gut geeignet, um das tägliche Pendeln zur Industrial Area in einer angemessenen Zeit zu bewältigen.

Das Ole Sereni Hotel von der naheliegenden Nextgen-Mall aus fotografiert, links das Emara Ole Sereni

Da dies die erste Reise nach Kenia war, waren die Einreisebestimmungen schon fast das erste Erlebnis. Für die Einreise brauchte man als Deutscher neben einem gültigen Reisepass noch ein Visum. Diese Visum sollte man entweder online oder direkt bei der Einreise an Flughafen beantragen. Ich hatte mich für die Online-Variante entschieden, um nach Ankunft in Kenia zügiger abgefertigt zu werden. Die Online-Beantragung fand ich vergleichsweise kompliziert mit Fehlermeldungen etc., bis zur Zahlung lief es jedoch einigermaßen. Meine Zahlung lief auch durch und ich erhielt auch eine entsprechende Rechnung als Beleg. Doch dann wurde darauf verwiesen, dass ich das eigentliche Visum nach einigen Tagen erhalten würde. Aber es kam keine Meldung mehr von System und der Bearbeitungsstatus im System wurde weiterhin als noch in Bearbeitung angezeigt. Aufgrund fehlender Kontaktmöglichkeiten habe ich daher zur Diskussion am Einreiseschalter einen Ausdruck der Dokumente und Screenshots mitgenommen. Damit ging es dann jedoch einfach durch, dem Schalterbeamte reichte die entsprechende Referenznummer. Also, wenn es beim nächsten Mal noch die Option gibt, würde ich dann auf jeden Fall die Zahlung vor Ort Variante wählen und von der Online-Beantragung eher absehen.

Das Ole Sereni Hotel* und sein Schwesterhotel Emara Ole Sereni* liegt direkt angrenzend an den Nairobi National Park an der Kreuzung von Mombasa Road und dem Southern Bypass. Somit ist auch eine sehr gute Verbindung zum internationalen Flughafen Jomo Kenyatta International Airport gegeben, da das Hotel direkt am Stadteingang liegt und nicht erst die ganze Stadt auf den tagsüber ziemlich überlasten Straßen durchquert werden muss.

In der Hotel-Lobby

Die Einreise und der Transfer zum Hotel verlief extrem problemlos. Da ich die eigentlich angekündigte schriftliche Bestätigung der Erteilung des Evisas auch nach 5 Tagen nicht erhalten hatte, hatte ich mir im sicherheitshalber einen Ausdruck der erhaltenen Rechnung für die Visagebühr und die Referenznummer des Visaauftrags mitgenommen. Diese zeigte ich dann am Immigrationschalter vor und bekam ohne weitere Probleme das Visa erteilt. Kofferabholen und Zoll verliefen auch in Nu. Für den Transfer zum Ole Sereni* habe ich dann den Fahrdienst von Uber* gewählt. Hierzu ist es zur Vermeidung hoher Mobilfunkkosten sinnvoll, sich im Vorfeld Gedanken darüber zu machen, ob man in Kenia eine Smartphone-Datenverbindung hat. Das war bei mir kein Problem, ansonsten sollte man sich aber am Flughafen ggf. eine lokale SIM-Karte holen oder das freie WLAN in der Ankunftshalle nutzen. Das Uber-Auto war also schnell per App bestellt, doch dann stellte sich die Frage, wo der Abholort ist. Bei einem noch unbekannten Flughafen und nach Einbruch der Dunkelheit war die Lage für mich zunächst etwas unübersichtlich, aber wenn die das Geschehen vor der Ankunftshalle etwas beobachtet, erkennt man schnell das Gewusel an- und abfahrender Autos und entdeckt die eingerichtete Haltezone. Die Fahrt zum Ole Sereni Hotel* dauerte nur 18 Minuten und kostete mich 590 KES (etwa 4,70 EUR), damit kann der Transferservice des Hotels nicht konkurrieren.. Die Anfahrt zum Hotel war noch etwas außergewöhnlich, als Vielreisender kenne ich zwar die Sicherheitskontrollen an Hotels in manchen Ländern, aber hier am Ole Sereni waren sie doch noch etwas gründlicher als ich es bisher erlebt hatte. Der Wagen musste zunächst an Betonhindernissen vorbei manövrieren und einer an einer Schranke mit bewaffneten Wächtern weit vor dem Hotel anhalten. Dort angekommen mussten alle Insassen für die Fahrzeugkontrolle aussteigen und der Innenraum wurde von den Guards mit Taschenlampen inspiziert. Auch der Kofferraum wurde geöffnet und unter dem Fahrzeug geschaut. Nach der erfolgreicher Kontrolle ging es dann zum eigentlichen Hoteleingang. Auch hier wurde der Koffer noch einmal wie am Flughafen durchleuchtet und man selbst musste durch einen Metalldetektor ins Hotel treten.

Security Check auf der Einfahrt zum Hotelkomplex

Der Check-in Prozess verlief auch reibungslos. Am Hoteleingang wurde angeboten, mich vom schweren Gepäck zu erleichtern und dies auf Zimmer bringen zu lassen. Ich lehne dies jedoch immer dankend ab, da ich meinen Koffer gerne selbst unter Kontrolle habe. An der Rezeption wurde mir dann in kurzer Zeit nach der üblichen Registrierung die RFID-Schlüsselkarte für das gebuchte Zimmer ausgehändigt.

Zimmer Ole Sereni

Das Zimmer in der Kategorie Superior Room war von seiner Größe jetzt nicht sehr beeindruckend, aber völlig ausreichend. Es bot einen kleinen Vorraum, der den offenen Waschtisch und den Zugang zur Toilette und Dusche optisch abtrennte und einen größeren Bereich mit Bett, Schreibtisch mit separaten Schreibtischstuhl sowie einem weiteren gepolsterten Stuhl.

Das Zimmer hatte auch Flachbildfernseher, einen Kühlschrank mit Minibar und es wurden täglich kostenlos Wasserflaschen bereitgestellt, da vom Trinken des Leitungswasser abgeraten wird. Daneben gab es noch einen Wasserkocher sowie bereitgestellte Portionspackungen für Instantkaffee und Tee. Ich hatte ein Zimmer zur Straßenseite erhalten, habe dabei jedoch bei geschlossenem Fenster (Vermeidung von Wärme und Eindringen von Insekten!) keinen Lärm vernommen. Bei den Zimmern mit Fenstern zum Nationalpark kann man sich sicher die Zeit noch auf Tierbeobachtungen vertreiben.

Dusche

Die Klimaanlage im Zimmer ließ sich über die Hotelschlüsselkarte aktivieren, der Trick irgendeine andere Karte zu nutzen funktionierte hier leider nicht, da offensichtlich der RFID-Chip geprüft wurde. Vom Stil war das Zimmer schon sehr afrikanisch gehalten, dunkles Holz und durchgängig afrikanische Motive. Sowohl am Vormittag als auch am späten Nachmittag wurde das Zimmer vom Housekeeping betreut und ggf. der Getränkevorrat wieder aufgefüllt.

Außenterrasse zum Frühstück

Das Frühstücksbuffet war sehr gut und bot für jeden Geschmack etwas. Das umfangreiche Angebot umfasste zum Beispiel frisches Obst, Müsli, Brot mit verschieden Aufstrichen und Wurst. Eier konnte man sich in verschiedenen Formen z.B. als Omelett oder Spiegelei vom Koch an offenen Herd frisch nach eigenem Geschmack zubereiten lassen. Highlight waren natürlich auch die Tische auf der langgezogenen Terrasse wo man bei Sonnenaufgang einen fantastischen Blick auf den Nairobi National Park hat. Großwild habe ich hier leider nicht entdeckt, aber die ein oder andere Antilope und ein Büffel ließen sich hier am frühen Morgen schon sehen. Abends wurde der Frühstücksraum als The Big Five Restaurant genutzt, dort habe ich jedoch nicht gegessen. Stattdessen haben wir im Hotel nur die Waterhole Snack Bar ausprobiert, wo man neben Getränken tagsüber Snacks und abends auch Pizza bekommen kann. dabei bietet die offene Terrasse ebenfalls einen herrlichen Ausblick auf den Nationalpark und man hat hier am Abend eher ein Safarigefühl und vergisst schnell, dass man sich auf einer Arbeitsreise befindet.

Pool mit Bar und Blick auf den Nairobi National Park

Das Hotel verfügt natürlich auch über einen schicken Außenpool und einer ansprechenden Poolbar von der man ebenfalls einen guten Blick in den Nairobi National Park werfen kann. Für Fitness und Wellness gibt es zudem noch das Wellness-Center. Das vergleichsweise gut ausgestattete Health-Centre hatte zahlreiche Fitnessgeräte und verfügte über drei Laufbänder. Dazu waren Gewichte etc. vorhanden. Handtücher und Wasserspender waren ebenfalls vorhanden. Desweitren bieted das Hotel auch noch einen Spa-Bereich, der unter anderem auch Gesichtsbehandlungen und Massagen bietet, diesen habe ich nicht genutzt und daher leider nichts dazu schreiben.

Health Club aka Fitness-Raum

Als „Langzeit“-Hotelgäste sind wir dann noch in den Genuss gekommen, vom Hotel am Wochenende zu einer Safari im Nairobi National Park eingeladen zu werden. Das ist laut Reiseführern der einzige Nationalpark bei dem man auf der Safari die Skyline einer Megacity im Hintergrund erblicken kann. Dies ist schon ziemlich beeindruckend, wenn man Giraffen in ihrem natürlichen Habitat beobachtet und im Hintergrund die Hochhäuser in den Himmel ragen.

National Park mit Nairobi Skyline im Hintergrund

Am frühen Morgen ging es mit einem kleinen Hotelbus mit insgesamt vier Langzeit-Residenten auf die Safaritour. Auch wenn wir auf der Safari mit unseren Tiersichtungen und dem Wetter leider nicht das größste Glück hatten, ist so ein Game-Drive doch immer ein tolles Erlebnis. Es ist ein bisschen wie beim Angeln, man weiß nie, ob man etwas es „fängt“, aber das konzentrierte Spähen nach afrikanischen Großwild ist schon eine spannende Aktivität an sich.

Antilopen im Nairobi National Park

Am Ende hatten wir schon eine eindrucksvolle Palette an Tieren wie Giraffen, Zebras, Antilopen und in der Ferne auch die Kontur eines vermeintlichen Nashorns gesehen. Und auch die Fahrt selbst auf den unwegsamen Pisten im Nationalpark war aufgrund der unglaublichen Schaukelei des Wagens schon ein weiteres unvergessliches Erlebnis. Da lernt man was so handelsübliche Autos alles aushalten können. Als wir am frühen Nachmittag wieder im Hotel ankamen, war das Auge dann schon so eingeübt, dass ich direkt von der Restaurant-Terrasse beim Cappuccino mehr als zehn Giraffen in der Ferne entdeckte, die von den übrigen Restaurantbesuchern offensichtlich nicht wahrgenommen wurden.

Giraffe aus dem Autofenster

Während viele Gäste das Hotel am Abend wohl lieber die Hotelrestaurants genutzt haben, sind wir zu zweit des öfteren in die nahe gelegene Nextgen-Mall gelaufen. Die etwa 15 Minuten Fußweg entfernte kleine Mall bietet neben ein paar Geschäften (einschließlich eines Supermarktes) auch einige Speisemöglichkeiten. Neben Fastfood (Burger King, Domino’s Pizza) gab es auch einige Restaurants und einen Foodcourt mit einer Vielzahl an Essensständen. Hier war das Essen ein besonderes Spektakel, sobald man sich an einem der zahlreichen Tische niedergelassen hatte, strömten die Bedienungen von sämtlichen Ständen an den Tisch heran und priesen die Speisen auf ihren Karten an. Das heißt, man war plötzlich von gut 10 Leuten umringt, die jeweils auf ihr Angebot verwiesen. Aber sobald man sich für ein Angebot entschieden hatte, zerstreuten sich die Werber auch schnell wieder auf ihre Plätze. Das Preisniveau war erstaunlicherweise mit dem in Deutschland vergleichbar, das hatte ich eigentlich – auch im Hinblick auf meine Südafrikaerfahrungen – niedriger erwartet. Direkt neben der Nextgen-Mall befindet sich übrigens auch noch ein Eka-Hotel* mit einem angeschlossenen Spurs-Steakhouse, einer Kette, die man vielleicht aus Südafrika schon kennt.

Die Bedienungen der Stände umringen den die Gäste und warten gespannt auf die „Siegerkürung“

Insbesondere, wenn man in der Industrial Area arbeiten sollte, kann die Übernachtung im Ole Sereni die Transferzeiten in der doch sehr verkehrüberlasteten Stadt erheblich reduzieren. Man sollte aber trotzdem mit Staus rechnen, wir haben alles erlebt – 15 Minuten oder 1,5 Stunde für die gleiche Strecke, ohne dass irgendwelche Muster erkennbar waren und wir über die zwei Wochen immer zu mehr oder weniger den gleichen Uhrzeiten gefahren sind. Aufgrund der Lage des Hotels direkt an der Mombasa Road hat man auch die theoretische Option (praktisch hängt das natürlich wieder von der Verkehrslage ab) einfach und zügig in Stadtzentrum zu kommen. Ich bin zum Sightseeing am Wochenende das Stadtzentrum gefahren und habe dafür etwa 20 Minuten benötigt, bei Kosten in Höhe von nur 340 KES (2,7 EUR). Wir haben immer den Fahrdienst Uber* genutzt, und in der Regel waren die Fahrer in 5-10 Minuten nach Buchung am Hotel, was schon ziemlich beeindruckend ist, insbesondere, wenn man auch noch den Sicherheitscheck am Gate berücksichtigt. Die Fahrzeuge waren durchweg in einem passablen Zustand und aufgrund des Bewertungssystems und der Rückmeldung durch die App (z.B. Nennung der Kennzeichen des abholenden Autos) haben wir bei der Benutzung von Uber sicherer gefühlt als wenn wir am Straßenrand stehende Taxis für die Fahrten genutzt hätten. Von möglichen Preisverhandlungen für die Fahrten einmal ganz abgesehen.

Büffel in von der Waterhole Snack Bar fotografiert

Insgesamt kann ich das Ole Sereni* Hotel für Nairobi Reisende empfehlen. Für einen touristischen Langzeitaufenthalt ist es wahrscheinlich nicht geeignet, aber 1-2 Nächte zur Akklimatisierung in Kenia oder als Zwischenstation in Flugnäfennähe ist es ideal. Das Hotel bietet sich auch für einen Aufenthalt an, wenn man während seiner Keniareise den Nairobi National Park und die Innenstadt besuchen möchte. Die Lage am Nairobi National Park kann für einen erlebnisreichen Tagestrip bei kurzen Transferzeiten genutzt werden und wenn der Flieger am frühen Morgen zurück in die Heimat, kann man sich von hier relativ problemlos zum Airport fahren lassen. Für Geschäftsreisende die nicht gerade im Zentrum arbeiten, kann ich das Hotel auch sehr empfehlen. Die Zimmer sind gut ausgestattet und das Hotel sowie das direkt benachbarte und noch etwas exklusivere Schwesterhotel Emara Ole-Sereni* selbst bieten unterschiedliche gastronomische Angebote, die vom Bistro bis zum Steakhouse reichen. Daneben gibt es auch in Fußwegweite noch einige Restaurants und Cafes, die eine Variation und etwas Afrika-Abenteuer zulassen. Wir haben uns in der Umgebung des Hotels nie unsicher gefühlt, der Sicherheitsmaßnahmen des Hotels zeigen aber dass man hier wie in ganz Nairobi immer die nötige Vorsicht walten lassen.

[*]Affiliate-Links, ich erhalte eine Provision, wenn über den Link ein Kauf zustande kommt.

Was ist los mit der Infrastruktur in Kapstadt?

Ich bin zwar nur ein Tourist, doch in den letzten zwanzig Jahren war ich sehr regelmäßig, mit jeweils höchstens zwei Jahren Abstand in Kapstadt gewesen. In diesem und im letzten Jahr habe ich jedoch eine erhebliche Verschlechterung der lokalen Infrastruktur beobachtet.

Zum einen gab es im Jahr 2018 und Anfang 2019 die Wasserknappheit, die es sogar in die europäischen Medien geschafft hatte. Ausgelöst durch eine ausgedehnte Trockenheit in der Region sowie einem kontinuierlichen Wachstum der Bevölkerungsdichte, drohte Kapstadt das Trinkwasser auszugehen. Es wurde sogar ein Zähler eingeführt, der das konkrete Datum des errechneten Tag Null (Day Zero) angab, an welchem der Stadt das Wasser ausgehen würde. In der Folge wurden intensive Restriktionen der Wassernutzung eingeführt, um den Wasserverbrauch zu senken. Dies war schon mit erheblichen Einschränkungen für die Bevölkerung verbunden, angedrohte Strafen für Mehrverbrauch, Reduzierung des Wasserdrucks in den Leitungen, Abstellen von Wasser z.B. im öffentlichen Raum etc. Angeblich konnte der Wasserverbrauch zeitweise um 60% reduziert werden. Entspannt hat sich die Situation aber letztendlich durch langersehnte Regenfälle, welche die Stauseen der Stadt wieder ordentlich gefüllt haben. Es ist aber wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, wann es wieder kritisch wird.

Aktuell im Dezember 2019 / Januar 2020 gibt es Problem mit der Stromversorgung. Der staatliche Energieversorgung Eskom hat Probleme mit der verfügbaren Stromkapazität und hat daher ein sogenanntes Load Shedding eingeführt, dies bedeutet so viel wie Lastenreduktion. In der Praxis sieht es so aus, dass in den Regionen / Stadteilen im Wechsel nach einem definierten Zeitplan der Strom jeweils für ca. 2,5 Stunden abgestellt wird.
Alles wird lahmgelegt, Ampeln funktionieren nicht mehr, Licht und Kühlschränke aus, genauso wie die vielen elektrischen Tür- und Sicherheitssysteme. Geht man durch die Geschäfte, ist alles dunkel und die Leute warten seelenruhig auf die Wiederverfügbarkeit des Stroms.

Persönlich hatte ich in den letzten Wochen meine Erlebnisse mit den Metrorail Nahverkehrszügen am Kap. Eigentlich ist die Strecke entlang der Küste zwischen Muizenberg und Simon’s Town wahrscheinlich eine der Bahnstrecken mit der herrlichsten Aussicht der Welt. Fünfmal habe ich versucht vom Kapstadter Bahnhof mit Bahn in Richtung Simon’s Town zu fahren, doch nur zwei Mal bin ich tatsächlich dorthin angekommen. Die anderen Male habe ich entnervt von den nicht kalkulierbaren Verspätungen/Zugausfällen aufgegeben. Bahnfahren ist schon ein kleines Erlebnis, aber auch hier wird deutlich, dass sich die Qualität durch Vandalismus und Verschleiß zunehmend reduziert.

Eigentlich ist Kapstadt für mich eine der schönsten Städte der Welt, aber mit der schwindenden Infrastruktur reduziert sich die Attraktivität der mehr und mehr. Man kann nur hoffen, dass die Verantwortlichen die Probleme bald in den Griff bekommen. Dazu wünsche ich ihnen viel Glück!

Drei schöne Quallen in Kapstadt

Zufällig habe ich am Wochenende noch einmal ein schön besprühtes Gebäude mit herrlichen Exemplaren für meine internationale Jellyfish Expo entdeckt:

Die Quallen sind Teil eines größeren Murals, das mich ein wenig an die Situation in Fukushima erinnert.

Weitere Beiträge der Reihe gibt es unter dem Link: Jellyfish Expo.