Urban Trail Oberhausen – Industriekultur, Halden und grüne Oasen

Der Urban Trail Oberhausen erzählt auf gut elf Kilometern, was das Ruhrgebiet ausmacht – Schwerindustrie und urbane Oasen, Trümmer und Blütenpracht, Geschichte und Gegenwart.

Der UrbnTrl. Oberhausen unterscheidet sich von vielen klassischen Rundwanderungen: Es handelt sich um eine Punkt-zu-Punkt-Tour. Der Start liegt am Oberhausener Hauptbahnhof, das Ziel in der historischen Arbeitersiedlung Eisenheim. Das ist jedoch überhaupt kein Nachteil – im Gegenteil. Beide Punkte sind hervorragend mit Bus und Bahn verbunden (Haltestellen Oberhausen Hauptbahnhof und Oberhausen Eisenheim), sodass man nach der Wanderung bequem wieder zum Ausgangspunkt oder zum eigenen Fahrzeug zurückkehren kann.

Markierung UrbnTrls. als Beilspiel

Ein ungewöhnlicher Start am Hauptbahnhof

Schon der Beginn der Tour hält eine kleine Überraschung bereit. Bevor es überhaupt richtig losgeht, lohnt sich ein Abstecher zu den Gleisen 4 und 5. Hier befand sich einst der Postbahnanschluss des Hauptbahnhofs. Nach dem Rückbau entstand an dieser Stelle ein frei zugänglicher Museumsbahnsteig des LVR-Industriemuseums. Zwischen alten Schienenfahrzeugen und Relikten der Schwerindustrie bekommt man bereits einen ersten Eindruck von der industriellen Vergangenheit Oberhausens.

Durch den Haupteingang des Bahnhofs führt der Weg zunächst vorbei am Berliner Park in den blütenreichen Grillo Park. Von hier eröffnet sich einer der schönsten Blicke auf das Oberhausener Rathaus. Das markante Gebäude verbindet Elemente des Backsteinexpressionismus mit dem Stil des Neuen Bauens. Gemeinsam mit den großzügigen Freitreppen, Terrassen und dem Park bildet es eines der eindrucksvollsten städtebaulichen Ensembles der Stadt.

Vom Stadtzentrum ins Grüne

Vorbei am denkmalgeschützten Ebertbad und dem Theater Oberhausen nähert sich die Route zunächst der vielbefahrenen Mülheimer Straße (B223). Kaum ist diese überquert, verändert sich die Atmosphäre schlagartig. Der urbane Charakter weicht immer mehr grünen Wegen, kleinen Parks und Kleingartenanlagen.

Unterwegs passiert man die Oberhausener Feuerwache und erreicht den Brücktorpark. Dort stößt man auf ein Stück fast vergessener Industriegeschichte: die Henkelmannbrücke. Zur Mittagszeit ließen hier früher die Frauen der Stahlarbeiter das Essen in sogenannten Henkelmännern – typischen Blechbehältern – an Seilen zu ihren Männern hinab. Eine einfache, aber eindrucksvolle Geschichte aus der Zeit der Hochindustrie.

Monte Schlacko – der höchste Punkt Oberhausens

Durch eine typisch ruhrgebietliche Schrebergarten erreicht man schließlich die Knappenhalde. Im Volksmund trägt sie den treffenden Spitznamen „Monte Schlacko“. Mit 102 Metern über NHN und rund 55 Metern über dem umliegenden Gelände ist sie die höchste Erhebung Oberhausens.

Profi-Tipp: Der ausgeschilderte Urban Trail führt nicht bis ganz auf den Gipfel. Ich würde den kleinen Umweg jedoch unbedingt empfehlen. Die Halde wird von ein 15 Meter hohen Aussichtsturm gekrönt, von dem sich ein großartiger Rundumblick über das westliche Ruhrgebiet eröffnet. Bei klarer Sicht erkennt man unter anderem den Gasometer, das CentrO und zahlreiche weitere Halden. Man weiß ja, wie man später wieder auf den Trail zurückfindet.

Blick von Knappenhalde zum Gasometer Oberhausen

Auch die Entstehung der Halde erzählt Ruhrgebietsgeschichte: Sie besteht aus Abraum der ehemaligen Zeche Oberhausen, Hochofenschlacke der Gutehoffnungshütte und Trümmerschutt aus dem Zweiten Weltkrieg. Am Fuß der Halde lohnt außerdem ein Blick auf einige ungewöhnliche Kunstwerke, die unter Namen wie Industrietempel oder Eisenschaffende Industrie bekannt sind.

Auf den Spuren der Zeche Oberhausen

Von der Halde führt der Weg über das Gelände der ehemaligen Zeche Oberhausen. Das heutige Resonanzwerk war einst eine Werkstatt der Zeche, während das Hostel Veritas im früheren Pförtnerhaus untergebracht ist.

Anschließend folgt die Route der ehemaligen HOAG-Bahntrasse. Wo früher Güterzüge unterwegs waren, verläuft heute ein ruhiger Rad- und Wanderweg durch überraschend viel Grün. Entlang des renaturierten Läppkes Mühlenbachs erreicht man schließlich das Besucherzentrum Haus Ripshorst.

Das RVR-Besucherzentrum Haus Ripshorst ist der ideale Ort für eine Pause. Im historischen Gutshof, dessen Geschichte bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht, gibt es nicht nur Kaffee und Snacks, sondern auch eine Ausstellung zum Emscher Landschaftspark. Im Außenbereich locken Bauerngarten und ein Lehrbienenstand – perfekt um durchzuatmen, bevor die Tour weitergeht.

Zauberlehrling, Marina und Rhein-Herne-Kanal

Nur wenige Minuten später wartet eines der bekanntesten Fotomotive der Region: der tanzende Strommast „Zauberlehrling“ der Berliner Künstlergruppe inges idee. Der scheinbar zum Leben erwachte Hochspannungsstrommast gehört zu den ungewöhnlichsten Kunstwerken des Ruhrgebiets.

Der tanzende Strommast - Zauberlehrling von inges idee.

Von dort folgt der Urban Trail dem Rhein-Herne-Kanal bis zur Marina Oberhausen, dem gut frequentierten Yachthafen direkt am CentrO. Vorbei am Sea Life führt die markante Tausendfüßlerbrücke auf die andere Kanal- und Autobahnseite. Mit Blick auf den Gasometer gehört dieser Abschnitt zweifellos zu den schönsten der gesamten Wanderung.

OLGA-Park – Wo Klärbecken zu Fotomotiven werden

Anschließend gelangt man über das ehemalige Klärbecken der Zeche Osterfeld in den OLGA-Park. Der Weg mitten durch das riesige Becken bietet eine außergewöhnliche Perspektive und ist ein beliebtes Fotomotiv.

Ein schmaler Pfad mitten durch das ehemalige Klärbecken, Oberhausen

Der Park selbst entstand auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Osterfeld und verbindet Industriekultur mit großzügigen Grünflächen. Am gegenüberliegenden Eingang ist noch das Fördergerüst erhalten geblieben.

Profi-Tipp: Wer einen kleinen Umweg zum Fördergerüst investiert, wird mit einer einzigartigen Sichtachse auf den Gasometer belohnt. Zudem kann man die ehemalige Kohlenmischhalle mit ihrem markanten achteckigen Pyramidendach aus der Nähe betrachten.

Auch der 16 Meter hohe Aussichtsturm des Parks bietet noch einmal einen weiten Blick über Oberhausen.

Ziel: Die historische Siedlung Eisenheim

Nach dem Verlassen des OLGA-Parks führt der Weg zurück in bewohntes Stadtgebiet. Vorbei am Katholischen Jugendwerk und einer benachbarten Moschee erreicht man schließlich die Siedlung Eisenheim.

Sie gilt als älteste Arbeitersiedlung des Ruhrgebiets und war zugleich die erste Arbeitersiedlung Deutschlands, die vollständig unter Denkmalschutz gestellt wurde. Zahlreiche Informationstafeln erzählen ihre Geschichte. Zwischen den liebevoll restaurierten Häusern fühlt man sich fast wie auf einer kleinen Zeitreise in die Anfänge der Industrialisierung.

Ein besonderer Abschluss

Bevor die Wanderung an der Haltestelle Eisenheim endet, lohnt sich noch ein letzter kurzer Abstecher zur Ecke Eisenheimer Straße/Wesselkampstraße. Dort befindet sich der Blaue Turm der vielen Bücher mit dem Garten der Dichter, auch Tonino-Guerra-Park genannt.
Das außergewöhnliche Gebäude beherbergt die Bibliothek und Arbeitsräume des Autorenehepaars Roland und Janne Günter. Der Garten wurde vom Künstler Herman Prigann gestaltet und bildet einen ebenso ungewöhnlichen wie stimmungsvollen Abschluss dieser abwechslungsreichen Wanderung.

Blick auf die Siedlung Eisenheim Oberhausen auf dem Urbn.Trl

Fazit

Der Urban Trail Oberhausen ist keine Wanderung für Bergsteiger, sondern für Entdecker. Er zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig das Ruhrgebiet sein kann. Auf kaum einer anderen Wanderung wechseln sich Industriekultur, Halden, historische Arbeitersiedlungen, Parks, Bahntrassen, Kanäle und moderne Freizeitlandschaften so harmonisch ab. Gerade diese Mischung macht den besonderen Reiz der Tour aus. Im Vergleich zu den anderen Trails führt der Weg an wenigen Einkehrmöglichkeiten vorbei, es sei denn man baut noch einen kleinen Umweg zum Oberhausener CentrO ein, wo es wirklich alles gibt, was man sich wünschen könnte. Die gut 11 km haben wir sehr gut, inklusiver kleiner Umwege und einer Pause, in etwa 3 Stunden absolviert.

Wer Oberhausen einmal abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten entdecken möchte, findet hier eine Wanderung, die Geschichte, Natur und Strukturwandel auf besonders abwechslungsreiche Weise miteinander verbindet.

Links: Offizielle Beschreibung bei Ruhr Tourismus

Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen eröffnet: Das erwartet Besucher im neuen Freizeitpark am CentrO

Dieser Artikel ist keine bezahlte Werbung – sondern beschreibt die Eindrücke meines ersten Besuches des Eröffnungstag am 22.7.26.

Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen hat am 22. Juli 2026 offiziell eröffnet. Nach einer kurzfristigen Verschiebung des ursprünglich geplanten Eröffnungstermins konnten die ersten Besucher heute endlich das neue Freizeit- und Ausflugsziel direkt am Westfield CentrO Oberhausen erkunden.

Eingang Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen

Das neue Erlebnis-Dorf ist das achte Karls Erlebnis-Dorf in Deutschland und gleichzeitig der erste Standort in einer Großstadt. Mit seiner Mischung aus Fahrgeschäften, Restaurants, Schaumanufakturen und einer großen Markthalle dürfte es sich schnell zu einem beliebten Ausflugsziel für Familien im Ruhrgebiet entwickeln.

Große Besucherzahlen bereits am Eröffnungstag

Schon lange vor der offiziellen Öffnung der neuen Karls Manufakturen-Markthalle um 11:00 Uhr bildete sich eine mehrere hundert Meter lange Warteschlange. Zahlreiche Familien mit Kindern warteten geduldig auf den Startschuss, um das neue Erlebnis-Dorf als Erste zu entdecken.

Menschenschlange am Eröffnungstag von Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen

Trotz der offiziellen Eröffnung waren auf dem Gelände noch letzte Arbeiten zu beobachten. Im Hintergrund standen weiterhin Handwerkerfahrzeuge, vereinzelt fuhren noch Bagger über das hintere Gelände und einige Bereiche waren auch noch nicht vollständig in Betrieb. So waren beispielsweise das Curryversum mit der Erdbeer-Bratwurst sowie das Kuddel-Muddel-Café am Eröffnungsvormittag noch nicht vollständig geöffnet.

Bagger im Hintergrund immernoch aktiv

Erster Bauabschnitt für rund 45 Millionen Euro

Nach Angaben des Betreibers umfasst der erste Bauabschnitt rund 46.000 Quadratmeter. Dafür wurden etwa 45 Millionen Euro investiert.

Die unmittelbare Anbindung an das Westfield CentrO Oberhausen, eines der größten Einkaufs- und Freizeitzentren Deutschlands, macht den neuen Standort besonders attraktiv. Shopping und Freizeit lassen sich hier künftig ideal miteinander verbinden.

Liebevoll gestaltete Erlebniswelt rund um Erdbeeren, Bauernhof und Handwerk

Schon beim Betreten des Geländes fällt die aufwendige Gestaltung auf. Das gesamte Erlebnis-Dorf ist mit viel Liebe zum Detail dekoriert und verbindet die Themen Erdbeeren, Bauernhof, Landwirtschaft und traditionelles Handwerk.

Erdbeer-Marmeladen Küche

Ein echter Blickfang befindet sich in der großen Manufakturen-Markthalle. Dort steht nach Angaben von Karls vermutlich die größte Kaffeekannen-Sammlung der Welt. Laut Informationstafel umfasst die Ausstellung inzwischen mehr als 23.000 Kaffeekannen und dürfte damit einzigartig sein.

Kaffeekannen Sammlung - Weltrekord

Diese Attraktionen bietet Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen

Vor allem Familien mit Kindern finden zahlreiche Attraktionen. Zu den Highlights gehören unter anderem:

  • Erdbeer-Wendelrutsche
  • Stabmixer-Freifallturm
  • Pipi-Kaka-Land
  • Go-Karts
  • Bumper Cars
  • Wasserspielplatz
  • kostenfreies Indoor-Tobeland
  • Erdbeer-Döner

Eine besondere Idee ist die Maisscheune. Statt eines klassischen Bällebades können Kinder hier durch unzählige Maiskörner wühlen und spielen – ein außergewöhnliches Erlebnis, das man so nur selten findet.

Maisscheune in Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen

Schaumanufakturen bieten spannende Einblicke

Zu den beliebtesten Bereichen dürften die gläsernen Schaumanufakturen gehören. Besucher können hier live beobachten, wie bunte Bonbons, frisches Popcorn und weitere Leckereien hergestellt werden. Ebenso gibt es eine Kreativwerkstatt, in der man selbst aktiv werden kann. Ich habe zum Beispiel zu bemalende Keramik entdeckt.

Besonders beliebt ist außerdem die Marmeladenküche. Dort wird täglich frische Erdbeermarmelade aus originalen Karls-Erdbeeren direkt vor den Augen der Besucher gekocht.

Karlchen sorgt täglich für Unterhaltung

Das Karls-Maskottchen Karlchen gehört selbstverständlich ebenfalls zum neuen Standort. Mehrmals täglich finden Shows und Mitmachaktionen statt, bei denen insbesondere Kinder auf ihre Kosten kommen.

Eintritt kostenlos – Fahrgeschäfte separat buchbar

Der Eintritt in das Erlebnis-Dorf ist derzeit kostenlos. Für die Fahrgeschäfte und Erlebnisse ist jedoch zu zahlen. Dafür stehen überall auf dem Gelände Zahlautomaten bereit. Es gibt jedoch auch Tageskarten und Jahreskarten wählen, welche aus meiner Sicht den meisten Nutzen bringen und angemessen bepreist sind.

Ein Vorteil der Jahreskarten: Sie gelten nicht nur in Oberhausen, sondern können auch in allen anderen Karls Erlebnis-Dörfern genutzt werden.

Preise in den Restaurants

Auch gastronomisch setzt Karls auf eine Mischung aus klassischen Gerichten und kreativen Erdbeer-Spezialitäten.

Erdbeer Döner Bude

Die Preise bewegen sich auf einem Niveau, das mittlerweile in vielen Freizeitparks oder Ausflugslokalen üblich ist. Beispiele (Stand: Juli 2026):

  • Erdbeer-Döner: 9,50 Euro
  • Currywurst-Menü: 8,40 Euro
  • Kringelpommes: 3,90 Euro
  • Cappuccino: 3,50 Euro
Currywurst & Erdbeer Bratwurst Bude

Fazit: Eine Bereicherung für Oberhausen

Auch wenn am Eröffnungstag noch kleinere Restarbeiten liefen und einzelne Bereiche noch nicht vollständig geöffnet waren, hinterlässt Karls Erlebnis-Dorf bereits einen sehr positiven Eindruck.

Die Mischung aus Fahrgeschäften, Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten, Schaumanufakturen und der liebevoll gestalteten Themenwelt macht das Erlebnis-Dorf zu einem attraktiven Ausflugsziel für das gesamte Ruhrgebiet. Familien mit Kindern finden hier zahlreiche Spiel- und Freizeitmöglichkeiten, während Erwachsene gemütlich durch die große Markthalle schlendern, regionale Spezialitäten entdecken oder den Handwerkern in den Schaumanufakturen bei der Arbeit zusehen können.

Mein Eindruck: Mit Karls Erlebnis-Dorf hat Oberhausen eine außergewöhnliche neue Attraktion erhalten, die das Freizeitangebot der Stadt sinnvoll erweitert. Das Konzept aus Freizeitpark, Bauernhof-Atmosphäre, Manufakturen und Gastronomie ist stimmig umgesetzt und dürfte Besucher weit über das Ruhrgebiet hinaus anziehen.

Link: Karls Erlebnis-Dorf

Radtour – 10km-Runde Ripshorst – Bernepark

Eine gut 10 km lange Rundtour vom Haus Ripshorst, vorbei an der sehenswerten Burg Vondern zum Berne Park in Bottrop. Zurück geht es entlang des Rhein-Herne-Kanals mit kurzem Zwischenstop im Faulturm der ehemaligen Kläranlage Läppkes Mühlenbach zum Haus Haus Ripshorst. Die Strecke vermeidet weitesgehend Kontakt mit dem motorisierten Verkehr und eignet sich aufgrund der relativ kurzen Länge auch sehr gut zum Joggen, Laufen, Wandern oder Walken.

Eine Übersichtskarte und der GPS-Track zum Nachfahren befinden sich unten auf dieser Seite.

Manchmal werden Wege auch durch Baustellen oder ähnliches beeinträchtigt. Daher übernehme ich keine Garantie, dass die Strecke wie dargestellt vollständig jederzeit befahrbar ist. Es ist daher empfehlenswert, Kartenmaterial zu verwenden, um im Falle des Falles selbständig eine kurze Umfahrung zurück auf den richtigen Weg zu finden.

Start am Haus Ripshorst

In dieser Beschreibung gehe ich vom Haus Ripshorst als Startpunkt aus, mit Fahrtrichtung im Uhrzeigersinn. Da es sich um eine Rundstrecke handelt, kann natürlich auch jeder andere Punkt auf der Strecke als Ausgangspunkt verwendet werden. Am Haus Ripshorst gibt zahlreiche kostenlose Parkplätze, so dass man auch mit Auto anreisen könnte.

Der Zauberlehrling

Wir starten vom Haus Ripshorst in Richtung der Fußgänger-/Radfahrerbrücke über den Rhein-Herne-Kanal. Von der Brücke aus hat man auch einen hervorragenden Blick auf den tanzenden Strommast mit dem Titel „Zauberlehrling“ und den Gasometer im Hintergrund. Am Ende der Brücke fahren wir weiter geradeaus und unterqueren dann durch die Unterführung die Autobahn A42. Hinter der Unterführung geht es nach rechts weiter, vorbei an der Verkaufsanstalt der Gutehoffnungshütte bis wir nach etwa 300 Metern auf der linken Seite die Burg Vondern erkennen können. Wir überqueren die Straße und nehmen den Radweg, der uns um die Burg Vondern führt.

Burg Vondern

Der Weg mündet schließlich in eine Straße und bei erster Möglichkeit biegen links ab und am Ende dieser Straße nehmen wir den Radweg rechts. Diesem folgen wir im weiteren Verlauf und halten uns bei allen Abzweigemöglichkeiten immer links. Am Ende stoßen wir auf eine paar Containerbüros der Bahn, wir nehmen die Rampe rechts nach unten und biegen nach links in die Unterführung ein.

Hinter der Unterführung geht es nach rechts und dann sofort wieder der links in die Wissmannstraße, diese führt uns unter einer weiteren kleinen Brücke durch, und dann geht es sofort rechts in den Radweg. Wir folgen dem Weg bis er nach etwa 500m auf einer Straße endet. Wir folgen dem Straßenverlauf bis zur Ampel an einer Hauptstraße, überqueren diese und gehen dann nach rechts über den Fußgängerweg unter der Brücke durch bis zur nächsten Fußgängerampel. Überqueren auch diese und nehmen dann den beginnenden Radweg auf der Grünfläche halb links. Wir folgen dem Radweg entlang des Bahndamms für etwa 600m und biegen dann rechts ab.

Es geht über den Bahnübergang in Richtung A42-Autobahnbrücke. Unmittelbar hinter der Brücke fahren nach rechts auf den Radweg entlang der Emscher und schon nach 250m erreichen wir nach links den Berne Park. Die sehr schön hergerichtete ehemalige Kläranlage lädt zum Verweilen ein, es gibt hier sogar kleine Übernachtungs- und Verpflegungsmöglichkeiten.

Bernepark

Wir nehmen verlassen den Bernepark über den Haupteingang und nehmen den kleinen Radweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite entlang der Berne. Schon nach etwa 300m stoßen wir wieder auf eine Straße, wir überqueren die Brücke nach rechts und biegen anschließend nach 50m links auf den Radweg in Richtung Rhein-Herne-Kanal ab. Nach einer kleinen Schienenübergang gelangen zum Radweg entlang des Rhein-Herne-Kanals. Wir bleiben auf diesem Radweg für 2km. Etwas hinter der Verbreiterung des Kanals für die Anlegeplätze nehmen wir kleine, steile Rampe auf die Einbleckstraße und folgen dieser über die Kanalbrücke. Unmittelbar hinter der Brücke gibt es auf der rechten Seite ein Fußgängerdrehkreuz als Eingang zur ehemaligen Kläranlage Läppkes Mühlenbach. Wir gehen hindurch und setzen unsere Fahrt bis zum Faulturm fort, im Inneren sollte man seine Akustik bewundern, einfach mal feste mit den Schuhen stampfen.

Faulturm der ehemaligen Kläranlage Läppkes Mühlenbach
Unbedingt eintreten und die Akustik im Faulturm testen!

Wir setzen die Fahrt fort, verlassen den Park der Kläranlage nach rechts und am Ausgang fahren wir einfach wieder geradeaus zum Ausgangspunkt Haus Ripshort. Hier kann man während der Öffnungszeiten die Ausstellung besuchen oder noch einen Kaffee genießen.

GPS-Track zum Download als gpx-Datei

Auch interessant: Weitere Radtourenbeschreibungen

Radtour – Ruhrpott 3-Städte und 3-Flüsse Tour

WegweiserEine schöne Radtour durch das Ruhrgebiet, die zeigt wie grün unser Pott eigenlich ist und dabei jedoch auch spannende Einblicke in hier so typische Industriekultur gibt. Es ist eine Rundtour von ca. 43km Länge, so dass man an jeder Stelle eingesteigen kann und schließlich wieder an seinem Ausgangspunkt ankommt. Die Runde führt weitesgehend über reine Radwege und es gibt nur minimale Berührungspunkte mit dem regulären Autoverkehr. Die Tour führt in die drei Städte Duisburg, Oberhausen und Mülheim und gleichzeitig auch streckenweise entlang der drei klassischen Ruhrpott-Flüsse Rhein, Ruhr und Emscher. An zwei Stellen müssen Treppen überwunden werden und nur einmal (an der Mercatorinsel gibt es dafür eine Fahrradschiene zum Hochschieben, dafür muss jedoch über ein hüfthohes Tor gestiegen werden), man sollte also in der Lage sein, sein Fahrrad ein kurzes Stück tragen bzw. intensiv zu schieben. Alternativ kann man die Treppen bestimmt auch mit einem kleinen Umweg umfahren.

Ruhr Wehr

Überquerung des Ruhrwehrs und der Ruhrschleuse

Es bestehen viele Möglichkeiten sich für ein Ruhepäusken oder Picknick. Auch bietet sich häufig die Gelegenheit, einen Abstecher in die industriekulturelle Vergangenheit oder Gegenwart zu machen. So werden auf der Strecke zahlreiche Attraktionen des Ruhrgebiets wie Duisburger Hafen, Landschaftspark Nord, Gasometer, Sealife, das Oberhausener Centro, die Meidericher Schleuse, das Rheinorange, die Slinky Springs to Fame Brücke gestreift.

poseidon

Echo des Poseidon auf der Mercatorinsel im Duisburger Hafen

Viele der Attraktionen auf der Strecke akzeptieren sogar die Ruhrtop Card, so dass auch deren Inhaber den Besuch der einen oder anderen Attraktion  mit dieser Fahrradtour durch das westliche Ruhrgebiet hervorragend kombieren können.

Graffiti im Landschaftspark Nord

Graffiti im Landschaftspark Nord

Den GPS-Track der Strecke habe ich mit meinem Garmin Navigationsgerät aufgezeichnet und er kann hier unten kostenlos heruntergeladen werden (Rechte Maustaste – Speichern unter…), um ihn auf das eigene Navigationsgerät für die Tour zu speichern.

Download GPS-Track Ruhrgebiet 3-Städte-Tour

Karte:

Paddeltour auf dem Rhein-Herne-Kanal

spundwand

Nachdem gestrigen Regentag ging es heute kurzerhand endlich mal wieder einmal zu einer kleinen Kajaktour auf den Rhein-Herne-Kanal. Start war in Oberhausen und dann ging es ostwärts in Richtung des Stadthafen Essens. Die Strecke zeichnet sich,  kanaltypisch, durch viele Stahlspundwände und einige Hafenanlagen aus.Mir persönlich macht das Paddeln in dieser Umgebung immer sehr viel Spaß, bietet es doch interessante Einblicke hinter die Kulissen der Hafenbetriebe, die einem in der Regel von der Landseite verwehrt bleiben.

baldeney_im_essner_hafen

Die Baldeney ist Stadthafen Essen wohl nur selten zu erblicken. Hier vermute ich einmal, dass dies der gestrigen Extraschicht – der langen Nacht der Industriekultur geschuldet sein dürfte. In der Vergangenheit hatte ich zu dieser Gelegenheit nämlich auch schon einmal den Shuttle-Verkehr zwischen dem Gelsenkirchener Amphitheater im Nordsternpark und der Oberhausener Galerie Ludwig genutzt. Bei Nacht war dies auch sehr schönes Erlebnis.

99luftballonsZwischenzeitlich knisterte es regelrecht in der Luft und ein Blick auf die neben dem Rhein-Herne-Kanal verlaufende Hochspannungsleitung gab schnell die Erklärung. Ein Heliumballon wehte im Wind zwischen den Kabeln und bruzzelte wohl so langsam vor sich hin.

somtransEs ist immer wieder eine kleines Abenteuer, wenn plötzlich ein 110m Tanker nur wenige Meter neben meinem Luftkajak passiert. Mein spürt regelrecht wie der Kahn das Wasser in dem Kanal aufsaugt und anschließend kann auf den Wellen tanzen.

wasserbausstelleNicht nur auf der Straße gibt es Baustellen. Hier im Hafen Essen werden zur Zeit massiv Spundwände erneuert und dem entsprechend befindet sich hier momentan ziemlich viel Spezialequipment auf dem Wasser.

Kilroy was here!

Kilroy was here!

kohle_berg_macherIst doch schön zu sehen, dass hier im Hafen immer noch kleine Kohleberge gemacht werden 😉

ruhr_oel_marmara Tankerbeladung bei Ruhr Oel im Hafen Bottrop. Nach dem Schießen des Fotos geriet ich wohl unter Beobachtung, sehr offensichtlich wurde ich von der installierten Kamera in meinem Fahrtverlauf verfolgt.

oesterreichErstaunlicherweise gibt es auf dem Kanal zwischen Oberhausen und Essen auch eine Grenze zu Österreich 😉

hafen-essenIm Hafenbecken des Essener Stadthafen. Bauequipment und Kräne.

bruecken

Ohne Moos - nix los !

Ohne Moos – nix los !

Hier gibt's auch Kohle !

Hier gibt’s auch Kohle !

 

Solarphotos – Versuch 1

Nachdem ich vor längerem einmal einen Artikel über Solargraphy gelesen hatte, wollte ich es auch einmal selbst ausprobieren. Ich muss zugeben, richtig viel kann man auf dem Ergebnis nicht erkennen. Doch eine gewissse Ähnlichkeit mit den Bildern auf der verlinkten Webseiten ist nicht zu verleugnen. Offensichtlich kann man die Bahnen der Sonne im Installationszeitraum (gut 6 Monate von Dezember 2013 bis Juni 2014) erkennen. Insgesamt hatte ich im Dezember vier Lochkameras versteckt, zwei sind leider rechtzügig verloren gegangen.

Das Bild unten entstand am Gasometer in Oberhausen. Die Lochkamera war an einem Baum installiert. Offensichtlich wurden dort jedoch im Zeitablauf Baumschneidearbeiten durchgeführt. Netterweise haben die Arbeiter die Dose an einem einzelnen Zweig stehenlassen. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass sie aus Neugier hereingeschaut haben und die Dose anschließend leicht modifiziert wieder zurückgesetzt haben. Das könnte die leichte Verschiebung im Bild erklären. Weitere Interpretationen sind herzlich willkommen.

 

solar_gasometer_invert

Das zweite Bild entstand in der Nähe des Oberhauseners Centros. Auch hier sind zumindest die Sonnenbahnen gut erkennbar.

solar_centro

 

 

 

 

 

Hier wurde der Baum komplett frisiert, nur meine Lochkamera hat man freundlicherweise stehen gelassen.

Hier wurde der Baum komplett frisiert, nur meine Lochkamera hat man freundlicherweise stehen gelassen.

Ein weiterer Link:

Tarja Trygg´s website of The Global Project Of Solargraphy

 

Radtour – Rundweg Gasometer Oberhausen, Tetraeder, Bernepark, Gasometer

gasometer_horizont

Eine sehr nette Radtour vom Gasometer Oberhausen zum Tetraeder in Bottrop und von dort auf anderen Wegen zum Haus Ripshorst. Von hier aus kann man einfach dem Rhein-Herne-Kanal folgend auch wieder zurück zum Gasometer gelangen. Die ca. 19km lange Strecke führt größtenteils über Fahrradwege, und es sind nur ganz wenige Strassenmeter zu fahren. Kartenübersicht und GPX-Track sind ganz unten auf dieser Seite zu finden.

(mehr lesen)

Andy Warhol in Oberhausen

campbell_soupZur Zeit gibt es eine sehr interessante Ausstellung von Andy Warhol’s Werken in der Oberhausener Ludwig Galerie. Zufälligerweise hatte ich gerade erst vor einigen Tagen eine Andy Warhol Dokumentation auf DVD gesehen und war wirklich erstaunt, wieviele der dort herausgestellten Werke auch in der Oberhausener Ausstellung wiederzusehen waren. Vielleicht ist es aber auch nicht sonderlich verwunderlich, schließlich gibt es von Warhol’s Werken häufig viele Exemplare (in einer Serie).

Ein kurzen virtuellen Rundgang mit  Meike Allekotte, Kuratorin der Ausstellung, zu  einigen Höhepunkte der Ausstellung ist auch in der Mediathek der Ludwig Galerie als Video verfügbar.

Die Foto in diesem Bild habe ich übrigens selbst erstellt. Vor Jahren gab es einmal die Tomatensuppe als Angebot in einem deutschen Supermarkt. Ein bißchen mit Gimp aufmotzt, macht sich das Bild doch ganz gut, oder?

Die Ausstellung in Oberhausen ist noch bis zum 18.5.2014 zu besuchen.

Viel Luft im Gasometer

Der Gasometer in Oberhausen ist eigentlich immer einen Besuch wert. Der mittlerweile zu einem Wahrzeichen Oberhausens avancierte ehemalige Gasspeicher der Gutehoffnungshütte beeindruckt schon allein mit seinen Dimensionen. Die ‘Dose’ mit einer Höhe von 117,5 m und einem Durchmesser von 68 m hat sich wohl zu einer der außergewöhnlichsten Ausstellungshallen Europas und zu einem einmaligen Veranstaltungsort entwickelt. Weiterlesen