Rhein – Bildvergleich Pegelstände auf Höhe Duisburg

Der Niedrigwasserstand im Rhein bei Duisburg bzw. im Duisburger Hafen hat mich gestern stark beeindruckt. Als regelmäßiger Besucher dieses Areals habe im Lauf der Zeit auch einige Fotos an ziemlich den gleichen Orten mit ähnlichen Perspektiven aufgenommen. Um die verschiedenen Wasserstände zu vergleichen, möchte ich an dieser Stelle zwei Positionen vergleichen. Zur Einordnung, laut dem dem Informationssystem ELWIS liegt der Mittelwert der Wasserstände am Pegel Ruhrort in einer Zeitspanne vom 01.11.2010 bis 31.10.2020 bei 394 cm.

Zunächst einmal drei Fotos vom Pontwert mit Blick auf den Pegel Ruhrort/Echo des Poseidon, zunächst Niedrigwasser, dann annähernd Durchschnitt gefolgt von Hochwasser :

Niedrigwasser - Rekordtief am 16.8.26 bei Pegelstand 129 cm
Niedrigwasser – Rekordtief am 16.8.26 bei Pegelstand 129 cm
30.4.23 Pegel Ruhrort bei 426 cm
30.4.23 Pegel Ruhrort bei 426 cm
Blick am Pegel Ruhrort vom 28.1.24 bei einem Pegelstand von 690 cm
Blick am Pegel Ruhrort vom 28.1.24 bei einem Pegelstand von 690 cm

Als zweiten Bildvergleich die Situation am Rheinorange, ebenfalls von der Pontwert Insel aufgenommen. Auch hier wieder zuerst der Niedrigwasserstand am 16.8.2026 im Vergleich zu annähernd Durschnitt und Hochwasserstand.

Niedrigwasser - Blick auf Rheinorange von Pontwert Insel
Niedrigwasser – Blick auf Rheinorange von Pontwert Insel
Etwas über Durchschnitt - Blick auf Rheinorange von Pontwert Insel
Etwas über Durchschnitt – Blick auf Rheinorange von Pontwert Insel
Hochwasser - Blick auf Rheinorange von Pontwert Insel
Hochwasser – Blick auf Rheinorange von Pontwert Insel

Für mehr Eindrücke des Niedrigwasser im Duisburger Hafen habe ich am 16.8.2026 diese Video auf YouTube hochgeladen.

Der Wasserturm Wesel – Aussicht, Architektur und ein besonderer Dritter Ort

Manchmal entdeckt man Sehenswürdigkeiten genau dort, wo man sie überhaupt nicht erwartet.

Wasserturm – von unten nach oben

Der Wasserturm in der Weseler Innenstadt ist zwar ein bekanntes Wahrzeichen der Stadt, mir war er bis vor Kurzem allerdings völlig unbekannt. Zum ersten Mal gehört habe ich von ihm beim diesjährigen Guten Morgen Festival der GLS Bank in Bochum. Dort wurde der Wasserturm an einem Stand als Beispiel für das Förderprogramm „Dritte Orte – Häuser für Kultur und Begegnung“ des Ministeriums für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen vorgestellt.

Dritter Ort – Kultur. Begegnung. Mitmachen.

Das machte mich neugierig. Also nahm ich mir vor: Wenn ich das nächste Mal in Wesel bin, schaue ich mir diesen ungewöhnlichen Ort einmal selbst an.

Ein etwas ungewöhnlicher erster Besuch

Gesagt, getan.

Allerdings hätte mein erster Besuch fast mit einem Rundgang um den Wasserturm geendet.

Ich fand den Eingang zunächst nicht und lief deshalb erst einmal durch die engen Straßen rund um das Gebäude. Irgendwie kam mir die Stelle des Zugangs sehr verdächtig bekannt vor – und ich stellte fest, dass ich den Turm ziemlich genau einmal umrundet hatte.

Wasserturm Wesel – von außen zylindrisch – innen konisch

Nun gut. So hatte ich zumindest schon einmal einen guten ersten Eindruck von dem markanten Bauwerk gewonnen.

Beim zweiten Anlauf entdeckte ich dann auch den Eingang. Und der war ausgesprochen einladend.

Ich wurde freundlich begrüßt und direkt eingeladen, mir die aktuelle Fotoausstellung anzusehen und anschließend auf eigene Faust bis zur Aussichtsplattform auf der Turmspitze hinaufzusteigen. Außerdem bekam ich vom freundlichen „Turmwächter“ 😉 noch eine kurze Einführung in die Geschichte des Gebäudes.

Der Wasserturm als Ausstellungsraum

Mehr als nur ein Wasserturm

Was den Weseler Wasserturm heute besonders interessant macht, ist allerdings nicht allein seine Architektur oder die Aussicht.

Seit April 2024 ist er ein „Dritter Ort“.

Der Begriff klingt zunächst etwas abstrakt. Gemeint sind damit Räume, die neben den klassischen Lebensorten Zuhause und Arbeitsplatz entstehen. Sie sollen offen sein für Begegnung, Kultur, Bildung und Austausch.

Ein wichtiger Gedanke dabei: In einem solchen Dritten Ort soll es keinen Konsumzwang geben. Man muss also nicht erst etwas kaufen, um sich dort aufhalten zu dürfen – anders als beispielsweise im Café oder Restaurant.

Im Wasserturm wird dieses Konzept ziemlich vielfältig mit Leben gefüllt. Angeboten werden unter anderem Kreativtreffs, Smartphone-Kurse, Vorträge zu Gesundheitsthemen, Mitbring-Frühstücke, Lesungen und Musikveranstaltungen.

Ich finde das Konzept tatsächlich ziemlich spannend. Gerade in einer Zeit, in der viele Begegnungen zunehmend digital stattfinden, braucht es Orte, an denen Menschen einfach zusammenkommen, sich austauschen und gemeinsam etwas erleben können.

Und ein ehemaliger Wasserturm ist dafür natürlich eine ziemlich ungewöhnliche Kulisse.

Zwei Türme in einem

Auch architektonisch lohnt sich der Besuch.

Denn genau genommen besteht der Weseler Wasserturm aus zwei Türmen.

Der ursprüngliche, konisch zulaufende Turm wurde bereits 1886 errichtet. Rund 50 Jahre später erhielt er eine zusätzliche Außenummantelung. Aus dem ursprünglichen konischen Bau wurde dadurch äußerlich der heute prägende zylindrische Turm.

links zylindrischer Turm – rechts konischer Turm

Warum man diesen ungewöhnlichen Umbau vorgenommen hat, ist nicht endgültig geklärt. Eine interessante Theorie sieht einen Zusammenhang mit dem zunehmenden Einfluss des Bauhaus und der modernen Architektur in den 1920er Jahren. Möglicherweise erschien der ursprüngliche Turm inzwischen zu altmodisch und sollte optisch an die neue Zeit angepasst werden.

So entstand ein durchaus ungewöhnliches Ergebnis: Ein historischer Wasserturm steckt gewissermaßen in einem jüngeren Wasserturm.

1.000 Kubikmeter Wasser im Turm

Auch im Inneren verbirgt sich eine interessante technische Geschichte.

Der ursprüngliche Turm besaß zunächst einen Wasserbehälter mit einem Fassungsvermögen von 600 Kubikmetern. Im Jahr 1923 wurde zusätzlich ein weiterer Behälter mit 400 Kubikmetern Fassungsvermögen eingebaut.

Innenleben

Damit konnte der Wasserturm schließlich insgesamt 1.000 Kubikmeter Wasser speichern.

Füllstandsanzeige

Die eigentliche technische Funktion hat er allerdings längst verloren. 1979 wurde der Wasserturm außer Betrieb genommen. Seit 1987 steht er als technisches Denkmal unter Schutz.

Statt Wasser wird heute also vor allem Kultur nach oben transportiert.

42 Meter über Wesel

Der eigentliche Höhepunkt des Besuchs liegt natürlich ganz oben.

Bis zur Aussichtsplattform sind es rund 42 Meter. Der Aufstieg lohnt sich, denn oben wartet eine hervorragende Panoramaaussicht über Wesel.

Von hier bekommt man einen ganz anderen Eindruck von der Stadt. Die Perspektive reicht weit über die unmittelbare Umgebung hinaus und macht deutlich, wie stark Wesel von den weiten Landschaften des Niederrheins geprägt ist.

Ausblick von der Plattform

Nach dem Rundgang durch die Ausstellung und dem Aufstieg zur Aussichtsplattform war für mich jedenfalls klar: Der kleine Umweg zum Wasserturm hat sich gelohnt.

Vom technischen Denkmal zum Dritten Ort

Die Geschichte des Wasserturms ist damit auch ein schönes Beispiel dafür, wie sich die Bedeutung eines Gebäudes im Laufe der Zeit verändern kann.

1886 als Teil der Wasserversorgung errichtet, 1979 außer Betrieb genommen, 1987 zum technischen Denkmal erklärt und seit den 1990er Jahren immer wieder für Kunstausstellungen genutzt, hat der Turm inzwischen eine ganz neue Funktion bekommen.

Seit April 2024 ist er ein Dritter Ort.

Und vielleicht ist genau das die interessanteste Geschichte dieses Wasserturms: Er wurde nicht einfach zu einem Museum gemacht, das man sich einmal anschaut und anschließend wieder verlässt. Stattdessen ist hier ein lebendiger Ort entstanden, an dem Kultur, Bildung und Begegnung stattfinden.

Mein Fazit

Ich wäre wahrscheinlich nicht auf die Idee gekommen, den Wasserturm Wesel gezielt zu besuchen, wenn ich nicht zufällig beim Guten Morgen Festival in Bochum von ihm erfahren hätte.

Umso schöner, dass aus diesem kleinen Hinweis tatsächlich ein Besuch geworden ist.

Wer in Wesel unterwegs ist, sollte sich den Wasserturm deshalb ruhig einmal anschauen. Die Kombination aus ungewöhnlicher Architektur, technischer Geschichte, Kunstausstellungen, dem Konzept des Dritten Ortes und vor allem der Aussicht macht den Besuch zu einem lohnenswerten kleinen Ausflug.

Und falls ihr den Eingang nicht sofort findet: Macht euch nichts daraus. Einmal um den Turm herumzugehen, ist ohnehin eine gute Möglichkeit, ihn zunächst von außen kennenzulernen. 😉

Link: Wasserturm Wesel – Dritter Ort Wesel

UrbnTrls. im Ruhrgebiet

Auf meiner üblichen Radtour von Mülheim in Richtung Rhein-Herne-Kanal entdeckte ich irgendwann Anfang März 2026 ein auffälliges gelbes und ein bißchen kryptisch wirkendes Schildchen mit einem stilisiert geschwungenem UT und dem Hinweis URBN TRLS.

Markierung UrbnTrls.

Es war schnell zu erkennen, dass hier die Vokale weggelassen wurden und es sich dann zu Urban Trails erweitern sollte. Zuhause habe ich etwas recherchiert und recht schnell die Seite des Regionalverbands Ruhr bzw. Tourismus Ruhr ausfindig gemacht.

Dort werden die Wanderungen in städtischen Gebiet also beschrieben, inklusive herunterladbaren GPS-Daten, Links zu Komoot und einigen Fotos. Da sich die Tourenvorschläge recht interessant anhörten und auch zu vielen sehenswerten Attraktionen im Ruhrgebiet führen, habe ich dann kurzerhand beschlossen, diese Wanderungen ebenfalls in den bevorstehenden Wochen eine nach der anderen nachzulaufen.

Zeche Holland

Ich folgenden bzw. auf den detaillierten Tourenseiten stelle ich daher meine Eindrücke dar, so wie ich die Wanderungen im dicht besiedelten Ruhrgebiet erlebt habe. Vorweg: es sind wirklich sehr schöne Routen, die eine herrliche Kombination aus städtischen Ruhrgebietscharme, Industriekultur und den grünen und hügeligen Seite des Region zeigen. Die ruhrgebietstypischen Halden und Fördertürme dürfen dabei natürlich auch nicht fehlen.

Hier meine detaillierten Tourenberichte:

Die erste Tour war dann Anfang Mai 2026 der UrbnTrl. in Oberhausen.

Gefolgt von dem Urban Trail in Mülheim Ende Mai.

Den Urbn.Trl in Gelsenkirchen bin ich Anfang Juni gelaufen.

Nur wenige Tage bin ich dann in Dortmunds Sub.KulTour eingetaucht.

Anfang Juli 2026 wanderte ich den Urban Trail in Hagen.

Anfang August wurden dann die Wanderung von Herne nach Herten veröffentlicht, den ich auch unmittelbar angegangen bin, jedoch in umgekehrter Laufrichtung.

Der Urban Trail in Bochum sollte nur ein paar Tage später folgen.

Mitte August habe ich dann mit dem Duisburger Kunst.Weg den letzten der bis dahin veröffentlichten Trails absolviert.

Ich hatte mir dazu jeweils die GPS-Tracks heruntergeladen und auf mein Wandernavi übertragen, was sich als sehr nützlich herausgestellt hat, da die Markierungen nicht überall gleich zuverlässig bzw. in Mülheim zu meinem Wanderzeitpunkt noch gar nicht vorhanden waren. Daher würde ich sehr empfehlen eine elektronische Möglichkeit zur Routenüberprüfung in der Hinterhand zu haben, also entweder GPS-Track, Komoot oder einfach nur Google-Maps über die Webseite des RVR.

Generell kann man die Wege wohl in beide Richtungen gehen, jedenfalls ist mir bei meinen Wanderungen aufgefallen, dass – bei vorhandener Markierung – diese in beide Richtungen vorhanden war. Man kann sich also frei entscheiden,wo und in welche Richtung man sich vom startet.

Wer eine unabhängige Zweitmeinung zu den Trails haben möchte, kann ja auch einmal Wanderrattes Blog weiterlesen, sie haben auch bereits zu vielen der Urban Trails im Ruhrgebiet geschrieben.

Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen eröffnet: Das erwartet Besucher im neuen Freizeitpark am CentrO

Dieser Artikel ist keine bezahlte Werbung – sondern beschreibt die Eindrücke meines ersten Besuches des Eröffnungstag am 22.7.26.

Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen hat am 22. Juli 2026 offiziell eröffnet. Nach einer kurzfristigen Verschiebung des ursprünglich geplanten Eröffnungstermins konnten die ersten Besucher heute endlich das neue Freizeit- und Ausflugsziel direkt am Westfield CentrO Oberhausen erkunden.

Eingang Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen

Das neue Erlebnis-Dorf ist das achte Karls Erlebnis-Dorf in Deutschland und gleichzeitig der erste Standort in einer Großstadt. Mit seiner Mischung aus Fahrgeschäften, Restaurants, Schaumanufakturen und einer großen Markthalle dürfte es sich schnell zu einem beliebten Ausflugsziel für Familien im Ruhrgebiet entwickeln.

Große Besucherzahlen bereits am Eröffnungstag

Schon lange vor der offiziellen Öffnung der neuen Karls Manufakturen-Markthalle um 11:00 Uhr bildete sich eine mehrere hundert Meter lange Warteschlange. Zahlreiche Familien mit Kindern warteten geduldig auf den Startschuss, um das neue Erlebnis-Dorf als Erste zu entdecken.

Menschenschlange am Eröffnungstag von Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen

Trotz der offiziellen Eröffnung waren auf dem Gelände noch letzte Arbeiten zu beobachten. Im Hintergrund standen weiterhin Handwerkerfahrzeuge, vereinzelt fuhren noch Bagger über das hintere Gelände und einige Bereiche waren auch noch nicht vollständig in Betrieb. So waren beispielsweise das Curryversum mit der Erdbeer-Bratwurst sowie das Kuddel-Muddel-Café am Eröffnungsvormittag noch nicht vollständig geöffnet.

Bagger im Hintergrund immernoch aktiv

Erster Bauabschnitt für rund 45 Millionen Euro

Nach Angaben des Betreibers umfasst der erste Bauabschnitt rund 46.000 Quadratmeter. Dafür wurden etwa 45 Millionen Euro investiert.

Die unmittelbare Anbindung an das Westfield CentrO Oberhausen, eines der größten Einkaufs- und Freizeitzentren Deutschlands, macht den neuen Standort besonders attraktiv. Shopping und Freizeit lassen sich hier künftig ideal miteinander verbinden.

Liebevoll gestaltete Erlebniswelt rund um Erdbeeren, Bauernhof und Handwerk

Schon beim Betreten des Geländes fällt die aufwendige Gestaltung auf. Das gesamte Erlebnis-Dorf ist mit viel Liebe zum Detail dekoriert und verbindet die Themen Erdbeeren, Bauernhof, Landwirtschaft und traditionelles Handwerk.

Erdbeer-Marmeladen Küche

Ein echter Blickfang befindet sich in der großen Manufakturen-Markthalle. Dort steht nach Angaben von Karls vermutlich die größte Kaffeekannen-Sammlung der Welt. Laut Informationstafel umfasst die Ausstellung inzwischen mehr als 23.000 Kaffeekannen und dürfte damit einzigartig sein.

Kaffeekannen Sammlung - Weltrekord

Diese Attraktionen bietet Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen

Vor allem Familien mit Kindern finden zahlreiche Attraktionen. Zu den Highlights gehören unter anderem:

  • Erdbeer-Wendelrutsche
  • Stabmixer-Freifallturm
  • Pipi-Kaka-Land
  • Go-Karts
  • Bumper Cars
  • Wasserspielplatz
  • kostenfreies Indoor-Tobeland
  • Erdbeer-Döner

Eine besondere Idee ist die Maisscheune. Statt eines klassischen Bällebades können Kinder hier durch unzählige Maiskörner wühlen und spielen – ein außergewöhnliches Erlebnis, das man so nur selten findet.

Maisscheune in Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen

Schaumanufakturen bieten spannende Einblicke

Zu den beliebtesten Bereichen dürften die gläsernen Schaumanufakturen gehören. Besucher können hier live beobachten, wie bunte Bonbons, frisches Popcorn und weitere Leckereien hergestellt werden. Ebenso gibt es eine Kreativwerkstatt, in der man selbst aktiv werden kann. Ich habe zum Beispiel zu bemalende Keramik entdeckt.

Besonders beliebt ist außerdem die Marmeladenküche. Dort wird täglich frische Erdbeermarmelade aus originalen Karls-Erdbeeren direkt vor den Augen der Besucher gekocht.

Karlchen sorgt täglich für Unterhaltung

Das Karls-Maskottchen Karlchen gehört selbstverständlich ebenfalls zum neuen Standort. Mehrmals täglich finden Shows und Mitmachaktionen statt, bei denen insbesondere Kinder auf ihre Kosten kommen.

Eintritt kostenlos – Fahrgeschäfte separat buchbar

Der Eintritt in das Erlebnis-Dorf ist derzeit kostenlos. Für die Fahrgeschäfte und Erlebnisse ist jedoch zu zahlen. Dafür stehen überall auf dem Gelände Zahlautomaten bereit. Es gibt jedoch auch Tageskarten und Jahreskarten wählen, welche aus meiner Sicht den meisten Nutzen bringen und angemessen bepreist sind.

Ein Vorteil der Jahreskarten: Sie gelten nicht nur in Oberhausen, sondern können auch in allen anderen Karls Erlebnis-Dörfern genutzt werden.

Preise in den Restaurants

Auch gastronomisch setzt Karls auf eine Mischung aus klassischen Gerichten und kreativen Erdbeer-Spezialitäten.

Erdbeer Döner Bude

Die Preise bewegen sich auf einem Niveau, das mittlerweile in vielen Freizeitparks oder Ausflugslokalen üblich ist. Beispiele (Stand: Juli 2026):

  • Erdbeer-Döner: 9,50 Euro
  • Currywurst-Menü: 8,40 Euro
  • Kringelpommes: 3,90 Euro
  • Cappuccino: 3,50 Euro
Currywurst & Erdbeer Bratwurst Bude

Fazit: Eine Bereicherung für Oberhausen

Auch wenn am Eröffnungstag noch kleinere Restarbeiten liefen und einzelne Bereiche noch nicht vollständig geöffnet waren, hinterlässt Karls Erlebnis-Dorf bereits einen sehr positiven Eindruck.

Die Mischung aus Fahrgeschäften, Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten, Schaumanufakturen und der liebevoll gestalteten Themenwelt macht das Erlebnis-Dorf zu einem attraktiven Ausflugsziel für das gesamte Ruhrgebiet. Familien mit Kindern finden hier zahlreiche Spiel- und Freizeitmöglichkeiten, während Erwachsene gemütlich durch die große Markthalle schlendern, regionale Spezialitäten entdecken oder den Handwerkern in den Schaumanufakturen bei der Arbeit zusehen können.

Mein Eindruck: Mit Karls Erlebnis-Dorf hat Oberhausen eine außergewöhnliche neue Attraktion erhalten, die das Freizeitangebot der Stadt sinnvoll erweitert. Das Konzept aus Freizeitpark, Bauernhof-Atmosphäre, Manufakturen und Gastronomie ist stimmig umgesetzt und dürfte Besucher weit über das Ruhrgebiet hinaus anziehen.

Link: Karls Erlebnis-Dorf

Quallen im Einkaufszentrum Limbecker Platz

Im Einkaufszentrum Limbecker Platz in Essen wurden im Rahmen des Projekts „Kunst erobert den Raum!“ Arbeiten von Studierenden der Hochschule der bildenden Künste (HBK) Essen geschaffen. Unter anderem habe ich dabei auch wieder Quallen entdeckt. Wenn ich das richtig sehe, wurden diese schwebenden Meereswesen von Gwendola Zelenka kreiiert.

Qualle
Bild einer Qualle

Kanufahrt von Essen-Werden über Kettwig nach Mülheim an der Ruhr

Eine malerische Flusslandschaft, historische Orte und eine ruhige Atmosphäre – all das erwartet Kanufahrer, die sich auf eine abenteuerliche Tour von Essen-Werden über Kettwig nach Mülheim an der Ruhr begeben. Die Route entlang der Ruhr bietet sowohl Naturliebhabern als auch Kulturinteressierten eine einzigartige Möglichkeit, die grüne Seite des Ruhrgebiets vom Wasser aus zu erkunden.

Diese Tour ist eine Flußtour – point-to-point, das heißt man muss sich Gedanken machen, wie man ggf. zurück zum Ausgangspunkt kommt, wenn man dort beispielsweise sein Auto geparkt hat. Bei meiner Fahrt bin ich mit dem Luftkajak unterwegs gewesen und bin problemlos mit der S-Bahn vom Essener Hauptbahnhof zum Bahnhof Essen Werden gefahren. Von dort war es nur noch ein kurzer Fußweg zur Einsetzstelle an der Ruhr. Am Ende war es noch ca. 15 Minuten Fußweg vom der Aussetzstelle zurück zur Straßenbahn, die mich dann zurück zum Mülheimer Bahnhof gebracht hat.

Einsetzstelle in Essen Werden

Der Ausgangspunkt unserer Kanufahrt liegt im Essener Stadtteil Werden, der für seine historische Altstadt und die Stiftskirche St. Ludgerus bekannt ist. Nachdem wir das Kajak startklar gemacht haben und uns in die Ruhr eingelassen haben, beginnt unsere Reise flussabwärts in Richtung Kettwig.

Auf der Ruhr zwischen Werden und Kettwig

Die Ruhr schlängelt sich durch eine idyllische Landschaft mit bewaldeten Ufern, Wiesen und kleinen Inseln. Das ruhige Gewässer bietet ideale Bedingungen für eine entspannte Kanutour. Während wir uns auf dem Wasser fortbewegen, werden wir von der sanften Strömung mitgetragen und können die beeindruckende Naturkulisse genießen.

Kettwig an der Brücke

Nach einiger Zeit passieren wir eine alte Eisenbahnbrücke und erreichen Kettwig, einen charmanten Stadtteil Essens am Flussufer. Die historische Altstadt von Kettwig ist geprägt von Fachwerkhäusern, engen Gassen und einem malerischen Marktplatz. Hier lohnt es sich durchaus, eine Pause einzulegen und die Atmosphäre des Ortes zu genießen. Man kann durch die verwinkelten Straßen schlendern, lokale Geschäfte erkunden oder in einem der gemütlichen Cafés am Flussufer eine Tasse Kaffee trinken.

Kettwig

In Kettwig ist ein Umtragen des Kajak erforderlich. Hierzu befinden sich auf der linken Seite vor dem Stauwehr Aus- und Einsetzstellen. Die auf dem Land zurückzulegende Entfernung beträgt geschätzte 200 Meter.

Gestärkt setzen wir unsere Kanufahrt fort und lassen Kettwig hinter uns. Die Ruhr führt uns nun weiter Richtung Mülheim an der Ruhr. Auf dem Weg dorthin passieren wir grüne Wiesen, die ikonische Mintarder Ruhrtalbrücke (die längste Stahlbrücke Deutschlands), und genießen ganz nebenbei die Natur ein. Vögel zwitschern in den Bäumen, und mit etwas Glück können wir die flinken – aber scheuen – Eisvögel entdecken, die immer mal wieder über der Wasseroberfläche flitzen. Oder man beobachtet einen der zahlreichen Graureiher, die am Ufer auf Beute lauern.

Die Mintarder Ruhrtalbrücke

Mülheim an der Ruhr erwartet uns schließlich mit seiner einladenden Uferpromenade und den zahlreichen Sehenswürdigkeiten entlang des Flusses.

Die Kanufahrt von Essen-Werden über Kettwig nach Mülheim an der Ruhr ist nicht nur ein Naturerlebnis, sondern bietet auch eine spannende Perspektive auf die Geschichte und Kultur des Ruhrgebiets. Die Ruhr war einst ein bedeutender Industriefluss, der den Transport von Kohle und anderen Gütern ermöglichte. Heute ist sie renaturiert und bietet eine lebendige Wasserstraße für Freizeitaktivitäten wie Kanufahren.

Schiffe der Weißen Flotte Mülheim

Während unserer Fahrt haben wir die Möglichkeit, die industrielle Vergangenheit des Ruhrgebiets zu reflektieren und die Transformation zur grünen Region zu erleben. Die Flusslandschaft hat sich erholt, und entlang der Ufer finden sich immer mehr Naherholungsgebiete, Radwege und Spazierpfade.

Es ist ratsam, die Kanutour im Voraus zu planen und sicherzustellen, dass man über die erforderliche Ausrüstung verfügt.

Während der Kanufahrt sollten wir auch die Umwelt respektieren und darauf achten, dass wir keinen Müll hinterlassen. Die Ruhr und ihre Ufer sind ein wertvolles Ökosystem, das geschützt werden sollte, um zukünftigen Generationen die Möglichkeit zu geben, die Schönheit dieses Flusses zu genießen.

Eine Kanufahrt von Essen-Werden über Kettwig nach Mülheim an der Ruhr ist eine unvergessliche Reise durch die Natur und Kultur des Ruhrgebiets. Es ist eine Gelegenheit, dem Alltag zu entfliehen, die Seele baumeln zu lassen und die vielfältigen Facetten dieser faszinierenden Region zu entdecken. Ob man ein Naturliebhaber, ein Geschichtsinteressierter oder einfach nur auf der Suche nach Abenteuer ist – diese Kanutour hat für jeden etwas zu bieten. Also nehmen Sie Ihre Paddel in die Hand, steigen Sie in ein Kanu und lassen Sie sich von der Ruhr verzaubern.

Wie schütze ich meinen E-Scooter vor Diebstahl?

Viele stellen sich die Frage wie man einen Elektroroller am besten vor Diebstahl schützt. E-Scooter sind noch eine relativ neue Fahrzeugkategorie in Deutschland und sie unterschieden sich in ihrer Form und Gegebenheiten erheblich von Fahr- und Motorrädern. Somit sind die verfügbaren Schlösser für die bekannten Fahrzeuge nicht 1:1 für E-Scooter geeignet. Da es z.B. keine geschlossene Rahmenstruktur gibt, könnte eine Ketten- oder Kabelschloss einfach über die Länge des Rollers abgestreift, um ihn zu entwenden. Der typische E-Scooter bietet z.B. nur wenige oder keine Rahmenteile, die sich für das Anketten an einen festen Anker eignen. Man sollte auch beim Kauf des Elektrorollers selbst schon darauf achten, dass dieser eine feste Öse bietet, an der ein Schloss befestigt werden kann.

EScooter an Laternenpahl angeschlossen
Zwei E-Scooter an einem Laternenpfahl gesichert.

Es ist daher sorgfältig zur prüfen, ob ein bestimmtes Schloss für den eigenen Elektroroller sinnvoll verwendet werden kann.

Oft werden sogenannte Handschellenschlösser, aber auch herkömmliche Fahrradschlösser für die E-Scooter empfohlen. Potentielle Punkte für das Anbringen des Schlosses am Fahrrad sind die Räder, der vordere Rahmen oder der Klappmechanismus. Schauen Sie sich ihren Roller vorher genau an.

Ebenso kann ein Bremsscheibenschloss angebracht werden, um das Fahrzeug zu blockieren, er könnte dann aber immer noch weggetragen werden.

Manche Rollerbesitzer bringen zusätzlich einen bewegungsempfindlichen Alarmsensor an, der mittels Fernbedienung scharf geschaltet und später auch wieder deaktiviert werden kann.

Laufstrecke in der Werbung

Erst vor kurzem habe ich die herrliche Laufstrecke zum Signal Hill in Kapstadt hier vorgestellt. Um so erfreuter war ich als ich heute morgen die Werbebeilage der Firma Intersport in der Zeitung sah und dabei die charakteristischen Merkmale der von mir vorgestellten Laufrunde in Kapstadt auf den Werbebildern wiedererkannte. Ist ja auch kein Wunder, wo sonst bietet sich so ein fantastisches Panorama mit Bergen und Bäumen, Meer und blauen Wolken und einer Metropole im Hintergrund. Kapstadt ist ja bekanntlich auch ein Hotspot der Werbefotografie und -filmerei. Wenn man durch die Stadt schlendert, kann man sehr häufig Filmsets und Fotoshootings beobachten und man ist immer wieder erstaunt mit wieviel Aufwand solche Produktionen betrieben werden.

Werbungbeilage der Firma Intersport am 2.5.2020 in der WAZ

Vom RS1 via Ruhrtalradweg und Wasserroute zum RS1

Eine gut 25 km lange Schleife vom Radschnellweg RS1 in Mülheim Innenstadt zum RS1 in Mülheim-Heißen. Es geht über ein Teilstück des Ruhrtalradwegs bis kurz vor Essen Werden und dann über ein Teilstück der Essener Wasserroute zurück auf den RS1.

Eine Übersichtskarte und der GPS-Track zum Nachfahren befinden sich unten auf dieser Seite.

Manchmal werden Wege auch durch Baustellen oder ähnliches beeinträchtigt. Daher übernehme ich keine Garantie, dass die Strecke wie dargestellt vollständig jederzeit befahrbar ist. Es ist daher empfehlenswert, Kartenmaterial oder zumindest den unten angegebenen Link auf die entsprechende Google-Karte zu verwenden, um im Falle des Falles selbständig eine kurze Umfahrung zurück auf den richtigen Weg zu finden.

Start an der Camera Obscura in Mülheim

Foto Camera Obscura vom Radschnellweg RS1 Mülheim
Hier verlassen wir den Radschnellweg RS1

Wir verlassen den Radschnellweg RS1 in Höhe der Camera Obscura und folgen der ausgeschilderten Route des Ruhrtalradwegs (flussaufwärts). Direkt an dem alten Wasserturms fahren wir durch das kleine Tor auf das Müga-Geländes und halten uns dann rechts, um am Ringlokschuppen vorbeizufahren.
Anschließend geht es kleine Steigung hoch zum Europa Pavilion. Hinter den Hecken auf der rechten Seite befindet sich ein Segment der ehemaligen Berliner Mauer.

Im weiteren Verlauf fahren über die Brücke und folgen dem Radweg über den Fossilienweg. Nach etwa 1 km fahren wir leicht links auf die langgezogene Holzbrücke, um die Straße Kassenberg zu überqueren. Endlich werden wir hier ans Ruhrufer geführt. Wir folgen dem Weg weiter und haben bald die Ruhr auf unserer linken Seite. Der Weg knickt an einem Hundeplatz nach rechts ab und nach Passieren des Hundeplatzes geht es nach links weiter. Vorbei an den Sportplätzen erreichen wir bald eine Wiese und biegen hier nach links ab, fahren über die kleine Eisvögelbrücke (wenn man geduldig ist, kann man diese kleinen Vögel hier auch beobachten) und folgen dem Radweg. Es geht wieder entlang der Ruhr. Wir folgen dem ausgeschilderten Radweg.Es geht unter der Straße hindurch und wir landen auf dem Ruhrdeich. Wir folgen dem Weg bis zur Straße, überqueren diese, und setzen die Fahrt auf dem Radweg auf gegenüberliegenden Seite in den Ruhrauen bis zum Reiterhof fort. Am Reiterhof geht es zunächst rechts, dann kurz links und wieder rechts in Richtung Wald.

Weg in Richtung Reiterhof – Ruhrtalbrücke

Hier biegen wir nach links ab in Richtung Ruhrtalbrücke, unterqueren diese, und setzen die Fahrt auf der ruhigen Straße bis zur Mintarder Kirche fort. Wir überqueren die Straße und fahren auf dem gegenüberliegenden Radweg weiter in Richtung Kettwig. In Kettwig angekommen, nutzen die Brücke zur Überquerung der Ruhr. Unmittelbar hinter der Brücke biegen wir rechts in Richtung der alten Eisenbahnbrücke ab und fahren weiter am Ufer entlang in Richtung Essen-Werden.

Eisenbahnbrücke in Essen-Kettwig

Auf dem Uferradweg passieren wir unter anderem den alten etwas versteckt liegenden Kattenturm. Nach 4 Kilometern entlang der Ruhr (am Restaurant 12 Apostel) biegen wir links ab und folgen dem ausgeschilderten Radweg „Wasserroute“. Die Wasserroute ist an den entsprechend markierten Schilder erkennbar und häufig auch durch blau markierte Quadrate auf dem Boden. Zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Beschreibung war der Radweg leider nach über Kreuzung der Eisenbahnlinie durch eine Baustelle blockiert.

Startpunkt Wasserroute – oft wird der Weg durch solche blaue Quadrate markiert.

Es gibt eine ausgeschilderte Umleitung, leider führt diese den relativ steilen Schuirweg hinauf. Es ist etwas anstrengend, aber nach einiger Zeit haben wir es geschafft. Die Abzweigung auf die regulären Weg ist leider nicht ausgeschildert, daher biegen wir in die Straße Walleney nach rechts ab und kurz danach sofort wieder links. Auf der rechten Seite liegt übrigens die sehr interessante Sternwarte Walter Hohmann.
Doch wir folgen dem weiteren Verlauf der Walleneyer Straße bis wir bei der Essener Station des Deutschen Wetterdienst auskommen. Kurz danach treffen wir wieder auf eine Hauptstraße. Wir überqueren die Straße und folgen dem Radweg nach rechts. Nach etwa 350m führt ein kleiner Radweg links an Gärten vorbei bis zur der A52-Ausfahrt Essen Haarzopf. Wir überqueren die Straße an der Ampel und fahren weiter geradeaus bis zur nächsten Kreuzung. Dort passieren wir die Ampel, fahren aber direkt nach links weiter und folgen der ausgeschilderten Wasserroute.

Wetterradar – Deutscher Wetterdienst in Essen


Nach Überquerung der Autobahn sind es nur 200m und auf der linken Straßenseite beginnt ein neuer Radweg in den Wald hinein. Wir folgen weiter konsequent der ausgeschilderten Wasserroute.

Nach nach 2km geht es leicht nach rechts eine kleine Rampe herauf und wir wieder auf einen gut ausgebauten Radweg Grugatrasse der von Mülheim bis nach Essen Überruhr führt. Wir fahren hier links in Richtung des Mülheim Rhein Ruhr-Zentrums. Wir passieren das RRZ, unterqueren die A40 und nach weiteren 900m stoßen wir wieder auf die Frohnhauser Weg. Nach Überquerung der Straße und Weiterfahrt auf der gegenüberliegenden Seite treffen wir nach 300 Metern endlich wieder auf den Radschnellweg RS1.

Der Weg zurück in Richtung Mülheim Zentrum

Wer zurück zum Ausgangspunkt möchte, biegt hier einfach wieder nach links ab und fährt die ca. 6km zur Mülheimer Innenstadt.

Karte auf Google-Maps hier: RS1 – Ruhrtalradweg, Wasserroute – RS1

Link zu weiteren Fahrradtour-Empfehlungen