Vom Papierbild zur Computergrafik

Im Rahmen eines Zeichenworkshops zum Thema abstrakte Grafiken habe ich durch die Verwendung geometrischer Strukturen das folgende Bild mit Tinte und Bleistift gezeichnet:

Bleistift Zeichnung - abstrakte Muster

Beim Zeichnen kam mir die Idee, dass man diese geometrischen Figuren eigentlich auch gut mathematisch beschreiben und dann durch den Computer generieren lassen könnte. So habe ich mich an den Rechner gesetzt und probiert, den entsprechenden Programmcode zu formulieren. Auch bei diesem Bild spielt der Zufall im begrenzten Rahmen ein Rolle.

Computer-generiertes abstraktes Muster

Vom Papierbild zum Code – ein Experiment mit Form und Bewegung

Am Anfang stand eine kreative Blockade: Mit Ölkreide wollte mir zunächst keine passende Idee kommen. Erst der Impuls, das Medium zu wechseln, brachte Bewegung in den Prozess. Mit Acrylfarbe entstand daraufhin relativ spontan und schnell dieses erste Bild:

Abstraktes Bild - roter Kreis umgeben von Dreiecken

Ein roter Kreis bildet das Zentrum der Komposition. Um ihn herum verteilen sich zahlreiche schwarze Dreiecks- und Keilformen. Manche scheinen auf den Kreis zuzustreben, andere weisen von ihm weg. Dazwischen bleibt viel weißer Raum. Die reduzierte Formsprache, der starke Schwarz-Weiß-Kontrast und der einzelne rote Akzent verleihen dem Bild eine klare, und spannungsvolle Wirkung.

Ein Bild verändert sich

Bei einer späteren Weiterentwicklung kam die Idee auf, die einzelnen Elemente ähnlich wie in einem Stop-Motion-Film durch den Raum wandern zu lassen. Wie könnte das Bild aussehen, wenn sich die Dreiecke bewegen und ihre Positionen verändern?

abstraktes Bild - ein roter Kreis im Zentrum, umgeben von schwarzen Dreiecken

Das zweite Bild zeigt einen möglichen späteren Moment dieser gedachten Bewegung. Links neben dem roten Kreis ist zudem eine Art Barriere entstanden. Zugleich wirkt der Raum um das Zentrum freier. Die Dreiecke erscheinen weniger eindeutig auf den Kreis ausgerichtet – die ursprüngliche Ordnung hat sich verändert, ohne dass die grundlegenden Formen und Kontraste verloren gehen.

Aus Formen wird Programmcode

Mit etwas zeitlichem Abstand habe ich die beiden Bilder wieder aufgegriffen und versucht, ihre Dynamik mit Programmcode erfahrbar zu machen. Aus den statischen Kompositionen ist eine interaktive Animation entstanden, in der Zufall und Bewegung zusammenwirken.

Position und Größe der Dreiecke werden innerhalb eines festgelegten Rahmens zufällig bestimmt. Etwa die Hälfte der Dreiecke bewegt sich durch den Raum, während die übrigen ihre Position beibehalten. Über zwei Schieberegler lassen sich die Anzahl der Dreiecke und ihre Geschwindigkeit verändern.

Eine Änderung der Anzahl startet die Animation neu und erzeugt eine neue Konstellation. Mit dem Geschwindigkeitsregler lässt sich dagegen direkt in das laufende Geschehen eingreifen: Die Formen bewegen sich schneller oder langsamer, und das entstehende Bild verändert sich entsprechend.

So wird jede Ausführung zu einer eigenen Momentaufnahme. Es gibt keinen festgelegten Endzustand und keine einzige, endgültige Komposition. Stattdessen entstehen immer neue Anordnungen – mal dichter und spannungsvoller, mal offener und ruhiger.

Und hier ist das Ergebnis (bzw. über diesen Link in etwas größerem Format):

Meine Kunst im Folkwang Museum

Das hätte ich auch nicht gedacht, dass meine Kunstwerke es so schnell an die Wände des Folkwang Museums in Essen kommen. Heute war dort meine Premiere, yeah! Na ja, um es ein bisschen zu relativieren, ich habe an einem Tape-Workshop teilgenommen, der im Rahmen des Sommerfestes 2026 angeboten wurde. Und so habe ich spontan, die beiden folgenden Werke an der vorgegebenen Wand realisiert. Ob sie dort länger bestehen werden, würde ich bezweifeln. Aber zumindest habe ich sie hier als Foto verewigt.

Tape Art
Gläserner Würfel mit einer Pappseite – mz im Folkwang

Ruhr-Paddeln

Kurzmitteilung

Bei einer kleinen Paddeltour auf dem untersten Ruhrteilstück ist an der Ruhrmündung dieses Foto vom Rheinorange aus einer schönen Perspektive entstanden.

Rheinorange vom Wasser aus betrachtet

Rheinorange vom Wasser aus betrachtet

Poseidon wacht jetzt über den Duisburger Hafen

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Am 27. Mai 2016 wurde in feierlichem Rahmen die Großskulptur „Echo des Poseidon“ des Künstlers Markus Lüpertz auf der Mercatorinsel enthüllt. Den Auftrag für der Erstellung der Skulptur hat wohl der Chef der Hafengesellschaft Duisport per Handschlag an den Künstler erteilt und dafür soll ein sechsstelliger Betrag geflossen sein. Dies konnte man zumindest der berichtenden wdr – Lokalzeit entnehmen. Ich finde es interessant, dass der Geschäftsführer eines Unternehmen in Stadt- und Landesbesitz,scheinbar nach Gutdünken Kohle für Kunst ausgeben kann.

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Enthüllt wurde das Werk übrigens von Altkanzler Gerhard Schröder, und ich persönlich finde, der Poseidon könnte Schröder durchaus aus dem Gesicht geschnitten sein 😉

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Spotlight on Bucharest – 2015

teatrul_odeon_illumated_bucharest_two_statesIn der rumänischen Hauptstadt Bukarest wird vom 22.-26.April 2015 das erste Lichtfestival der Stadt veranstaltet. Ich hatte das Glück in der vergangenen Woche für einen Job in Bukarest zu sein und so war ein abendlicher Besuch des Festivals zu seiner Eröffnung nach Einbruch der Dunkelheit eine willkommene Abwechslung.

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Machmal muss Kunst einfach erklärt werden

gaenseoper… und zwar ganz offiziell vom Veterinäramt der Stadt Duisburg. Obwohl ich inzwischen zum zweiten Mal an der im Rahmen des Projekts ‚B1-A40 Die Schönheit der grossen Strasse‘ eingereichteten Gänseoper Station von Danica Dakic vorbeigekommen bin, habe ich dort noch kein Geschnatter vernommen. Läuft anscheinend nicht permanent durch, und wenn doch, dann wäre ein Hinweis des Künstlers bestimmt nicht falsch. Gibt es aber nicht. Offensichtlich haben aber schon besorgte Passanten, denen das Kunstwerk auch nicht ausreichend erklärt wurde, in der Zwischenzeit behördliche Hilfe gesucht:

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Invaders in Paris

space_invaders_eiffel_towerAnfang letzten Monats war ich nach ziemlich langer Zeit endlich einmal wieder in Paris. Dabei erinnerte ich mich an den Film „Exit through the giftshop“ des mittlerweile ja sehr bekannten Streetart-Künstlers Banksy. In dem Film gibt es unter anderem auch Bilder aus Paris und es wird gezeigt, wie Thierry Guetta als Protagonist und Kameramann des Films seinen Cousin Invader begleitet, um Mosaike der bekannten Computerspiel Figuren ins Stadtbild zu bringen. Bei meinem Parisbesuch habe ich daher einmal versucht, diese Figuren zu entdecken und ich denke, ich war dabei ziemlich erfolgreich. Hier ist meine Ausbeute: Weiterlesen →

Andy Warhol in Oberhausen

campbell_soupZur Zeit gibt es eine sehr interessante Ausstellung von Andy Warhol’s Werken in der Oberhausener Ludwig Galerie. Zufälligerweise hatte ich gerade erst vor einigen Tagen eine Andy Warhol Dokumentation auf DVD gesehen und war wirklich erstaunt, wie viele der dort herausgestellten Werke auch in der Oberhausener Ausstellung wiederzusehen waren. Vielleicht ist es aber auch nicht sonderlich verwunderlich, schließlich gibt es von Warhol’s Werken häufig viele Exemplare (in einer Serie).

Ein kurzen virtuellen Rundgang mit  Meike Allekotte, Kuratorin der Ausstellung, zu  einigen Höhepunkte der Ausstellung ist auch in der Mediathek der Ludwig Galerie als Video verfügbar.

Die Foto in diesem Bild habe ich übrigens selbst erstellt. Vor Jahren gab es einmal die Tomatensuppe als Angebot in einem deutschen Supermarkt. Ein bißchen mit Gimp aufmotzt, macht sich das Bild doch ganz gut, oder?

Die Ausstellung in Oberhausen ist noch bis zum 18.5.2014 zu besuchen.

Regen auf Zollverein?

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Im Rahmen der Ruhr Triennale hat das englische Studio rAndom International das Projekt Tower geschaffen. Fast direkt neben der Rolltreppe zum Besucherzentrum wurde ein etwa 25 Meter hoher Wasserfall installiert. Er scheint nicht ständig zu laufen, so dass sich immer wieder Besucher vor der Riesendusche erwartungsvoll sammeln, um mal wieder Regengepätscher zu hören. Vor der Installationen standen auch Regenmäntel bereit, die auch eine Besichtigung im Inneren der Wassersäule ermöglichen. Wobei sich bei den aktuellen Temperaturen einige auch in Badehose abgekühlt haben. Weiterlesen →