Heute im Rahmen des Rundgangs über den Bürgermarkt in der Mülheimer Altstadt in einem Hinterhof dieses große blaue Schaf entdeckt. Wieder ein Kandidat für die Serie Wildtiere im Ruhrgebiet.
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Urban Trail Mülheim: Eine Rundtour durchs Revierleben – mit Streetart, Klosteridylle und einem Geheimtipp am Ende
Im Frühsommer 2026 habe ich den Urban Trail Mülheim an der Ruhr gegen den Uhrzeigersinn erwandert. Noch ohne die offiziellen gelben Wegweiser, dafür mit einem GPS-Track im Navi und einer großen Portion Neugier. Was folgte, war ein perfekter Mix aus Stadt, Natur und Industriegeschichte – eine Wanderung, die beweist, dass das Ruhrgebiet viel mehr ist als seine Klischees.
Die Tour im Überblick
- Strecke: Rundwanderweg, ca. 12 km
- Dauer: 3 bis 4 Stunden (mit Pausen und kleinen Abstechern)
- Schwierigkeit: Leicht, durchgehend feste Wege
- Start & Ziel: Hauptbahnhof Mülheim an der Ruhr
- Besonderheit: Rundtour – ihr kommt bequem dort wieder an, wo ihr begonnen habt
- Mein Tipp: Lauft sie gegen den Uhrzeigersinn. Der Blick auf die Ruhr und die Altstadt entfaltet sich so am schönsten.
Start in der Bahnhofsnähe: Streetart statt Schotter
Der Trail beginnt unweit des Mülheimer Hauptbahnhofs. Schon nach wenigen Metern entdeckt man die ersten eindrucksvollen Streetart-Werke, die dem Urban Trail seinen Namen geben. Es geht ein kurzes Stück parallel zu den Gleisen, bevor die Route an einer vielbefahrenen Hauptstraße entlangführt. Keine Sorge – das ändert sich schnell.
Vom ehemaligen Café Commercial zum Radschnellweg RS1
Bald biegt der Weg ab und führt am ehemaligen Café Commercial vorbei, wo heute das Cafe Ccino ein neues Leben führt. Weiter geht es Richtung Rathausmarkt, wo ebenfalls ein kleines Café zum Verweilen einlädt. Doch wir steigen die Treppe zur alten Bahnbrücke hinauf – ein Stück des inzwischen legendären Radschnellwegs RS1. Der Ausbau dieses Vorzeigeprojekts stockt leider seit Jahren, was verwundert, wenn man bedenkt, welches Potenzial hier schlummert. Aber gut: Wir sind zu Fuß unterwegs und haben davon weniger Nachteile.
Über die Ruhr in die Müga
Auf der anderen Ruhrseite geht es hinab in den Stadthallengarten. Zumindest war das so, bevor aus unerfindlichen Gründen eine Renovierung für die IGA 2027 begann – zum Zeitpunkt meiner Wanderung eine Baustelle, die einen kleinen Umweg nötig machte. Über diesen Umweg gelangt man aber dennoch auf das ehemalige MÜGA-Gelände (Mülheimer Landesgartenschau). Links liegt das malerische Schloss Broich (ein kurzer Abstecher lohnt sich), rechts die ehemalige Mülheimer Volkshochschule, deren Sanierung die Stadtpolitik trotz erfolgreichen Bürgerbegehrens bislang verweigert.
Der Weg durch die Müga ist jedoch wunderbar gewählt: Ein bewachsener Bogengang führt vorbei an Brunnen und plätschernden Wasserläufen in Richtung der Camera Obscura – der größten ihrer Art weltweit. Wer hier die Vorführung im alten Wasserbehälter oben mitmacht, bekommt ein extrem eindrucksvolles Erlebnis geschenkt. Auf keinen Fall auslassen!
Von der Alten Dreherei zurück zur Ruhr
Nun geht es ein Stück auf dem RS1 bzw. parallel dazu zur Alten Dreherei, vorbei an der Mülheimer Feuerwache und der Hochschule Ruhr West. Oben auf der Duisburger Straße macht der Weg kehrt und führt zurück Richtung Ruhr. Dieser Abschnitt entlang des Flusses bietet einen herrlichen Blick auf die Mülheimer Innenstadt, den Wasserbahnhof und das Ruhr-Tal an sich. Zwischendurch kann man noch Blicke auf Häuserfassaden aus der Jahrhundertwende erhaschen, bevor der Weg auf einen ruhigen Spazier- und Radweg an der Ruhr mündet.
Hier liegt auch das FAIR1-HEiM, ein nachhaltiges Café, das sich für eine kurze Rast anbietet.
Dorf Saarn und das Kloster
Kurz darauf erreicht man das „Dorf Saarn“. Wer die Mülheimer Innenstadt in den letzten Jahren etwas vermisst hat, wird hier fündig: Die Geschäftsstraße hat mittlerweile mehr Flair und Angebote als die Innenstadt. Kleine Boutiquen, Cafés und Bäckereien laden zum gemütlichen Flanieren ein.
Die nächste Station ist das Kloster Saarn. Der Weg durch den Klostergarten und den Park ist so idyllisch, dass man fast vergisst, mitten im Ruhrgebiet zu sein. Im Klostercafe könnte man theoretisch den nächsten Kaffee-Pause einlegen – aber man kann ja nicht überall Halt machen. Tipp: Plant eure Pausen sorgsam, es gibt zu viele gute Gründe für einen Stopp!
Über das Wehr und die blaue Brücke
Hinter dem Kloster führt der Weg auf eine ehemalige Bahntrasse, die heute als Wander- und Radweg genutzt wird (auch Teil des Ruhrtal-Radweges). Zurück in den Saarner Auen geht es an der Ruhr entlang, bis das Kahlenbergwehr überquert wird. Wer sich an das Hochwasser des Jahres 2021 Jahre erinnert, dem dürfte die Geschichte der Moornixe ein Begriff sein – das alte Fahrgastschiff wurde damals durch das Wehr gezogen (YouTube). Heute erinnert das Wrack als Dekoration an einen Café-Bereich in Essen-Steele daran.
Nach der blauen Florabrücke geht es ein paar Höhenmeter nach oben. Von hier bietet sich ein erhabener Blick auf die zuvor durchwanderten Ruhrauen mit Saarn im Hintergrund – ein Moment, in dem man innehalten und das Revier von oben betrachten sollte.
Bismarckturm, Max-Planck-Institut und der Rosengarten
Mein GPS-Track führte mich ungewöhnlicherweise am alten Bismarckturm vorbei. Ob er inzwischen in der offiziellen Markierung enthalten ist, weiß ich nicht – aber es wäre ein Glücksgriff, denn der Turm ist eine der wenigen alten Landmarken der Stadt und definitiv sehenswert.
Danach geht es über Straßen zum Max-Planck-Institut für Kohlenforschung. Kurz darauf verläuft der Weg auf einem schmalen Grünstreifen, der in den Catho-Wenzel-Park leitet. Hier lohnt ein kleiner Abstecher in den Rosengarten. Wer genau hinsieht, entdeckt dort die abgerissenen Füße einer Statue, deren Originale wegen Diebstahlgefahr inzwischen in der Mülheimer Stadthalle untergebracht sind. Eine skurrile Geschichte – googelt einfach mal „Rosengarten Mülheim Statue“.
Weiter geht es durch die Freilichtbühne, wo im Sommer regelmäßig Open-Air-Konzerte und andere Kulturveranstaltungen stattfinden. Vorbei am Altstadt-Friedhof, auf dem auch Mitglieder berühmter Industriellenfamilien wie Stinnes und Thyssen ihre letzte Ruhe gefunden haben, schlängelt sich der Weg zurück in die Stadt.
Wallviertel und Ziel
Zum Schluss führt der Trail durch die alte Fachwerk-Altstadt und ins moderne Wallviertel mit seinen kleinen Cafes und Restaurants . Nach wenigen Schritten steht man wieder am Hauptbahnhof. Eine perfekte Rundtour, die keine langen Anfahrten oder komplizierte Rückfahrten nötig macht.
Meine persönlichen Highlights
- Camera Obscura – Die Vorführung im Wasserturm ist einzigartig und eines der bestgehüteten Geheimnisse der Stadt.
- Der Blick vom Kahlenbergwehr zurück auf Saarn und die Auen – Ruhrromantik pur.
- Der Rosengarten mit seiner skurrilen Statuen-Geschichte – typisch Mülheim, typisch Ruhrgebiet.
- Dorf Saarn – Wer hätte gedacht, dass man mitten im Pott so dörflich flanieren kann?
- Streetart am Start – Der Trail beginnt mit Kunst statt mit Anstrengung. Das setzt den Ton.
Praktische Tipps für eure Wanderung
- Navigation: Zum Zeitpunkt meiner Wanderung waren die gelben Wegweiser noch nicht montiert. Ladet euch den GPS-Track vorab auf euer Handy oder Navigationsgerät – dann läuft es sich stressfrei.
- Pausenplanung: Es gibt mindestens fünf gute Gründe für einen Stopp (Ccino, Camera Obscura, FAIR1-HEiM, Kloster-Café, Wallviertel). Plant also Zeit ein.
- Radweg RS1 und Ruhrtalradweg: Der Trail nutzt Teile des Radschnellwegs. Achtet auf Radfahrer, besonders an Wochenenden.
- IGA 2027: Der Stadthallengarten und Teile der Müga können noch bis 2027 Baustellen sein. Der offizielle Trail ist aber trotzdem gut begehbar.
Fazit
Der Urban Trail Mülheim ist keine anspruchsvolle Bergtour, sondern eine Geschichts- und Genusswanderung. Er verbindet auf kurzer Distanz Industriekultur, Klosteridylle, urbane Szene und Flussromantik. Dass Start und Ziel am gleichen Ort liegen, macht die Tour unkompliziert. Wer das Ruhrgebiet neu entdecken oder seine Heimat mit anderen Augen sehen möchte, sollte diesen Trail auf seine Liste setzen.
Link: Urban.Trail – Mülheims Zeit.Reise auf der Webseite der Ruhr Tourismus GmbH
Kanufahrt von Essen-Werden über Kettwig nach Mülheim an der Ruhr
Eine malerische Flusslandschaft, historische Orte und eine ruhige Atmosphäre – all das erwartet Kanufahrer, die sich auf eine abenteuerliche Tour von Essen-Werden über Kettwig nach Mülheim an der Ruhr begeben. Die Route entlang der Ruhr bietet sowohl Naturliebhabern als auch Kulturinteressierten eine einzigartige Möglichkeit, die grüne Seite des Ruhrgebiets vom Wasser aus zu erkunden.
Diese Tour ist eine Flußtour – point-to-point, das heißt man muss sich Gedanken machen, wie man ggf. zurück zum Ausgangspunkt kommt, wenn man dort beispielsweise sein Auto geparkt hat. Bei meiner Fahrt bin ich mit dem Luftkajak unterwegs gewesen und bin problemlos mit der S-Bahn vom Essener Hauptbahnhof zum Bahnhof Essen Werden gefahren. Von dort war es nur noch ein kurzer Fußweg zur Einsetzstelle an der Ruhr. Am Ende war es noch ca. 15 Minuten Fußweg vom der Aussetzstelle zurück zur Straßenbahn, die mich dann zurück zum Mülheimer Bahnhof gebracht hat.
Der Ausgangspunkt unserer Kanufahrt liegt im Essener Stadtteil Werden, der für seine historische Altstadt und die Stiftskirche St. Ludgerus bekannt ist. Nachdem wir das Kajak startklar gemacht haben und uns in die Ruhr eingelassen haben, beginnt unsere Reise flussabwärts in Richtung Kettwig.
Die Ruhr schlängelt sich durch eine idyllische Landschaft mit bewaldeten Ufern, Wiesen und kleinen Inseln. Das ruhige Gewässer bietet ideale Bedingungen für eine entspannte Kanutour. Während wir uns auf dem Wasser fortbewegen, werden wir von der sanften Strömung mitgetragen und können die beeindruckende Naturkulisse genießen.
Nach einiger Zeit passieren wir eine alte Eisenbahnbrücke und erreichen Kettwig, einen charmanten Stadtteil Essens am Flussufer. Die historische Altstadt von Kettwig ist geprägt von Fachwerkhäusern, engen Gassen und einem malerischen Marktplatz. Hier lohnt es sich durchaus, eine Pause einzulegen und die Atmosphäre des Ortes zu genießen. Man kann durch die verwinkelten Straßen schlendern, lokale Geschäfte erkunden oder in einem der gemütlichen Cafés am Flussufer eine Tasse Kaffee trinken.
In Kettwig ist ein Umtragen des Kajak erforderlich. Hierzu befinden sich auf der linken Seite vor dem Stauwehr Aus- und Einsetzstellen. Die auf dem Land zurückzulegende Entfernung beträgt geschätzte 200 Meter.
Gestärkt setzen wir unsere Kanufahrt fort und lassen Kettwig hinter uns. Die Ruhr führt uns nun weiter Richtung Mülheim an der Ruhr. Auf dem Weg dorthin passieren wir grüne Wiesen, die ikonische Mintarder Ruhrtalbrücke (die längste Stahlbrücke Deutschlands), und genießen ganz nebenbei die Natur ein. Vögel zwitschern in den Bäumen, und mit etwas Glück können wir die flinken – aber scheuen – Eisvögel entdecken, die immer mal wieder über der Wasseroberfläche flitzen. Oder man beobachtet einen der zahlreichen Graureiher, die am Ufer auf Beute lauern.
Mülheim an der Ruhr erwartet uns schließlich mit seiner einladenden Uferpromenade und den zahlreichen Sehenswürdigkeiten entlang des Flusses.
Die Kanufahrt von Essen-Werden über Kettwig nach Mülheim an der Ruhr ist nicht nur ein Naturerlebnis, sondern bietet auch eine spannende Perspektive auf die Geschichte und Kultur des Ruhrgebiets. Die Ruhr war einst ein bedeutender Industriefluss, der den Transport von Kohle und anderen Gütern ermöglichte. Heute ist sie renaturiert und bietet eine lebendige Wasserstraße für Freizeitaktivitäten wie Kanufahren.
Während unserer Fahrt haben wir die Möglichkeit, die industrielle Vergangenheit des Ruhrgebiets zu reflektieren und die Transformation zur grünen Region zu erleben. Die Flusslandschaft hat sich erholt, und entlang der Ufer finden sich immer mehr Naherholungsgebiete, Radwege und Spazierpfade.
Es ist ratsam, die Kanutour im Voraus zu planen und sicherzustellen, dass man über die erforderliche Ausrüstung verfügt.
Während der Kanufahrt sollten wir auch die Umwelt respektieren und darauf achten, dass wir keinen Müll hinterlassen. Die Ruhr und ihre Ufer sind ein wertvolles Ökosystem, das geschützt werden sollte, um zukünftigen Generationen die Möglichkeit zu geben, die Schönheit dieses Flusses zu genießen.
Eine Kanufahrt von Essen-Werden über Kettwig nach Mülheim an der Ruhr ist eine unvergessliche Reise durch die Natur und Kultur des Ruhrgebiets. Es ist eine Gelegenheit, dem Alltag zu entfliehen, die Seele baumeln zu lassen und die vielfältigen Facetten dieser faszinierenden Region zu entdecken. Ob man ein Naturliebhaber, ein Geschichtsinteressierter oder einfach nur auf der Suche nach Abenteuer ist – diese Kanutour hat für jeden etwas zu bieten. Also nehmen Sie Ihre Paddel in die Hand, steigen Sie in ein Kanu und lassen Sie sich von der Ruhr verzaubern.
Der Radschnellweg RS1 zwischen Mülheim und Essen
Im Jahr 2017 wurde der erste Teil des Radschnellweges RS1 zwischen Mülheim an der Ruhr und Essen eröffnet. Dabei handelt es sich um sehr gut ausgebauten Radweg, der schon heute die beiden Städte so gut wie kreuzungsfrei miteinander verbindet. Das erklärte Ziel des Projektes ist es, einen ingesamt gut 101 km langen Radschnellweg zu schaffen, der ausgehend von Duisburg die Städte des Ruhrgebiets bis nach Hamm verbindet. Weiterlesen
Radtour – Ruhrpott 3-Städte und 3-Flüsse Tour
Eine schöne Radtour durch das Ruhrgebiet, die zeigt wie grün unser Pott eigenlich ist und dabei jedoch auch spannende Einblicke in hier so typische Industriekultur gibt. Es ist eine Rundtour von ca. 43km Länge, so dass man an jeder Stelle eingesteigen kann und schließlich wieder an seinem Ausgangspunkt ankommt. Die Runde führt weitesgehend über reine Radwege und es gibt nur minimale Berührungspunkte mit dem regulären Autoverkehr. Die Tour führt in die drei Städte Duisburg, Oberhausen und Mülheim und gleichzeitig auch streckenweise entlang der drei klassischen Ruhrpott-Flüsse Rhein, Ruhr und Emscher. An zwei Stellen müssen Treppen überwunden werden und nur einmal (an der Mercatorinsel gibt es dafür eine Fahrradschiene zum Hochschieben, dafür muss jedoch über ein hüfthohes Tor gestiegen werden), man sollte also in der Lage sein, sein Fahrrad ein kurzes Stück tragen bzw. intensiv zu schieben. Alternativ kann man die Treppen bestimmt auch mit einem kleinen Umweg umfahren.
Es bestehen viele Möglichkeiten sich für ein Ruhepäusken oder Picknick. Auch bietet sich häufig die Gelegenheit, einen Abstecher in die industriekulturelle Vergangenheit oder Gegenwart zu machen. So werden auf der Strecke zahlreiche Attraktionen des Ruhrgebiets wie Duisburger Hafen, Landschaftspark Nord, Gasometer, Sealife, das Oberhausener Centro, die Meidericher Schleuse, das Rheinorange, die Slinky Springs to Fame Brücke gestreift.
Viele der Attraktionen auf der Strecke akzeptieren sogar die Ruhrtop Card, so dass auch deren Inhaber den Besuch der einen oder anderen Attraktion mit dieser Fahrradtour durch das westliche Ruhrgebiet hervorragend kombieren können.
Den GPS-Track der Strecke habe ich mit meinem Garmin Navigationsgerät aufgezeichnet und er kann hier unten kostenlos heruntergeladen werden (Rechte Maustaste – Speichern unter…), um ihn auf das eigene Navigationsgerät für die Tour zu speichern.
Download GPS-Track Ruhrgebiet 3-Städte-Tour
Karte:
Time in a can – Ausstellung in der Camera Obscura
Anfang Juli hatte ich die Ergebnisse meines ersten Solargrapie – Versuchs gepostet. An diesem Wochenende entdeckte ich dann im Mülheimer Medienhaus eher zufällig einen Hinweis auf die aktuelle Wechselausstellung in der Mülheimer Camera Obscura. Noch bis zum 31.10.2014 werden dort nämlich unter dem Titel ‚Time in a can‘ in bzw. unter der größten begehbaren Camera Obscura ausgesuchte Solargraphien des internationalen Fotoprojekts ausgestellt. Da die Fotowerke sich nun in unmittelbarer Nähe befanden, bin ich sofort dorthin, um sie in Augenschein zu nehmen.
Zu sehen gibt es wirklich faszinierende Bilder, auf denen – das ich muss ich zugeben – meistens vielmehr zu sehen ist, als meine Anfängerwerke vermuten lassen.
Ich bin sehr glücklich, dort sogar einen einen umfassenden Katalog zur Ausstellung bekommen zu haben. In ihm wird die Technik noch einmal ausführlich erklärt und es sind viele beeindruckende Solargraphien aus dem Tim in a can-Projekt abgebildet.
Motiviert durch die Bilder habe ich am Wochenende gleich mal wieder ein paar Filmdosen präpariert und in der Stadt platziert. Ich bin gespannt, ob es dieses Mal etwas besser klappt, … die Ergebnisse gibt es hier in einigen Monaten Belichtungszeit.
Q im Wasser
Heute endlich mal mein neues, aber schon altes Faltboot Bavaria Falcon auf der Ruhr ausprobiert. Diese Pfingsten ist das Wetter so warm, dass selbst die Kühe eine kleine Abkühlung in der Ruhr brauchten. Kann man eigentlich kaum glauben, dass es so idyllische Landschaften hier mitten im Ruhrpott gibt.
Klitschko im Rhein-Ruhr-Zentrum
Ein Blick hinter die Kulissen von Tengelmann
Am Samstag hatte das Mülheimer Unternehmen zum ersten Mal einen Tag der offenen Tür in seiner Mülheimer Zentrale veranstaltet, der dazu eindlud, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Der mehr oder weniger vorgegebene Rundgang führte zunächst durch das Bürogebäude in dem sich ein kleines Firmenmuseum mit einigen interessanten Ausstattungsgegenständen der tengelmann-Märkte befindet. Glanzstück der Ausstellung ist ein komplett eingerichtetes historisches Tengelmann’s Kaffee-Geschäft. Die Prominentenfotos an den Wänden im Gang zeugen davon, dass sich wichtige Besucher hier gerne in das Firmengästebuch eintragen. Auch Angela Merkel war auf einem der Bilder zu entdecken.
Bei dem Kaffee-Geschäft handelt es sich um einen detailgetreuen Nachbau eines Kaufmannsladens aus der Zeit zwischen 1915 und 1920.
Weiter führte das Weg vorbei an dem Pralineum, in dem zwei Mitarbeiterinnen handgefertigte Pralinen herstellen, durch das Mitarbeiterrestaurant über das Außengelände zum neuen Technikum. Der Vater des heutigen Unternehmenschefs, Erivan Haub, konnte wohl einmal angeschaffte Autos nicht mehr abgeben und so wurden sie in verschiedenen Hallen des Unternehmens abgestellt. Heute werden diese Fahrzeuge in dem 2012 erbauten Technikum gesammelt und ausgestellt. Die gut gepflegten Autos sind zum Teil wahre Hingucker, und wenn man sich die protzigen, gepanzerten Schlitten des Unternehmenschefs sieht, kann sich gut vorstellen, wie er sich vor seine Läden kutschieren ließ. Es gibt auch einige Exemplare des ersten Elektro-Serienfahrzeugs zu sehen, den Hotzenblitz. Mit einer Reichweite von 25km pro Batterieladung ist es kaum vorstellbar, wie man für diese Autos eine sinnvolle Anwendung gefunden konnte.
Insgesamt gab es einen interessanter Einblick hinter die Kulissen von Tengelmann, an Stellen, die der Öffentlichkeit normalerweise nicht zugänglich sind. Der klare Höhepunkt war das Technikum mit der sehr sehenswerten Oldtimer-Sammlung.
Die Macht ist zurück
Nachdem es bei Karstadt im Mülheimer Rhein-Ruhr-Zentrum im Juni diesen Jahres schon einmal Star-Wars Figuren aus Legosteinen zu bewundern gab, sind sie jetzt in der Vorweihnachtszeit wieder dort eingezogen. Insgesamt gibt es 16 dieser sehenswerten Filmfiguren zu bewundern. Sie befinden sich im obersten Geschoß auf der Sonderfläche zwischen Spielwaren- und Multimediaabteilung. Weiterlesen


























