Heute im Rahmen des Rundgangs über den Bürgermarkt in der Mülheimer Altstadt in einem Hinterhof dieses große blaue Schaf entdeckt. Wieder ein Kandidat für die Serie Wildtiere im Ruhrgebiet.
Schlagwortarchiv: Ruhrgebiet
Urban Trail Dortmund – Street Art, Industriekultur und die vielen Gesichter der Ruhrmetropole
Für den Urban Trail Dortmund habe ich mich wieder auf den GPS-Track von der offiziellen Webseite verlassen. Nach meinen Erfahrungen mit den teilweise noch fehlenden Markierungen bei den Trails in Gelsenkirchen und Hagen erschien mir das sinnvoll. Und tatsächlich: Auch in Dortmund waren die gelben Markierungszeichen nicht durchgehend vorhanden. Auf einigen Abschnitten waren sie gut zu erkennen, auf anderen fehlten sie jedoch. Ob die Markierung noch nicht komplett angebracht war oder der GPS-Track teilweise leicht von der ausgeschilderten Route abweicht, konnte ich nicht feststellen. Mit dem GPS-Track war die Orientierung jedenfalls problemlos.
Ich bin am Dortmunder Hauptbahnhof gestartet und die Runde im Uhrzeigersinn gelaufen. Höhenmeter spielen bei dieser Tour praktisch keine Rolle. Dafür bekommt man einen ziemlich intensiven Eindruck von der Stadt – und insbesondere von den Veränderungen, die der Strukturwandel in Dortmund hinterlassen hat.
Auftakt am Dortmunder U
Vom Hauptbahnhof führt der Trail zunächst in Richtung des Dortmunder U, das sich längst zu einer der bekanntesten Landmarken der Stadt entwickelt hat.
Direkt an der Rückseite des markanten Gebäudes wartet bereits ein erstes Highlight für Street-Art-Fans: eine große Hall of Fame, an der Graffiti- und Street-Art-Künstler legal ihre Werke anbringen können. Der große Vorteil gegenüber illegalem Sprühen: Hier haben die Künstler Zeit, ihre Motive sorgfältig und aufwendig umzusetzen. Entsprechend beeindruckend sind viele der entstandenen Werke.
Ein kleiner Tipp am Rande: Wer am Ende der Hall of Fame kurz nach links schaut, entdeckt auch an den gegenüberliegenden Häusern einige große Murals. Sie liegen allerdings nicht direkt auf der offiziellen Trailroute.
Durch das Unionviertel
Nach dem Überqueren der Unionstraße geht es zunächst entlang eines längeren Wohnblocks, durch einige Höfe und einen kleinen Grünstreifen mitten im Stadtgebiet.
Dann erreichen wir das Unionviertel.
Das Quartier war lange Zeit stark vom Strukturwandel und damit verbundenem Leerstand geprägt. Inzwischen hat sich das Bild deutlich gewandelt. Wo früher Leerstände dominierten, findet man heute ein lebendiges und kreatives Stadtviertel.
Auch Street Art gehört inzwischen ganz selbstverständlich zum Straßenbild. Wer mit offenen Augen unterwegs ist, entdeckt immer wieder interessante Wandbilder und kleinere künstlerische Interventionen.
Der Westpark – grüne Oase mitten in der Stadt
Nach dem ersten urbanen Abschnitt geht es plötzlich ins Grüne.
Der Westpark ist trotz seiner Lage mitten in Dortmund eine erstaunlich ruhige Oase. Große Rasenflächen, alte Bäume und viel Platz machen ihn zu einem beliebten Erholungs- und Freizeitort.
Im Sommer finden hier regelmäßig Veranstaltungen statt. Besonders bekannt sind die Flohmärkte, die noch angenehm „old school“ daherkommen: wenig Neuwaren, dafür jede Menge Gebrauchtes, Kurioses und Überraschungen. Auch die Zahl der klassischen Imbissstände hält sich erfreulich in Grenzen.
Mein Tipp: Vor der Wanderung lohnt sich ein Blick in den Veranstaltungskalender des Westparks. Vielleicht lässt sich die Tour ja mit einer Veranstaltung verbinden.
Nach einem kurzen Abstecher in das angrenzende Stadtgebiet mit seinen Cafés und Restaurants führt der Trail noch einmal durch den Westpark und anschließend wieder mitten hinein ins Unionviertel.
Hier wartet auch eine kleine Überraschung: Der Weg führt durch einen unscheinbaren Hinterhof, in dem sich zahlreiche gesprühte Bilder entdecken lassen. Ein schönes Beispiel dafür, dass man bei einem Urban Trail immer wieder den Blick in Nebenstraßen und Hinterhöfe richten sollte.
Wenn Dortmund plötzlich rau wird
Nach der Überquerung der vielbefahrenen Rheinischen Straße verändert sich die Atmosphäre erneut.
Jetzt geht es in Richtung der industriellen Relikte Dortmunds – oder, etwas moderner ausgedrückt: Lost Places.
Direkt hinter den Bahngleisen führt der Weg rechts hinunter auf die Alte Radstraße. Alte, verwitterte Industriegebäude, rostige Unterführungen und überwucherte Flächen bestimmen nun das Bild.
Ich bin die Strecke an einem Samstagnachmittag gelaufen – und auf den nächsten Kilometern ist mir tatsächlich kein einziger anderer Mensch begegnet.
Inmitten dieser Kulisse kann dadurch durchaus ein etwas beklemmendes Gefühl entstehen. Obwohl überall Grün wächst, ist deutlich zu spüren, dass man sich hier in einem sich transformierenden Industrie- und Gewerbegebiet bewegt.
Lange Geraden führen uns schließlich in Richtung Hafen.
Dortmunds Hafen – Industrie trifft Moderne
Nach der Unterquerung der Mallinckrodtstraße fällt zunächst eine ungewöhnlich schwungvoll gestaltete Fahrradrampe ins Auge. Wir müssen sie allerdings nicht hinaufgehen, sondern bleiben auf dem unteren Weg.

Nach einer weiteren langen Gerade erreichen wir bald die Speicherstraße. Zunächst geht es jedoch noch über eine Brücke geht über die Bahngleise. Dabei bietet sich ein besonders schöner Blick auf das Alte Hafenamt.
Anschließend geht es über eine Treppe hinunter zur kleinen Promenade am Stadthafen.
Hier zeigt sich Dortmund wieder von einer ganz anderen Seite: Wasser, alte Speichergebäude, moderne Nutzungen und industrielle Relikte bilden ein ziemlich interessantes Stadtbild.
Entlang der Speicherstraße wechseln sich historische Gebäude mit neueren Nutzungen ab. Auch die hier ansässigen Unternehmen sind entsprechend vielfältig. Am Ende der Straße wartet erneut ein kleines Street-Art-Highlight.
Ein kleiner Umweg für Street-Art-Fans
Nach dem ehemaligen Kranbahngelände würde die offizielle Route über die Bülowstraße in eine Kleingartenanlage führen.
Ich bin an dieser Stelle allerdings von der offiziellen Wegführung abgewichen und stattdessen über das damals offenbar problemlos zugängliche, verlassene Gelände weitergelaufen.
Wichtig: Das war mein persönlicher Eindruck zum Zeitpunkt meiner Wanderung und ist keine Empfehlung, ggf. abgesperrte oder nicht öffentlich zugängliche Flächen zu betreten.
Der Grund für meinen kleinen Umweg war eine weitere lange legale Graffiti-Wand entlang der östlichen Seite des Geländes. Hier finden sich zahlreiche aufwendig gestaltete Werke von Sprayern aus der regionalen Street-Art-Szene.
Für mich hat sich der kleine Umweg definitiv gelohnt. Wer sich für Graffiti interessiert, sollte diesen Bereich auf jeden Fall im Hinterkopf behalten.
Endlich wieder Natur: der Fredenbaumpark
Nach dem industriell geprägten Abschnitt tut das Grün des Fredenbaumparks richtig gut.
Durch den dichten Baumbestand fühlt es sich stellenweise fast so an, als würde man durch einen Wald laufen. Der Trail führt auf verschlungenen Wegen rund um den Fredenbaumteich, an dem unter anderem Tret- und Ruderboote ausgeliehen werden können.
Anschließend geht es in Richtung Naturmuseum Dortmund.
Ein praktischer Hinweis für Kulturinteressierte: Der Eintritt in die Dauerausstellung war bei meiner Wanderung im Juni 2026 kostenlos. Das kann sich natürlich ändern, daher lohnt sich vor einem geplanten Besuch ein kurzer Blick auf die aktuellen Informationen.
Nach dem Museum führt der Trail noch ein Stück durch den Park, bevor wir am Fredenbaumplatz wieder auf stärker bebautes Gebiet treffen. Der Platz wird regelmäßig für Veranstaltungen genutzt und gelegentlich macht auch ein Zirkus hier Station.
Durch die Nordstadt zurück zum Hauptbahnhof
Ab jetzt wird die Umgebung wieder deutlich urbaner.
Der Trail führt geschickt durch verschiedene Grünbereiche und über quirlige Straßen mit Cafés, Restaurants und kleinen Geschäften zurück in Richtung Innenstadt.
Gerade dieser letzte Abschnitt macht noch einmal deutlich, wie unterschiedlich die Dortmunder Stadtteile sind. Von der Industriebrache über kreative Quartiere und den Hafen bis hin zu dicht besiedelten Straßen liegen auf dieser Wanderung teilweise nur wenige Kilometer.
Schließlich schließt sich die Runde wieder am Dortmunder Hauptbahnhof.
Fazit: Dortmund im Schnelldurchlauf
Der Urban Trail Dortmund hat für mich unter den bisherigen Ruhrgebiets-Trails eindeutig einen der höchsten Stadtanteile.
Wer eine Wanderung durch möglichst viel Natur sucht, ist hier eher falsch. Wer dagegen erleben möchte, wie vielfältig eine Ruhrgebietsstadt sein kann, bekommt eine ausgesprochen interessante Tour.
Man bekommt einen guten Eindruck von unterschiedlichen Dortmunder Vierteln und erlebt den Strukturwandel direkt vor Ort: aufwendig sanierte und neu genutzte Industriegebäude stehen neben verfallenen Brachen, kreative Quartiere neben traditionellen Wohnvierteln und moderne Entwicklungen neben den Relikten der industriellen Vergangenheit.
Mit dem Dortmunder U, dem Alten Hafenamt, dem Unionviertel, dem Westpark, Teilen der Nordstadt und dem Fredenbaumpark liegen außerdem einige Orte auf der Route, die für die unterschiedlichen Facetten Dortmunds geradezu exemplarisch sind.
Dazu kommen jede Menge Street Art und Graffiti. Wer aufmerksam unterwegs ist, kann dabei noch deutlich mehr entdecken, als die eigentliche Trailroute verspricht.
Höhenmeter? Praktisch keine. Abwechslung? Dafür jede Menge.
Für mich ist der Dortmunder Urban Trail deshalb vor allem eine gute Möglichkeit, Dortmund einmal nicht nur als Ausgangspunkt für eine Wanderung, sondern selbst als Wanderziel zu entdecken.
Link: Beschreibung der Tour mit GPS-Track und komoot-Link der RuhrTourismus GmbH.
Neuer Niedrigwasserstand in Duisburg Ruhrort
Da der Pegel des Rhein weiter kontinuierlich gefallen ist wurde jetzt mit 130 cm am Pegel Duisburg Ruhrort ein neuer Niedrigwert erreicht. Im dem ELWIS System wird für Duisburg Ruhrort zwar immer noch 153 cm als niedrigster bekannter Wasserstand mit Datum vom 23.10.2018 angegeben, doch wahrscheinlich werden diese statistischen Daten nur unregelmäßig in aktualisiert. An verschiedenen Orten im Hafen Duisburg Ruhrort habe am 16.8.2026 einige Videoaufnahmen zur Dokumentation des niedrigen Rheinpegels erstellt und in diesem Video zusammengeschnitten. Am Ende gibt es auch noch ein paar Aufnahmen vom 14.8.26 aus dem Innenhafen Duisburg, an diesem Tag lag der Pegel Ruhrort auch schon bei 130 cm.
Street Art Bochum – August 2026
Während der Wanderung auf dem Urban Trail in Bochum in der letzten Woche habe ich auch noch rechts und links nach Street Art und Graffiti in der Bochumer Innenstadt Ausschau gehalten. Nach der Tour ging es dann auch noch einmal kurz zur Ruhruniversität Bochum, um sehen welche Werke dort aktuell an den einschlägigen Stellen zu bestaunen sind. Die Sichtungen habe ich zur Dokumentation und ohne Kommentar in dem Video unten festgehalten, viele Pieces sind von Denis Klatt und Norbert 3000.
Urban Trail Bochum – Bergbau, Street Art und echtes Ruhrgebiet
Der Urban Trail Bochum ist diesmal keine Punkt-zu-Punkt-Wanderung, sondern ein klassischer Rundweg. Im Prinzip kann man an jeder beliebigen Stelle einsteigen. Da die Route auch den Bochumer Hauptbahnhof berührt, ist sie zudem hervorragend mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar.
Ich bin den Trail Anfang August 2026 vom Hauptbahnhof aus gegen den Uhrzeigersinn gelaufen. Den GPS-Track hatte ich auf mein Wander-GPS geladen und bin der vorgegebenen Strecke ziemlich genau gefolgt.
Die gelben Markierungszeichen waren bei meiner Wanderung bereits an vielen Stellen vorhanden, allerdings offenbar noch nicht vollständig. Ich würde deshalb auch hier empfehlen, zur Sicherheit mit GPS-Gerät oder einer Navigations-App wie komoot unterwegs zu sein. Den Track und die Route kann man über die unten verlinkte Seite von Ruhr Tourismus herunterladen.
Was mir auf dieser Tour besonders gefallen hat: Bochum zeigt sich hier nicht als perfekt herausgeputzte Sehenswürdigkeitenstadt, sondern als ziemlich authentische Mischung aus Bergbau- undd Stahlgeschichte, Stadtleben, Street Art, Parks, Arbeitersiedlungen und ganz normalem Ruhrpott-Alltag.
Vom Hauptbahnhof mitten hinein ins Stadtleben
Direkt nach dem Verlassen des Hauptbahnhofs geht es zunächst mitten hinein in die Bochumer Innenstadt. Die Fußgängerzone bietet dabei gleich eine große Auswahl an Cafés und Bäckereien. Wer vor der Wanderung noch ein Frühstück oder einen Kaffee benötigt, hat hier also die Qual der Wahl.
Am Dr.-Ruer-Platz biegt die Route ab und führt vorbei an der Pauluskirche zum Platz am Kuhhirten. Schon hier begegnet einem ein Thema, das mich auf der gesamten Tour immer wieder begleitet: Street Art.
Am Treppenabgang befindet sich ein Mural der Kölner Künstlerin metraeder, deren charakteristische Gitterstruktur man hier sehr gut erkennen kann.
Weiter geht es vorbei an St. Peter und Paul und am Gerberviertel in Richtung Nordring. Nach der Unterquerung der Bahnstrecke geht es über einige Stufen hinauf – und plötzlich steht man vor einem der markantesten Gebäude Bochums.
Planetarium: Eine Reise zu den Sternen
Das Bochumer Planetarium ist schon von außen beeindruckend. Der markante Kuppelbau wurde als Big Beautiful Building ausgezeichnet und beherbergt eines der meistbesuchten Sternentheater Europas.
Wer Zeit mitbringt, sollte die Gelegenheit nutzen und eine Vorstellung besuchen. Während einer Wanderung lässt sich zwar nur ein kurzer Blick auf das Gebäude werfen, aber der Gedanke, mitten in Bochum in fremde Galaxien reisen zu können, passt irgendwie perfekt zu diesem ungewöhnlichen Bau.
Die Route führt anschließend an der Bochumer Synagoge vorbei in den großen Stadtpark.
Stadtpark und Bismarckturm
Der Bochumer Stadtpark ist eine angenehme Überraschung. Die weitläufige Anlage mit alten Bäumen, Teich, Fontäne und kleinem Wasserfall vermittelt fast den Eindruck, die Großstadt sei plötzlich weit entfernt.
Bei meiner Wanderung im August 2026 wurde allerdings an mehreren Stellen gerade kräftig renoviert. Teilweise war nicht ganz klar, ob man die neu angelegten Wege bereits betreten durfte. Absperrungen oder ausdrückliche Verbotsschilder waren allerdings nicht zu sehen.
Ein markanter Punkt im Park ist der alte Bismarckturm. Mit seinen 33 Metern ist er der höchste Bismarckturm in Nordrhein-Westfalen.
Von dort führt der Weg am idyllischen Teich entlang und anschließend wieder hinaus in Richtung Freiligrathstraße.
Durch Schrebergärten zum Bergbau-Museum
Nach einigen sehenswerten alten Stadthäusern biegt die Route in eine typische Ruhrgebiets-Kleingartenanlage ab.
Ich mag solche Passagen bei Urban Trails besonders. Die Kleingärten sind eben nicht nur ordentlich angelegte Beete, sondern häufig kleine persönliche Welten. Zwischen Blumen, Gemüsebeeten und Gartenlauben entdeckt man immer wieder skurrile Dekorationen und witzig kreative Ideen der Besitzer.
Am anderen Ende der Anlage zeichnet sich bereits das nächste große Ziel ab: das markante Fördergerüst des Deutschen Bergbau-Museums.
Das Museum gehört zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten Bochums und ist das größte Bergbaumuseum der Welt. Besonders das Anschauungsbergwerk ist ein Erlebnis. Nach wenigen Minuten unter Tage entsteht tatsächlich das Gefühl, sich in einem echten Bergwerkstollen zu befinden.
Wer den Urban Trail mit einem Museumsbesuch verbinden möchte, sollte dafür allerdings entsprechend Zeit einplanen.
Bochum wird alternativ
Hinter dem Bergbau-Museum verändert sich die Umgebung erneut. Die Route führt in ein städtisches Viertel mit deutlich alternativem Einschlag.
Wir passieren unter anderem die Quartiershalle in der KoFabrik, die als offener Ort für die Nachbarschaft gedacht ist. An der Ecke zur Windmühlenstraße fällt ein gut besuchtes Café auf. Für eine Pause scheint mir das eine interessante Möglichkeit zu sein.
Anschließend geht es durch den Apollonia-Pfaus-Park und über kleinere Stadtwege vorbei am Gesundheitsamt und der Christuskirche zum Platz des Europäischen Versprechens.
Und wieder lohnt es sich, aufmerksam zu sein.
An der Fassade des Restaurants DeFermo befindet sich eine inzwischen etwas verwitterte Erinnerungstafel, die an eine frühe Braustätte Bochums erinnert.
Ein Manta-Rochen an der Schlegel-Brauerei
Nur wenige Meter weiter wartet ein besonders ungewöhnliches Bochumer Motiv: ein riesiger Manta-Rochen von Denis Klatt.
Das Gebäude gehörte einst zur Schlegelbrauerei. Der Manta ist dabei mehr als nur ein schönes Wandbild. Er spielt auch auf den legendären Opel Manta an – jenes Kultauto, das im Bochumer Opelwerk produziert wurde und durch den Film Manta, Manta! endgültig zum Ruhrgebiets-Klischee avancierte.
Hier treffen auf wenigen Quadratmetern gleich mehrere Bochumer Geschichten aufeinander: Bier, Autos, Industrie und Popkultur.
Street Art auf dem Weg zum Westpark
Die Route verlässt nun langsam das unmittelbare Stadtzentrum. An der Ecke Diekampstraße/Schmidtstraße befindet sich ein weiteres sehenswertes Mural von Martin Bender.
An der Alleestraße gibt es noch einmal Gelegenheit, Getränke oder Proviant einzukaufen. Außerdem finden sich entlang dieses Abschnitts einige Cafés.
Nach der Überquerung der Straße geht es leicht bergauf in den Westpark.
Industriekultur im Westpark
Der Westpark liegt auf dem Gelände des ehemaligen Bochumer Vereins, und hier ist nicht der Vfl gemeint, sondern ein ehemals bedeutender Montankonzern. Heute ist daraus ein großzügiger Landschafts- und Erholungspark geworden.
Im Mittelpunkt steht die Jahrhunderthalle Bochum.
Der Kontrast ist beeindruckend: Wo früher schwere Industriearbeit stattfand, finden heute Konzerte, Festivals und andere Kulturveranstaltungen statt. Der Urban Trail führt praktisch einmal um den Gebäudekomplex herum.
Man muss allerdings gar nicht viel Fantasie aufbringen, um sich vorzustellen, wie anders dieser Ort früher ausgesehen und angefühlt haben muss. Die erhaltenen Industriegebäude sind die sichtbaren Überreste einer Zeit, in der Bochum noch wesentlich stärker von Stahl und Schwerindustrie geprägt war.
Am Josef-Anton-Gera-Platz wartet dann schon wieder ein völlig anderes Motiv: ein riesiges Mural an einer Hauswand.
Arbeitersiedlung Stahlhausen
Nach einer weiteren Überquerung der Alleestraße führt der Weg in die ehemalige Arbeitersiedlung Stahlhausen.
Die roten Backsteinhäuser mit ihren teilweise auffälligen Fliesenverzierungen vermitteln einen guten Eindruck davon, wie die Wohnwelt der Arbeiter früher aussah.
Durch die Siedlung geht es über einen ungewöhnlich gestalteten Spielplatz weiter in Richtung Springerplatz. Besonders die Spielgeräte sind hier einen genaueren Blick wert.
Wer an einem Freitagnachmittag unterwegs ist, hat am Springerplatz zudem eine weitere attraktive Pausenmöglichkeit: Dann findet dort der Moltkemarkt statt, auf dem neben klassischen Marktangeboten auch zahlreiche Streetfood-Stände zu finden sind.
Ein Haus voller Street Art
An der Ecke Annastraße/Springerplatz wartet ein weiteres meiner persönlichen Highlights der Tour.
Ein komplettes Haus ist mit unterschiedlichen Murals gestaltet, die von verschiedenen Street-Art-Künstlern stammen. Ich würde hier nicht einfach vorbeilaufen, sondern das Gebäude einmal umrunden. Die unterschiedlichen Stilrichtungen und Techniken kommen erst richtig zur Geltung, wenn man die verschiedenen Seiten betrachtet.
Überhaupt entwickelt sich Street Art auf diesem Urban Trail zu einer Art rotem Faden. Fast hinter jeder nächsten Ecke scheint wieder ein neues Wandbild aufzutauchen.
Bermudadreieck: Bochums berühmtes Nachtleben
Im weiteren Verlauf geht es wieder Richtung Innenstadt. Vor uns taucht die ehemalige St.-Marien-Kirche auf, deren ungewöhnliche Form auf Fotos fast ein wenig an eine Rakete erinnert.
Direkt daneben liegt das Anneliese Brost Musikforum Ruhr.
Die Route führt anschließend über den Kerkweg direkt ins Bermuda3Eck.
Das berühmte Bochumer Ausgehviertel ist ein ziemlicher Kontrast zu den vorherigen Abschnitten. Statt Schrebergärten, Arbeitersiedlungen und Industrieanlagen gibt es hier Kneipen, Restaurants, Bars und jede Menge Menschen.
Wer eine Pause braucht, findet hier natürlich unzählige Möglichkeiten.
Und selbstverständlich darf auch ein Stück Ruhrgebietskultur nicht fehlen: die Currywurst – nicht zuletzt durch Herbert Grönemeyers musikalisch verewigt.
Mein Street-Art-Profi-Tipp
Wer etwas Zeit hat, sollte das Bermuda3Eck nicht einfach nur oberirdisch durchqueren. Ein Abstecher in die U-Bahn-Station Bermuda3Eck/Musikforum lohnt sich.
Die Station ist fast eine unterirdische Street-Art-Galerie. Die Arbeiten von Denis Klatt verwandeln den Bahnhof in eine bizarre Unterwasserwelt der Bermuda Islands. Für mich ist das eine der ungewöhnlichsten Stellen der gesamten Tour.
Ehrenfeld: authentisches Bochum
Nach dem Bermudadreieck geht es wieder unter der Bahnüberführung hindurch. Dahinter liegt die Königsallee, die spätestens seit Herbert Grönemeyers Bochum ebenfalls einen festen Platz in der Stadtkultur besitzt.
Die Route biegt allerdings in die Alte Hattinger Straße ab und führt in das lebendige Viertel Ehrenfeld.
Hier zeigt sich Bochum noch einmal von seiner sehr eigenen Seite. Große Wandbilder, kleine Läden, Gastronomie und eine teilweise etwas schräge Nachbarschaftskultur sorgen für eine Atmosphäre, die schwer zu beschreiben ist.
Manchmal grüßt sogar ein Skelett mit Frosch als Fensterstopper die vorbeilaufenden Passanten.
Auch hier gibt es zahlreiche Möglichkeiten für eine Pause oder einen spontanen Abstecher.
Noch einmal Street Art – wieder unter Tage
In Richtung Schauspielhaus kann man sich wieder entscheiden: oberirdisch weitergehen oder einen Teil des Weges durch die U-Bahn-Station nehmen.
Ich würde die zweite Variante zumindest einmal ausprobieren.
An den zur Königsallee gelegenen Abgängen zur U-Bahnstation Schauspielhaus befinden sich weitere große Sprühkunstwerke von Denis Klatt, diesmal thematisch passend zum Schauspielhaus.
Das Schauspielhaus Bochum selbst war während meiner Wanderung im August 2026 eingerüstet. Die Sanierung soll bald abgeschlossen sein. Momentan erinnerte das Gebäude deshalb eher an eine temporäre Christo-Installation – die ursprüngliche Architektur lässt sich aber erahnen.
Ein Pottwal zum Abschluss
Über die Taubenstraße geht es weiter durch Wohngebiet. Unterwegs wartet noch ein riesiges Rotkehlchen auf einer Hauswand.
Danach führt die Route durch einen neu angelegten Pocket-Park mit einigen Sitzgelegenheiten.
Und dann kommt das große Finale.
An einer Hauswand erscheint ein riesiger (Ruhr)Pottwal, unter dem eine Landschaft mit untergehenden Zechen dargestellt ist.

Das Mural greift damit noch einmal eines der zentralen Themen dieser Wanderung auf: die Verbindung von Natur, Stadt und industrieller Vergangenheit.
Von hier sind es nur noch wenige Schritte und eine letzte Unterquerung der Bahnstrecke – und schon steht man wieder am Bochumer Hauptbahnhof.
Fazit: Bochum einmal quer durch die Stadt
Der Bochumer Urban Trail hat mir ausgesprochen gut gefallen – allerdings aus einem etwas anderen Grund als beispielsweise die Tour von Herten nach Herne.
Hier steht weniger die große Landschaft im Vordergrund. Stattdessen entdeckt man die Stadt selbst.
Bergbau-Museum und Jahrhunderthalle erzählen von der industriellen Vergangenheit. Arbeitersiedlungen erinnern an das Leben der Menschen, die diese Industrie getragen haben. Das Bermuda3Eck und Ehrenfeld zeigen das heutige Bochum. Und dazwischen tauchen immer wieder überraschende Parks, Kleingärten, Cafés und vor allem jede Menge Street Art auf.
Gerade diese vielen kleinen Entdeckungen machen den Reiz der Strecke aus. Man sollte deshalb nicht versuchen, die gut 12 Kilometer möglichst schnell abzuwandern. Es lohnt sich, langsam zu gehen, nach links und rechts zu schauen und auch einmal einen kleinen Umweg zu machen.
Wer Bochum nicht nur über die großen Sehenswürdigkeiten kennenlernen möchte, sondern Lust auf ein authentisches, buntes und manchmal durchaus etwas schräges Ruhrgebiet hat, für den ist dieser Urban Trail eine sehr gute Gelegenheit.
Bergbau, Bier, Bermuda3Eck, Street Art, Arbeitersiedlungen, Industriekultur und ganz normaler Ruhrpott-Alltag – Bochum kann man auf dieser Runde tatsächlich ziemlich gut „erlaufen“.
Praktische Informationen
- Streckenart: Rundwanderung
- Start/Ziel: Bochum Hauptbahnhof
- Streckenlänge: entsprechend der offiziellen Route, GPS-Track empfohlen
- Anreise: sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln
- Navigation: Markierungen waren bei meiner Wanderung weitgehend vorhanden, aber noch nicht vollständig
- Empfehlung: GPS-Gerät oder Navigations-App mit geladenem Track
- Besondere Highlights: Planetarium, Stadtpark, Deutsches Bergbau-Museum, Jahrhunderthalle, Westpark, Bermudadreieck, Ehrenfeld und zahlreiche Street-Art-Werke
- Pausen: zahlreiche Cafés, Gastronomie und am Springerplatz freitags der Moltkemarkt
Link: Offizielle Routenbeschreibung bei RuhrTourismus
In diesem Video habe ich einige Eindrücke dieses Urban Trails im Bewegtbild festgehalten, ohne Kommentierung/Erläuterung:
Urban Trail Herten – Herne: Von Wasserschlössern, Zechen und der Halde Hoheward
Der Urban Trail von Herten nach Herne ist – wie schon die Wanderung in durch Oberhausen – eine Punkt-zu-Punkt-Wanderung. Start und Ziel liegen also nicht am selben Ort. Dafür sind beide Endpunkte gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden.
Bei meiner Wanderung in der ersten Augustwoche 2026 gab es allerdings noch eine Besonderheit: Der Trail war vor Ort noch nicht markiert. Wer die Tour derzeit nachwandern möchte, sollte sich deshalb unbedingt den GPS-Track herunterladen oder beispielsweise eine Navigations-App wie komoot verwenden (Links gibt auf der RVR-Seite)
Die offizielle Streckenlänge beträgt 13,7 Kilometer. Auf meiner Aufzeichnung standen am Ende rund 14,5 Kilometer auf dem GPS – vermutlich eine Mischung aus GPS-Ungenauigkeit und meinen diversen kleinen Abstechern zu interessanten Orten entlang der Strecke.
Überraschender Auftakt in Herten
Obwohl ich im Ruhrgebiet aufgewachsen bin, war ich tatsächlich zum ersten Mal in Herten. Die Anreise mit der S-Bahn-Linie 9 aus Richtung Essen verlief problemlos. Vom Bahnhof Herten (Westfalen) sind es nur wenige Schritte bis zum Busbahnhof in der Hertener Innenstadt, wo die Tour beginnt.
Mein erster Eindruck von Herten war überraschend positiv. Obwohl die Stadt nur etwa ein Drittel der Einwohnerzahl Mülheims hat, wirkte die Innenstadt auf mich erstaunlich lebendig. Auch die Auswahl und Qualität der Geschäfte machte einen guten Eindruck.
Ich dachte zunächst: Das wird wohl erst einmal eine Wanderung durch dicht bebautes Stadtgebiet.
Doch damit sollte ich mich gründlich täuschen.
Vom Rathaus direkt ins Grüne
Von der Einkaufsstraße sind es nur wenige Meter bis zum Hertener Rathaus. Eine Verbindungsbrücke zwischen den Rathausgebäuden bildet gleichzeitig eine Art Tor zum Schlosspark.
Und plötzlich ist die Stadt weitgehend verschwunden.
Ich fühlte mich unmittelbar wie in einem Wald und folgte den Wegen durch den überraschend weitläufigen Schlosspark. Schon bald erreicht man die Orangerie, ein kleines denkmalgeschütztes Gebäude, das heute für Veranstaltungen genutzt wird.
Auf der anderen Seite des Parks fällt bereits das Wasserschloss Herten ins Auge. Es wurde erstmals 1376 urkundlich erwähnt; die heute erhaltenen Gebäude entstanden im 16. und 17. Jahrhundert nach Entwürfen des Coesfelder Baumeisters Henric de Suer.
Der Weg führt am Schlossteich entlang, vorbei an der LWL-Klinik Herten und zur Festwiese. Hier lohnt sich unbedingt ein kurzer Abstecher zur eigentlichen Schlossanlage.
Eine ungewöhnliche Kunstachse
Anschließend geht es auf eine lange Gerade durch den Schlosspark und -wald. Hier befindet sich die Kunstachse „Burgenland“.
Auf einer Strecke von rund zwei Kilometern wurden am Wegesrand 15 künstliche Erdhügel aufgeschüttet. Auf acht davon sollenkleine, erstaunlich detailgetreue Miniatur-Zechengebäude stehen, ich habe bei meiner Wanderung nur zwei entdeckt.
Das Konzept verbindet auf ungewöhnliche Weise die beiden Welten, die diese Wanderung prägen werden: Schloss und Bergbau, Adel und Industriegeschichte. Die erhöht auf den Hügeln platzierten Zechenmodelle sollen dabei die einstige Machtposition der Industriellen symbolisieren.
Noch etwas Waldluft genießen – und schon ist es mit der Ruhe wieder vorbei.
Von der Straße zur Zeche Ewald
Der Weg trifft auf eine Landesstraße und führt zunächst ein kurzes Stück entlang stärker befahrener Straßen. Praktisch: Unterwegs kommt man jetzt auch an einem Discounter vorbei. Wer Getränke oder Proviant nachfüllen möchte, hat hier noch einmal Gelegenheit dazu.
Denn bald wird die Wanderung körperlich anspruchsvoller.
Nach der Autobahnunterführung taucht vor uns die ehemalige Zeche Ewald auf. Die ersten Gebäude und Fördergerüste kündigen das weitläufige Zechengelände schon von weitem an.
Die Zeche Ewald entstand ab den 1870er Jahren und wurde im April 2000 endgültig stillgelegt. Heute ist das Gelände ein gelungenes Beispiel für den Strukturwandel: In den historischen Gebäuden haben sich Unternehmen und Gastronomiebetriebe angesiedelt, außerdem wird das Areal als Veranstaltungsort genutzt.
Ich würde hier nicht einfach nur dem Trail folgen, sondern ein wenig kreuz und quer über das Gelände laufen. Es gibt viel zu entdecken.
Besonders markant sind der gemauerte Malakowturm über Schacht 1 sowie die Stahlfördergerüste über den Schächten 2 und 7. Hier lässt sich noch einmal sehr unmittelbar nachvollziehen, welche Dimensionen der Bergbau im Ruhrgebiet einst hatte.
Jetzt wird es anstrengend: Aufstieg zur Halde Hoheward
Hinter der Zeche beginnt der anspruchsvollste Abschnitt der Wanderung: Treppensteigen.
Vor uns liegt die Halde Hoheward. Mit 152,5 Metern über Normalhöhennull gehört sie zu den markantesten Landmarken des Ruhrgebiets. Aufgeschüttet wurde sie aus Material der Zechen Recklinghausen II, Ewald und General Blumenthal/Haard.
Der erste Treppenabschnitt hat es durchaus in sich: 132 Stufen führen hinauf zu einem ersten Aussichtsbalkon. Der Blick zurück auf das Zechengelände mit seinen Fördergerüsten ist bereits beeindruckend.
Aber wir sind noch lange nicht oben.
Weitere 77 Stufen und ein serpentinenartig verlaufender Weg bringen uns zur Ewald-Empore. Auch von hier bietet sich noch einmal ein leicht erhöhter Blick über die Umgebung.
Und spätestens jetzt verändert sich das Wandergefühl vollkommen.
Ruhrgebiet wie aus dem Gebirge
Oben auf der Halde habe ich tatsächlich fast das Gefühl, in einer Mittelgebirgslandschaft unterwegs zu sein. Die Baumgrenze wird durchbrochen, die Vegetation niedriger, die Wege verlaufen durch offene Landschaft und die Hitze der Augustsonne hat die Wiesen bereits goldgelb verfärbt.
Und dann dieser Blick.
Bei klarer Sicht reicht er über weite Teile des Ruhrgebiets – von Duisburg bis Dortmund und mit etwas Glück kann man sogar den Düsseldorfer Rheinturm erkennen. Unter einem liegt eine der am dichtesten besiedelten Regionen Deutschlands, und trotzdem wirkt die Landschaft von hier oben erstaunlich grün, weit und offen.
Das ist für mich einer der schönsten Momente dieser Tour: Man vergisst für einen Augenblick, dass man sich mitten im Ballungsraum Ruhrgebiet befindet.
Über die teilweise recht steile Haldenstraße geht es weiter zum höchsten Punkt.
Horizontobservatorium und Sonnenuhr
Auf dem Haldengipfel steht das weithin sichtbare Horizontobservatorium. Leider ist die Anlage noch immer abgesperrt.
Das hat einen guten Grund: Bereits wenige Tage nach der Eröffnung wurden Risse im Äquatorbogen festgestellt. In der Folge wurden schon zusätzliche Stützpfeiler installiert. Bis heute ist das Observatorium deshalb nicht regulär zugänglich.
Etwas unterhalb befindet sich ein weiteres beeindruckendes Bauwerk: die Sonnenuhr mit Obelisk. Die Anlage liegt auf rund 140 Metern Höhe und umfasst etwa 3.000 Quadratmeter. Der Edelstahl-Obelisk ist 8,5 Meter hoch.
Hier oben lohnt sich eine Verschnaufpause. Und dann beginnt der Abstieg.
Auf schmalen Pfaden zur nächsten Zeche
Der Abstieg ist fast das Gegenstück zum vorherigen Aufstieg. Statt breiter Wege und Treppen geht es nun über verschlungene, teilweise leicht bewachsene Singletrails wieder hinunter.
Fast am Fuß der Halde taucht plötzlich ein weiteres ungewöhnliches Objekt auf: ein stilisierter, asiatisch anmutender Drachenkopf.
Über die Drachenbrücke geht es anschließend zur ehemaligen Zeche Recklinghausen II. Hier sind noch das Fördergerüst und die Maschinenhalle erhalten.
Nach der langen Naturpassage bietet sich noch einmal die Gelegenheit, Industriekultur aus nächster Nähe zu erleben.
Vom Zechengelände an die Emscher
Anschließend führt der Urban Trail zunächst durch die Dreieck-Siedlung Hochlarmark. Hier stehen noch zahlreiche typische alte Zechenhäuser – Ruhrgebiet wie aus dem Bilderbuch.
Danach wird die Umgebung wieder deutlich städtischer. Besonders ins Auge fällt die Reformationskirche, eine asymmetrisch gestaltete, zweischiffige Backsteinkirche mit einem seitlichen, pyramidenbekrönten Turm.
Schließlich erreichen wir die Emscher.
Kaum ein anderer Fluss steht so exemplarisch für den Wandel des Ruhrgebiets. Einst als stark belastete „Köttelbecke“ bekannt, wurde die Emscher in einem jahrzehntelangen Großprojekt renaturiert und entwickelt sich heute wieder zu einem wichtigen Bestandteil der regionalen Landschaft.
Zeitreise Strom – ein echter Geheimtipp
Nach einem kurzen Stück entlang der Emscher geht es über eine Brücke in Richtung Stadthafen Recklinghausen. Zuvor muss allerdings noch die Bochumer Straße überquert werden.
Direkt auf der anderen Seite steht das imposante ehemalige VEW-Umspannwerk Recklinghausen.
Mein Tipp: Hier unbedingt einen Abstecher in das Museum „Zeitreise Strom“ einplanen.
Das denkmalgeschützte Umspannwerk beherbergt eine beeindruckende Sammlung zur Geschichte der Elektrizität und Energieversorgung. Besonders die Ausstellung in der ersten Etage fand ich sehenswert.
Und das Schöne daran: Man muss dafür gar kein Technikfan sein. Beim Anblick vieler ausgestellter Geräte fühlt man sich unweigerlich in die eigene Kindheit oder Jugend zurückversetzt. Für mich war das einer der überraschendsten Stopps der gesamten Tour.
Stadthafen und Rhein-Herne-Kanal
Nach dem kurzen Abschnitt entlang der Emscher führt der Weg über eine Brücke zum Stadthafen Recklinghausen. Das Wasser sorgt für einen erneuten atmosphärischen Wechsel.
Von hier geht es weiter am Rhein-Herne-Kanal entlang. Der Urban Trail nutzt dabei geschickt einen grünen Korridor zwischen verschiedenen Kleingartenanlagen oder Schrebergärten, wie man hier im Pott dazu sagt.
Wieder einmal zeigt sich die besondere Qualität dieser Tour: Man bewegt sich durch eine dicht besiedelte Region und hat trotzdem immer wieder das Gefühl, durch überraschend grüne Landschaften zu laufen.
Schloss Strünkede – ein herrschaftliches Finale
Nach dem Kanalabschnitt geht es noch einmal durch bebautes Gebiet, bevor das nächste Highlight auftaucht: der Schlosspark Strünkede.
Der Weg führt direkt in die Parkanlage und macht anschließend einen Schlenker entlang des Burggrabens.
Das kastellartige Wasserschloss Strünkede bildet einen geradezu herrschaftlichen Kontrast zu den Zechenanlagen und Halden, die uns zuvor begleitet haben. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts war das Schloss Sitz der freiherrlichen Familie von Strünkede. Seit 1938 beherbergt es die kultur- und stadtgeschichtlichen Sammlungen des Emschertal-Museums.
Und genau hier endet der Urban Trail.
Fazit: Ruhrgebiet in einer einzigen Wanderung
Die rund 14,5 Kilometer haben mir wieder ausgesprochen gut gefallen.
Was diese Tour für mich besonders macht, ist der ständige Wechsel der Landschaften und Themen. Sie beginnt an einem Wasserschloss, führt durch einen überraschend grünen Schlosspark, vorbei an Miniaturzechen und mitten durch die beeindruckende Industriekulisse der Zeche Ewald. Danach geht es hinauf auf eine riesige Halde, über deren Gipfel man einen fantastischen Blick über das gesamte Ruhrgebiet genießt.
Dann folgt der Abstieg durch naturnahe Wege, vorbei an einer ehemaligen Zeche, durch eine typische Bergarbeitersiedlung und entlang der renaturierten Emscher. Mit dem Umspannwerk und dem Stadthafen kommen weitere völlig unterschiedliche Facetten hinzu, bevor mit Schloss Strünkede noch einmal eine ganz andere Epoche der regionalen Geschichte auf dem Programm steht.
Industriekultur, Natur, Bergbau, Stadt, Wasser und Schlösser – diese Wanderung hat eigentlich alles, was das Ruhrgebiet ausmacht. Zudem ging es auf der relativ kurzen Strecke durch drei Städte, wo sonst ist das möglich?
Und genau deshalb kann ich den Urban Trail von Herten nach Herne uneingeschränkt empfehlen!
Neben den Fotos oben habe ich eine Eindrücke (ohne Kommentierung) auch als Video festgehalten:
Links:
Ruhr-Tourismus – Urban.Trail – Überraschender Drei.Städtetrip
Einige Eindrücke der Wanderung habe ich auch ohne Kommentare in diesem Video festgehalten:
Schon wieder eine Qualle in Bochum entdeckt
Urban Trail Oberhausen – Industriekultur, Halden und grüne Oasen
Der Urban Trail Oberhausen erzählt auf gut elf Kilometern, was das Ruhrgebiet ausmacht – Schwerindustrie und urbane Oasen, Trümmer und Blütenpracht, Geschichte und Gegenwart.
Der UrbnTrl. Oberhausen unterscheidet sich von vielen klassischen Rundwanderungen: Es handelt sich um eine Punkt-zu-Punkt-Tour. Der Start liegt am Oberhausener Hauptbahnhof, das Ziel in der historischen Arbeitersiedlung Eisenheim. Das ist jedoch überhaupt kein Nachteil – im Gegenteil. Beide Punkte sind hervorragend mit Bus und Bahn verbunden (Haltestellen Oberhausen Hauptbahnhof und Oberhausen Eisenheim), sodass man nach der Wanderung bequem wieder zum Ausgangspunkt oder zum eigenen Fahrzeug zurückkehren kann.
Ein ungewöhnlicher Start am Hauptbahnhof
Schon der Beginn der Tour hält eine kleine Überraschung bereit. Bevor es überhaupt richtig losgeht, lohnt sich ein Abstecher zu den Gleisen 4 und 5. Hier befand sich einst der Postbahnanschluss des Hauptbahnhofs. Nach dem Rückbau entstand an dieser Stelle ein frei zugänglicher Museumsbahnsteig des LVR-Industriemuseums. Zwischen alten Schienenfahrzeugen und Relikten der Schwerindustrie bekommt man bereits einen ersten Eindruck von der industriellen Vergangenheit Oberhausens.
Durch den Haupteingang des Bahnhofs führt der Weg zunächst vorbei am Berliner Park in den blütenreichen Grillo Park. Von hier eröffnet sich einer der schönsten Blicke auf das Oberhausener Rathaus. Das markante Gebäude verbindet Elemente des Backsteinexpressionismus mit dem Stil des Neuen Bauens. Gemeinsam mit den großzügigen Freitreppen, Terrassen und dem Park bildet es eines der eindrucksvollsten städtebaulichen Ensembles der Stadt.
Vom Stadtzentrum ins Grüne
Vorbei am denkmalgeschützten Ebertbad und dem Theater Oberhausen nähert sich die Route zunächst der vielbefahrenen Mülheimer Straße (B223). Kaum ist diese überquert, verändert sich die Atmosphäre schlagartig. Der urbane Charakter weicht immer mehr grünen Wegen, kleinen Parks und Kleingartenanlagen.
Unterwegs passiert man die Oberhausener Feuerwache und erreicht den Brücktorpark. Dort stößt man auf ein Stück fast vergessener Industriegeschichte: die Henkelmannbrücke. Zur Mittagszeit ließen hier früher die Frauen der Stahlarbeiter das Essen in sogenannten Henkelmännern – typischen Blechbehältern – an Seilen zu ihren Männern hinab. Eine einfache, aber eindrucksvolle Geschichte aus der Zeit der Hochindustrie.
Monte Schlacko – der höchste Punkt Oberhausens
Durch eine typisch ruhrgebietliche Schrebergarten erreicht man schließlich die Knappenhalde. Im Volksmund trägt sie den treffenden Spitznamen „Monte Schlacko“. Mit 102 Metern über NHN und rund 55 Metern über dem umliegenden Gelände ist sie die höchste Erhebung Oberhausens.
Profi-Tipp: Der ausgeschilderte Urban Trail führt nicht bis ganz auf den Gipfel. Ich würde den kleinen Umweg jedoch unbedingt empfehlen. Die Halde wird von ein 15 Meter hohen Aussichtsturm gekrönt, von dem sich ein großartiger Rundumblick über das westliche Ruhrgebiet eröffnet. Bei klarer Sicht erkennt man unter anderem den Gasometer, das CentrO und zahlreiche weitere Halden. Man weiß ja, wie man später wieder auf den Trail zurückfindet.
Auch die Entstehung der Halde erzählt Ruhrgebietsgeschichte: Sie besteht aus Abraum der ehemaligen Zeche Oberhausen, Hochofenschlacke der Gutehoffnungshütte und Trümmerschutt aus dem Zweiten Weltkrieg. Am Fuß der Halde lohnt außerdem ein Blick auf einige ungewöhnliche Kunstwerke, die unter Namen wie Industrietempel oder Eisenschaffende Industrie bekannt sind.
Auf den Spuren der Zeche Oberhausen
Von der Halde führt der Weg über das Gelände der ehemaligen Zeche Oberhausen. Das heutige Resonanzwerk war einst eine Werkstatt der Zeche, während das Hostel Veritas im früheren Pförtnerhaus untergebracht ist.
Anschließend folgt die Route der ehemaligen HOAG-Bahntrasse. Wo früher Güterzüge unterwegs waren, verläuft heute ein ruhiger Rad- und Wanderweg durch überraschend viel Grün. Entlang des renaturierten Läppkes Mühlenbachs erreicht man schließlich das Besucherzentrum Haus Ripshorst.
Das RVR-Besucherzentrum Haus Ripshorst ist der ideale Ort für eine Pause. Im historischen Gutshof, dessen Geschichte bis ins 14. Jahrhundert zurückreicht, gibt es nicht nur Kaffee und Snacks, sondern auch eine Ausstellung zum Emscher Landschaftspark. Im Außenbereich locken Bauerngarten und ein Lehrbienenstand – perfekt um durchzuatmen, bevor die Tour weitergeht.
Zauberlehrling, Marina und Rhein-Herne-Kanal
Nur wenige Minuten später wartet eines der bekanntesten Fotomotive der Region: der tanzende Strommast „Zauberlehrling“ der Berliner Künstlergruppe inges idee. Der scheinbar zum Leben erwachte Hochspannungsstrommast gehört zu den ungewöhnlichsten Kunstwerken des Ruhrgebiets.
Von dort folgt der Urban Trail dem Rhein-Herne-Kanal bis zur Marina Oberhausen, dem gut frequentierten Yachthafen direkt am CentrO. Vorbei am Sea Life führt die markante Tausendfüßlerbrücke auf die andere Kanal- und Autobahnseite. Mit Blick auf den Gasometer gehört dieser Abschnitt zweifellos zu den schönsten der gesamten Wanderung.
OLGA-Park – Wo Klärbecken zu Fotomotiven werden
Anschließend gelangt man über das ehemalige Klärbecken der Zeche Osterfeld in den OLGA-Park. Der Weg mitten durch das riesige Becken bietet eine außergewöhnliche Perspektive und ist ein beliebtes Fotomotiv.
Der Park selbst entstand auf dem Gelände der ehemaligen Zeche Osterfeld und verbindet Industriekultur mit großzügigen Grünflächen. Am gegenüberliegenden Eingang ist noch das Fördergerüst erhalten geblieben.
Profi-Tipp: Wer einen kleinen Umweg zum Fördergerüst investiert, wird mit einer einzigartigen Sichtachse auf den Gasometer belohnt. Zudem kann man die ehemalige Kohlenmischhalle mit ihrem markanten achteckigen Pyramidendach aus der Nähe betrachten.
Auch der 16 Meter hohe Aussichtsturm des Parks bietet noch einmal einen weiten Blick über Oberhausen.
Ziel: Die historische Siedlung Eisenheim
Nach dem Verlassen des OLGA-Parks führt der Weg zurück in bewohntes Stadtgebiet. Vorbei am Katholischen Jugendwerk und einer benachbarten Moschee erreicht man schließlich die Siedlung Eisenheim.
Sie gilt als älteste Arbeitersiedlung des Ruhrgebiets und war zugleich die erste Arbeitersiedlung Deutschlands, die vollständig unter Denkmalschutz gestellt wurde. Zahlreiche Informationstafeln erzählen ihre Geschichte. Zwischen den liebevoll restaurierten Häusern fühlt man sich fast wie auf einer kleinen Zeitreise in die Anfänge der Industrialisierung.
Ein besonderer Abschluss
Bevor die Wanderung an der Haltestelle Eisenheim endet, lohnt sich noch ein letzter kurzer Abstecher zur Ecke Eisenheimer Straße/Wesselkampstraße. Dort befindet sich der Blaue Turm der vielen Bücher mit dem Garten der Dichter, auch Tonino-Guerra-Park genannt.
Das außergewöhnliche Gebäude beherbergt die Bibliothek und Arbeitsräume des Autorenehepaars Roland und Janne Günter. Der Garten wurde vom Künstler Herman Prigann gestaltet und bildet einen ebenso ungewöhnlichen wie stimmungsvollen Abschluss dieser abwechslungsreichen Wanderung.
Fazit
Der Urban Trail Oberhausen ist keine Wanderung für Bergsteiger, sondern für Entdecker. Er zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig das Ruhrgebiet sein kann. Auf kaum einer anderen Wanderung wechseln sich Industriekultur, Halden, historische Arbeitersiedlungen, Parks, Bahntrassen, Kanäle und moderne Freizeitlandschaften so harmonisch ab. Gerade diese Mischung macht den besonderen Reiz der Tour aus. Im Vergleich zu den anderen Trails führt der Weg an wenigen Einkehrmöglichkeiten vorbei, es sei denn man baut noch einen kleinen Umweg zum Oberhausener CentrO ein, wo es wirklich alles gibt, was man sich wünschen könnte. Die gut 11 km haben wir sehr gut, inklusiver kleiner Umwege und einer Pause, in etwa 3 Stunden absolviert.
Wer Oberhausen einmal abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten entdecken möchte, findet hier eine Wanderung, die Geschichte, Natur und Strukturwandel auf besonders abwechslungsreiche Weise miteinander verbindet.
Rekord-Niedrigwasser im Rhein – Eindrücke aus Duisburg
Der Hitzesommer 2026 mit zudem sehr geringen Niederschlägen lässt die Wasserstände in den Flüssen auf neue Extremwerte fallen. Es ist schon sehr trauig anzusehen, wie auch die Natur drumherum offensichtlich leidet. Und was machen unsere Politiker? Sie fördern noch weiterhin die Gasindustrie, anstatt schnellstens die regenerativen Energiequellen in Kombination mit Stromspeichern konsequent auszubauen.
Am 1. August 2026 wurde der niedrigste bekannte Wasserstand des Rheins am Pegel Ruhrort von 153cm am 23.10.2018 unterschritten.
Daher habe ich mir den Rhein in Duisburg am 4.8.2026 bei ein Pegelstand von 149cm am Pegel Ruhrort angesehen und bin dafür verschiedenste zugängliche Stellen mit dem Fahrrad angefahren. Dazu gehören das Hafengebiet in Ruhrort, das Rheinorange, die Brücke der Solidarität, der Eisenbahnhafen, das Schulschiff Rhein, der Hafen Mevissen, der Rheinpark und der Duisburger Innenhafen. Die Eindrücke habe ich diesem Video (ohne Stimme) mit dem Rohmaterial zusammengestellt:
UrbnTrls. im Ruhrgebiet
Auf meiner üblichen Radtour von Mülheim in Richtung Rhein-Herne-Kanal entdeckte ich irgendwann Anfang März 2026 ein auffälliges gelbes und ein bißchen kryptisch wirkendes Schildchen mit einem stilisiert geschwungenem UT und dem Hinweis URBN TRLS.
Es war schnell zu erkennen, dass hier die Vokale weggelassen wurden und es sich dann zu Urban Trails erweitern sollte. Zuhause habe ich etwas recherchiert und recht schnell die Seite des Regionalverbands Ruhr bzw. Tourismus Ruhr ausfindig gemacht.
Dort werden die Wanderungen in städtischen Gebiet also beschrieben, inklusive herunterladbaren GPS-Daten, Links zu Komoot und einigen Fotos. Da sich die Tourenvorschläge recht interessant anhörten und auch zu vielen sehenswerten Attraktionen im Ruhrgebiet führen, habe ich dann kurzerhand beschlossen, diese Wanderungen ebenfalls in den bevorstehenden Wochen eine nach der anderen nachzulaufen.
Ich folgenden bzw. auf den detaillierten Tourenseiten stelle ich daher meine Eindrücke dar, so wie ich die Wanderungen im dicht besiedelten Ruhrgebiet erlebt habe. Vorweg: es sind wirklich sehr schöne Routen, die eine herrliche Kombination aus städtischen Ruhrgebietscharme, Industriekultur und den grünen und hügeligen Seite des Region zeigen. Die ruhrgebietstypischen Halden und Fördertürme dürfen dabei natürlich auch nicht fehlen.
Hier meine detaillierten Tourenberichte:
Die erste Tour war dann Anfang Mai 2026 der UrbnTrl. in Oberhausen.
Gefolgt von dem Urban Trail in Mülheim Ende Mai.
Den Urbn.Trl in Gelsenkirchen bin ich Anfang Juni gelaufen.
Nur wenige Tage bin ich dann in Dortmunds Sub.KulTour eingetaucht.
Anfang Juli 2026 wanderte ich den Urban Trail in Hagen.
Anfang August wurden dann die Wanderung von Herne nach Herten veröffentlicht, den ich auch unmittelbar angegangen bin, jedoch in umgekehrter Laufrichtung.
Der Urban Trail in Bochum sollte nur ein paar Tage später folgen.
Mitte August habe ich dann mit dem Duisburger Kunst.Weg den letzten der bis dahin veröffentlichten Trails absolviert.
Ich hatte mir dazu jeweils die GPS-Tracks heruntergeladen und auf mein Wandernavi übertragen, was sich als sehr nützlich herausgestellt hat, da die Markierungen nicht überall gleich zuverlässig bzw. in Mülheim zu meinem Wanderzeitpunkt noch gar nicht vorhanden waren. Daher würde ich sehr empfehlen eine elektronische Möglichkeit zur Routenüberprüfung in der Hinterhand zu haben, also entweder GPS-Track, Komoot oder einfach nur Google-Maps über die Webseite des RVR.
Generell kann man die Wege wohl in beide Richtungen gehen, jedenfalls ist mir bei meinen Wanderungen aufgefallen, dass – bei vorhandener Markierung – diese in beide Richtungen vorhanden war. Man kann sich also frei entscheiden,wo und in welche Richtung man sich vom startet.
Wer eine unabhängige Zweitmeinung zu den Trails haben möchte, kann ja auch einmal Wanderrattes Blog weiterlesen, sie haben auch bereits zu vielen der Urban Trails im Ruhrgebiet geschrieben.







































