Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen eröffnet: Das erwartet Besucher im neuen Freizeitpark am CentrO

Dieser Artikel ist keine bezahlte Werbung – sondern beschreibt die Eindrücke meines ersten Besuches des Eröffnungstag am 22.7.26.

Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen hat am 22. Juli 2026 offiziell eröffnet. Nach einer kurzfristigen Verschiebung des ursprünglich geplanten Eröffnungstermins konnten die ersten Besucher heute endlich das neue Freizeit- und Ausflugsziel direkt am Westfield CentrO Oberhausen erkunden.

Eingang Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen

Das neue Erlebnis-Dorf ist das achte Karls Erlebnis-Dorf in Deutschland und gleichzeitig der erste Standort in einer Großstadt. Mit seiner Mischung aus Fahrgeschäften, Restaurants, Schaumanufakturen und einer großen Markthalle dürfte es sich schnell zu einem beliebten Ausflugsziel für Familien im Ruhrgebiet entwickeln.

Große Besucherzahlen bereits am Eröffnungstag

Schon lange vor der offiziellen Öffnung der neuen Karls Manufakturen-Markthalle um 11:00 Uhr bildete sich eine mehrere hundert Meter lange Warteschlange. Zahlreiche Familien mit Kindern warteten geduldig auf den Startschuss, um das neue Erlebnis-Dorf als Erste zu entdecken.

Menschenschlange am Eröffnungstag von Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen

Trotz der offiziellen Eröffnung waren auf dem Gelände noch letzte Arbeiten zu beobachten. Im Hintergrund standen weiterhin Handwerkerfahrzeuge, vereinzelt fuhren noch Bagger über das hintere Gelände und einige Bereiche waren auch noch nicht vollständig in Betrieb. So waren beispielsweise das Curryversum mit der Erdbeer-Bratwurst sowie das Kuddel-Muddel-Café am Eröffnungsvormittag noch nicht vollständig geöffnet.

Bagger im Hintergrund immernoch aktiv

Erster Bauabschnitt für rund 45 Millionen Euro

Nach Angaben des Betreibers umfasst der erste Bauabschnitt rund 46.000 Quadratmeter. Dafür wurden etwa 45 Millionen Euro investiert.

Die unmittelbare Anbindung an das Westfield CentrO Oberhausen, eines der größten Einkaufs- und Freizeitzentren Deutschlands, macht den neuen Standort besonders attraktiv. Shopping und Freizeit lassen sich hier künftig ideal miteinander verbinden.

Liebevoll gestaltete Erlebniswelt rund um Erdbeeren, Bauernhof und Handwerk

Schon beim Betreten des Geländes fällt die aufwendige Gestaltung auf. Das gesamte Erlebnis-Dorf ist mit viel Liebe zum Detail dekoriert und verbindet die Themen Erdbeeren, Bauernhof, Landwirtschaft und traditionelles Handwerk.

Erdbeer-Marmeladen Küche

Ein echter Blickfang befindet sich in der großen Manufakturen-Markthalle. Dort steht nach Angaben von Karls vermutlich die größte Kaffeekannen-Sammlung der Welt. Laut Informationstafel umfasst die Ausstellung inzwischen mehr als 23.000 Kaffeekannen und dürfte damit einzigartig sein.

Kaffeekannen Sammlung - Weltrekord

Diese Attraktionen bietet Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen

Vor allem Familien mit Kindern finden zahlreiche Attraktionen. Zu den Highlights gehören unter anderem:

  • Erdbeer-Wendelrutsche
  • Stabmixer-Freifallturm
  • Pipi-Kaka-Land
  • Go-Karts
  • Bumper Cars
  • Wasserspielplatz
  • kostenfreies Indoor-Tobeland
  • Erdbeer-Döner

Eine besondere Idee ist die Maisscheune. Statt eines klassischen Bällebades können Kinder hier durch unzählige Maiskörner wühlen und spielen – ein außergewöhnliches Erlebnis, das man so nur selten findet.

Maisscheune in Karls Erlebnis-Dorf Oberhausen

Schaumanufakturen bieten spannende Einblicke

Zu den beliebtesten Bereichen dürften die gläsernen Schaumanufakturen gehören. Besucher können hier live beobachten, wie bunte Bonbons, frisches Popcorn und weitere Leckereien hergestellt werden. Ebenso gibt es eine Kreativwerkstatt, in der man selbst aktiv werden kann. Ich habe zum Beispiel zu bemalende Keramik entdeckt.

Besonders beliebt ist außerdem die Marmeladenküche. Dort wird täglich frische Erdbeermarmelade aus originalen Karls-Erdbeeren direkt vor den Augen der Besucher gekocht.

Karlchen sorgt täglich für Unterhaltung

Das Karls-Maskottchen Karlchen gehört selbstverständlich ebenfalls zum neuen Standort. Mehrmals täglich finden Shows und Mitmachaktionen statt, bei denen insbesondere Kinder auf ihre Kosten kommen.

Eintritt kostenlos – Fahrgeschäfte separat buchbar

Der Eintritt in das Erlebnis-Dorf ist derzeit kostenlos. Für die Fahrgeschäfte und Erlebnisse ist jedoch zu zahlen. Dafür stehen überall auf dem Gelände Zahlautomaten bereit. Es gibt jedoch auch Tageskarten und Jahreskarten wählen, welche aus meiner Sicht den meisten Nutzen bringen und angemessen bepreist sind.

Ein Vorteil der Jahreskarten: Sie gelten nicht nur in Oberhausen, sondern können auch in allen anderen Karls Erlebnis-Dörfern genutzt werden.

Preise in den Restaurants

Auch gastronomisch setzt Karls auf eine Mischung aus klassischen Gerichten und kreativen Erdbeer-Spezialitäten.

Erdbeer Döner Bude

Die Preise bewegen sich auf einem Niveau, das mittlerweile in vielen Freizeitparks oder Ausflugslokalen üblich ist. Beispiele (Stand: Juli 2026):

  • Erdbeer-Döner: 9,50 Euro
  • Currywurst-Menü: 8,40 Euro
  • Kringelpommes: 3,90 Euro
  • Cappuccino: 3,50 Euro
Currywurst & Erdbeer Bratwurst Bude

Fazit: Eine Bereicherung für Oberhausen

Auch wenn am Eröffnungstag noch kleinere Restarbeiten liefen und einzelne Bereiche noch nicht vollständig geöffnet waren, hinterlässt Karls Erlebnis-Dorf bereits einen sehr positiven Eindruck.

Die Mischung aus Fahrgeschäften, Gastronomie, Einkaufsmöglichkeiten, Schaumanufakturen und der liebevoll gestalteten Themenwelt macht das Erlebnis-Dorf zu einem attraktiven Ausflugsziel für das gesamte Ruhrgebiet. Familien mit Kindern finden hier zahlreiche Spiel- und Freizeitmöglichkeiten, während Erwachsene gemütlich durch die große Markthalle schlendern, regionale Spezialitäten entdecken oder den Handwerkern in den Schaumanufakturen bei der Arbeit zusehen können.

Mein Eindruck: Mit Karls Erlebnis-Dorf hat Oberhausen eine außergewöhnliche neue Attraktion erhalten, die das Freizeitangebot der Stadt sinnvoll erweitert. Das Konzept aus Freizeitpark, Bauernhof-Atmosphäre, Manufakturen und Gastronomie ist stimmig umgesetzt und dürfte Besucher weit über das Ruhrgebiet hinaus anziehen.

Link: Karls Erlebnis-Dorf

Urban Trail Hagen – zwischen Street Art, Wald und überraschenden Höhenmetern

Den Urban Trail Hagen bin ich Anfang Juli 2026 gelaufen. Wie einige der anderen Urban Trails handelt es sich auch hier um einen klassischen Rundweg. Man kann theoretisch an jeder Stelle einsteigen, besonders praktisch ist aber der offizielle Start direkt am Hagener Hauptbahnhof. Damit war die Anreise mit der S-Bahn für mich völlig unkompliziert.

Glasbild - Willkommen in Hagen - Bahnhof
Glasbild – Willkommen in Hagen – Bahnhof

Bei meiner Wanderung waren die gelben Trail-Markierungen zumindest am Start offenbar noch nicht vollständig vorhanden. Zwar begegneten mir unterwegs immer wieder einzelne Markierungen, allerdings hatte ich den Eindruck, dass diese teilweise noch nicht vollständig waren oder möglicherweise nicht exakt dem GPS-Track entsprachen. Ich hatte deshalb vorsorglich den offiziellen Track auf mein Wander-GPS geladen und bin damit sehr gut zurechtgekommen.

Der Trail hat sich für mich gefühlt ziemlich klar in drei Abschnitte geteilt: etwa 25 Prozent Stadt, 50 Prozent grüne Natur und anschließend wieder 25 Prozent urbanes Hagen. Ich bin die Runde im Uhrzeigersinn gelaufen.

Und genau dieser Wechsel ist für mich einer der größten Reize dieser Tour.

Vom Hauptbahnhof in die Hagener Innenstadt

Los geht es am Hauptbahnhof. Zunächst führt die Route über den lebendigen Berliner Platz und anschließend in die Bahnhofstraße. Wer samstags unterwegs ist, kann hier vormittags noch über den Wochenmarkt schlendern.

Schon auf den ersten Metern bekommt man einen Eindruck vom heutigen Hagen. Interessant fand ich dabei auch den innerstädtischen Radweg entlang der Bahnhofstraße – ein Beispiel dafür, wie ein Radweg im städtischen Umfeld durchaus attraktiv und gut in den Straßenraum integriert werden kann.

Über die Neumarktstraße geht es weiter bis zum Theaterplatz.

Das Theater Hagen blickt auf eine lange Geschichte zurück. Das ursprüngliche Gebäude wurde 1911 mit einer Aufführung von Schillers Wallenstein eröffnet. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Theater stark beschädigt und anschließend wiederaufgebaut. 1949 konnte der Spielbetrieb erneut aufgenommen werden.

Viel Zeit bleibt allerdings nicht, um sich mit der Theatergeschichte zu beschäftigen, denn der Urban Trail macht nur einen kurzen Schlenker und führt anschließend in die Humboldtstraße.

Street Art als wiederkehrendes Thema

Hier wartet bereits das erste große Wandbild auf uns: ein imposantes Mural von Martin Bender.

Mural von Martin Bender
Mural von Martin Bender – man beachte die stürmische See!

Leider konnte ich keine näheren Informationen zu diesem konkreten Werk finden. Besonders ins Auge fällt mir aber das Schiff, das sich durch die abstrakt dargestellten Wellen kämpft. Wie bei vielen Murals lohnt es sich auch hier, nicht einfach nur daran vorbeizulaufen, sondern sich das Bild einen Moment genauer anzusehen.

Über die Humboldtstraße geht es weiter in die Bergstraße und vorbei am Bunker Hagen.

Der massive Bau ist ein Relikt aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs. Im Untergeschoss befindet sich eine private Ausstellung zum zivilen Luftschutz im Zweiten Weltkrieg. Ein interessanter zusätzlicher Blick auf eine Epoche, die auch im Stadtbild Hagens ihre Spuren hinterlassen hat.

Urban Trail Marker am Bunker Hagen
Urban Trail Marker am Bunker Hagen

Und plötzlich wird es grün

Über die Konkordiastraße und eine kreativ gestaltete Unterführung geht es weiter – und dann verändert sich die Atmosphäre ziemlich abrupt.

Graffiti Regel mit Urban Trail Markierung
Wann wird der Marker übersprüht sein?

Wir erreichen den Stadtpark Hagen.

Spätestens jetzt wird klar, warum Hagen gerne als „Tor zum Sauerland“ bezeichnet wird. Der Weg beginnt anzusteigen, und aus der gemütlichen Stadtwanderung wird langsam eine Wanderung mit durchaus ernst zu nehmenden Höhenmetern.

An einem warmen Julitag macht sich das dann auch körperlich bemerkbar.

Durch den schönen Park geht es weiter vorbei an den ruhrgebietstypischen Schrebergärten. Zwischendurch öffnen sich immer wieder Ausblicke über Hagen. Gerade diese Kombination aus sorgfältig angelegten Gärten, Stadtpanorama und den ersten ansteigenden Wegen gefällt mir sehr gut.

Und dann geht es endgültig hinein in die Natur.

Der Bismarckturm – und der Beginn der Höhenwanderung

Nach den ersten Anstiegen erreichen wir den Wald. Nur wenige Minuten später taucht zwischen den Bäumen der rustikal wirkende Bismarckturm Hagen auf.

Bismarckturm Hagen
Bismarckturm Hagen mit Rastmöglichkeiten

Der Turm wurde 1900/1901 errichtet und ist insgesamt 24 Meter hoch. An Wochenenden besteht dank des Fördervereins die Möglichkeit, den Turm zu besteigen. Wer das einplanen möchte, sollte vorher die aktuellen Öffnungszeiten beachten.

Ich war allerdings schon mit dem Blick von außen zufrieden. Viel interessanter war für mich ohnehin, was danach kam.

Denn jetzt geht es wieder zurück in den Wald.

Mitten in Hagen und doch mitten im Wald

Für eine ganze Weile ist von der Stadt kaum noch etwas zu sehen.

Die Wege führen durch den Wald, und plötzlich fühlt sich der Urban Trail überhaupt nicht mehr urban an. Wenn man wenige Minuten zuvor noch durch die Innenstadt gelaufen ist, ist es schon erstaunlich, wie schnell man sich in dieser völlig anderen Umgebung wiederfindet.

Kreative Bank mit Turmskulpturen
Kreative Bank mit Turmskulpturen

Hagen zeigt hier seine besondere geografische Lage: Die Stadt liegt am Übergang zwischen Ruhrgebiet und Sauerland – und das macht sich auf dieser Wanderung ziemlich deutlich bemerkbar.

Allerdings zeigt sich im Wald auch eine weniger schöne Seite.

Kahle Baumstämme ragen in den Himmel
Kahle Baumstämme ragen in den Himmel

Immer wieder stehen kahle, abgestorbene Bäume zwischen den noch grünen Bereichen. Die Folgen von Trockenheit, Hitze und anderen Auswirkungen des Klimawandels sind auch hier nicht zu übersehen. Die abgestorbenen Stämme wirken fast wie stille Mahnmale dafür, dass diese scheinbare Idylle keineswegs mehr selbstverständlich ist.

Eugen-Richter-Turm und Volkssternwarte

Nach einiger Zeit erreichen wir den zweiten Aussichtspunkt der Tour: den Eugen-Richter-Turm.

Der 1911 errichtete Turm ist 23 Meter hoch und steht direkt neben der Volkssternwarte Hagen. Auch dieser Turm kann zu den Öffnungszeiten der ehrenamtlich betriebenen Sternwarte bestiegen werden.

Wer die Gelegenheit dazu hat, sollte sie nutzen. Von oben bietet sich erneut ein weiter Blick über Hagen und die umliegende Landschaft.

Foto Spot im Wald
Auch im Wald trifft man auf Buntes

Damit hat die Wanderung gleich zwei Aussichtstürme zu bieten – und dazwischen jede Menge Wald.

Ein Lost Place mitten im Grünen

Nach dem Eugen-Richter-Turm geht es wieder hinein in den Wald und anschließend langsam bergab.

Verwilderte Klutert Kampfbahn Hagen
Lost Place – die verwilderte Klutert Kampfbahn Hagen

Allmählich tauchen vereinzelt wieder erste Häuser auf. Doch dann stehe ich plötzlich vor etwas, das auf den ersten Blick fast wie ein vergessenes Eingangstor zu einem Lost Place wirkt.

Und genau das ist es auch.

Hinter dem Tor liegt die mittlerweile stark überwucherte Kampfbahn Klutert.

Früher befand sich hier ein Sportplatz mit klassischem Aschebelag und Laufbahn. Bis zu 4.000 Zuschauer konnten die Sportveranstaltungen verfolgen. Heute hat sich die Natur einen großen Teil des Geländes zurückgeholt.

Zwischen Bäumen und Wildwuchs lassen sich noch die Reste der ehemaligen Sportanlage erkennen.

Ein ziemlich faszinierender Ort – gerade weil man sich angesichts der überwucherten Anlage nur schwer vorstellen kann, dass hier früher einmal tausende Menschen auf den Tribünen saßen.

Willkommen in Wehringhausen

Nach einem weiteren kurzen Abstieg ist es dann endgültig vorbei mit Wald und Höhenwanderung.

Über die Rehstraße geht es in die Lange Straße und damit in den Stadtteil Wehringhausen.

Und auch hier verändert sich die Atmosphäre wieder.

Wehringhausen wirkt lebendig, kreativ und ein wenig alternativ. Zahlreiche Cafés, kleine Geschäfte und gastronomische Angebote machen den Stadtteil zu einem angenehmen Ort für eine längere Pause.

Wer aufmerksam in die Seitenstraßen schaut, entdeckt zudem immer wieder Street Art. Besonders in der Bachstraße und Bleichstraße finden sich interessante Wandbilder – darunter erneut Werke von Martin Bender.

Mural von Martin Bender - Kinderkopf
Mural von Martin Bender – Kinderkopf

Die Street-Art-Galerie im Hinterhof

Ein besonderes Highlight wartet in der Moltkestraße.

Kurz vor dem oberen Ende befindet sich ein Garagenhof, dessen Wände mit großflächigen Murals gestaltet sind.

Mein Tipp: Einfach hineingehen und einmal umschauen.

Die Werke wirken in ihrer Gesamtheit fast wie eine kleine Open-Air-Galerie. Und genau solche versteckten Orte machen für mich den Reiz eines Urban Trails aus. Man muss nicht immer nur den offiziellen Sehenswürdigkeiten folgen. Manchmal lohnt es sich, ein wenig genauer hinzusehen oder einen kleinen Schritt abseits des eigentlichen Weges zu machen.

Mural von Martin Bender - Frauenkopf
Mural von Martin Bender – Frauenkopf

Auch auf dem weiteren Weg zurück Richtung Innenstadt begegnen einem immer wieder kleinere Kunstwerke und interessante Details.

Mural von Martin Bender - spielende Kinder
Mural von Martin Bender – spielende Kinder

Fazit: Eine überraschende Wanderung

Der Urban Trail Hagen hat mich vor allem durch seine ungewöhnliche Mischung aus Stadt und Natur überrascht.

Am Anfang läuft man durch die Innenstadt, vorbei an Theater, Bunker und Street Art. Dann geht es plötzlich bergauf und immer weiter in die Natur. Mit Stadtpark, Kleingärten, Bismarckturm, Waldwegen und Eugen-Richter-Turm fühlt sich dieser Abschnitt irgendwann tatsächlich eher wie eine kleine Mittelgebirgswanderung als wie ein Urban Trail an.

Und genau das fand ich großartig.

Es ist erstaunlich, wie schnell man sich in Hagen aus der städtischen Umgebung herausbewegen und mitten im Wald wiederfinden kann. Die beiden Aussichtstürme sorgen zusätzlich für schöne Panoramablicke, während die Kampfbahn Klutert noch eine ganz andere, geheimnisvolle Facette der Tour hinzufügt.

Auf dem Rückweg verändert sich die Atmosphäre erneut. Mit Wehringhausen, seinen Cafés, kleinen Läden und zahlreichen Street-Art-Werken wird es wieder urban, bunt und lebendig.

Damit bietet der Trail eigentlich alles, was ich an diesen Urban Trails so interessant finde:

Stadtgeschichte, Street Art, Natur, Aussicht, ein Lost Place und ein lebendiges Viertel – und das alles auf einer einzigen Runde.

Wer Hagen einmal von einer anderen Seite kennenlernen möchte, dem kann ich diese Wanderung daher sehr empfehlen. Besonders schön fand ich den überraschenden Moment, an dem aus einer Stadtwanderung plötzlich eine richtige kleine Höhenwanderung wird.

Und genau diese Mischung aus Großstadt und Grünraum macht für mich den besonderen Reiz des Ruhrgebiets aus.

Link: Tourbescheibung der RuhrTourismus GmbH mit GPS-Track und komoot-Link

Urban Trail Gelsenkirchen – von der Zeche durch Industrienatur und Ückendorf

Der Urban Trail Gelsenkirchen ist wieder eine Punkt-zu-Punkt-Wanderung. Start und Ziel liegen also nicht am selben Ort. Das ist aber überhaupt kein Problem, denn beide Endpunkte sind gut an den öffentlichen Nahverkehr angebunden. Wer mit dem Auto anreist, kann dadurch ebenfalls relativ unkompliziert wieder zum Ausgangspunkt zurückkehren.

Bei meiner Wanderung Anfang Juni 2026 waren die gelben Markierungen allerdings noch gar nicht vorhanden. Ich habe deshalb den auf der Webseite angebotenen GPS-Track auf meinem Wander-GPS verwendet. Für meine Tour war das die richtige Entscheidung – und solange die Beschilderung noch nicht vollständig ist, würde ich das auch anderen Nachwanderern empfehlen.

Schon am Anfang: Zeche und Sport

Der Startpunkt lässt sich mit der Straßenbahn gut erreichen. Von Bochum beziehungsweise Gelsenkirchen führt die Linie 302 in Richtung Lohrheidestraße.

Von der Haltestelle geht es zunächst über einen schmalen Fuß- und Radweg. Schon nach wenigen Minuten taucht das erste Relikt der industriellen Vergangenheit auf: das eindrucksvolle Fördergerüst der ehemaligen Zeche Holland.

Zeche Holland
Zeche Holland

Viel Zeit zum Einlaufen bleibt allerdings nicht, denn schon bald geht es weiter durch einen schmalen Grünstreifen zum Lohrheidestadion. Das Stadion ist ein bedeutendes Leichtathletikzentrum und damit ein ziemlich interessanter Kontrast zum gerade passierten Fördergerüst.

Grüne Wege führen zur Halde
Grüne Wege führen zur Halde

Zeche und Leistungssport – zwei Dinge, die man auf einer Gelsenkirchener Wanderung vielleicht nicht unbedingt direkt hintereinander erwartet.

Und dann ist sie auch schon zu sehen: die Halde Rheinelbe.

Halde Rheinelbe - Himmelstreppe
Halde Rheinelbe – Himmelstreppe

Auf zur Himmelstreppe

Die Halde Rheinelbe gehört zu den Orten, die man im Ruhrgebiet einfach einmal selbst erlebt haben sollte. Der Aufstieg ist gut machbar, und während man langsam an Höhe gewinnt, verändert sich die Umgebung zunehmend.

Halde Rheinelbe - Himmelstreppe - Detail
Die Steinblöcke auf Rheinelbe

Oben angekommen wartet das eigentliche Highlight: die Himmelstreppe von Herman Prigann. Die 1999 entstandene Landmarke besteht aus großen Betonquadern und greift damit unmittelbar die industrielle Vergangenheit des Ortes auf.

Natürlich führt der Urban Trail bis nach oben – und natürlich sollte man auch die letzten Stufen bis zur eigentlichen Skulptur hinaufsteigen.

Der zusätzliche kleine Aufstieg lohnt sich gleich doppelt: Zum einen steht man unmittelbar vor diesem ungewöhnlichen Kunstwerk, zum anderen öffnet sich von hier ein beeindruckendes Panorama über das Ruhrgebiet.

Und genau hier wird wieder einmal ein altes Ruhrgebiets-Klischee eindrucksvoll widerlegt.

Von oben sieht man nämlich erstaunlich viel Grün. Wälder, Parks, Kleingärten und andere Freiflächen ziehen sich zwischen den dicht bebauten Stadtteilen hindurch. Wer immer noch das Bild vom ausschließlich grauen, qualmenden Ruhrgebiet im Kopf hat, bekommt hier ziemlich eindrucksvoll gezeigt, dass dieses Bild längst überholt ist.

Die Halde Rheinelbe selbst ist dabei ein schönes Beispiel für den Wandel des Reviers: Aus einer industriell geprägten Fläche ist eine Landschaft geworden, in der sich Natur und Kunst miteinander verbinden.

Durch den Skulpturenwald

Der Abstieg führt zunächst durch den bewaldeten Bereich am Fuß der Halde. Und auch hier ist die Wanderung noch weit davon entfernt, wie eine klassische Stadtwanderung zu wirken.

Im Skulpturenwald Rheinelbe verstecken sich zwischen Bäumen und Wegen zahlreiche Arbeiten von Herman Prigann. Alte Beton- und Stahlteile, Baumstämme und andere Materialien wurden hier zu Kunstwerken, die teilweise fast so wirken, als seien sie einfach aus der Landschaft herausgewachsen.

Das Spannende daran: Man läuft nicht durch einen klassischen Skulpturenpark, in dem die Kunstwerke sauber auf einer Wiese nebeneinander aufgestellt sind. Stattdessen muss man aufmerksam sein. Manchmal taucht zwischen den Bäumen plötzlich ein ungewöhnliches Objekt auf.

Damit bleibt auch nach dem Abstieg von der Halde der Eindruck erhalten, mitten in einer Mischung aus Wald, Industriebrachen und Kunst unterwegs zu sein.

Eine überraschende Begegnung im Wald

Unten angekommen, überquere ich zunächst die Fahrradtrasse. Nebenbei bemerkt: Diese Strecke führt von hier aus erstaunlich weitgehend autofrei in Richtung Zeche Zollverein – für Radfahrer also durchaus eine interessante Verbindung.

Der Urban Trail bleibt jedoch zunächst in der Natur.

Durch ein kleines Waldgebiet geht es weiter, und hier wartet für mich eine der überraschendsten Entdeckungen der Tour: die Forststation Rheinelbe.

Sie befindet sich in einem ehemaligen Zechengebäude beziehungsweise einer früheren Umspannstation und passt damit wunderbar in die Geschichte dieses Ortes. Aus einem technischen Relikt der Industriezeit ist ein Ort geworden, der sich heute mit Wald, Natur und Landschaft beschäftigt.

Genau solche Übergänge machen für mich den Reiz der Urban Trails aus.

Langsam wird es städtisch

Nach einer weiteren Querung der Fahrradtrasse verändert sich die Umgebung allmählich. Wir verlassen die größeren Grünbereiche und bewegen uns nun immer stärker durch das Stadtgebiet.

Zunächst fallen die teilweise sehr schönen Altbauten auf. Einige Fassaden sind ausgesprochen kunstvoll gestaltet und erinnern an die Gründerzeit, als das Ruhrgebiet durch den rasanten Ausbau von Bergbau und Industrie stark wuchs.

Dann treffen wir auf eine größere Verkehrsstraße – und spätestens jetzt ist klar: Der grüne Teil der Wanderung liegt hinter uns.

Rechts neben einem Lidl-Markt fällt ein großes Mural ins Auge. Es handelt sich hierbei um den „Schmetterlingsjäger“ von Case Maclaim. Auch nach dem „Kreuzen“ der Radtrasse befindet sich links in der Seitenstraße (Bühlweg) ein eindrucksvolles Mural von Nina Valkhoff lohnt sich ein Blick: Dort versteckt sich ein weiteres, eindrucksvolles Wandbild mit Waldmotiv.

Ausschnitt des Mural Schmetterlingsfänger 4.0
Schmetterlingsfänger 4.0 von Case Maclaim

Man sollte bei dieser Wanderung ohnehin ein wenig Zeit für solche Entdeckungen einplanen. Die Route ist nicht nur eine Wanderung von Sehenswürdigkeit zu Sehenswürdigkeit, sondern führt mitten durch den Stadtteil und damit auch an vielen kleineren Kunstwerken vorbei.

Auch die weniger schönen Seiten gehören dazu

Die nächsten Meter sind dann allerdings weniger spektakulär.

Man kommt durch Bereiche, in denen leerstehende oder verfallende Häuser das Bild bestimmen. Gerade das empfinde ich aber nicht unbedingt als Nachteil. Schließlich gehört auch das zur Realität des Ruhrgebiets.

Urban Trails sollen für mich nicht nur die herausgeputzten Vorzeigeorte zeigen. Interessant wird es gerade dann, wenn man auch die Übergänge und Brüche einer Stadt erlebt.

Und dann kommt wieder etwas, das wahrscheinlich kaum irgendwo so typisch ist wie im Ruhrgebiet: ein kleiner Kiosk.

Ruhrpott-Bude
Ruhrpott-Bude

Vielleicht wäre jetzt eine gemischte Tüte genau das Richtige?

Plötzlich scheint die Zeit stehen geblieben zu sein

Nach dem Kiosk biegt die Route wieder in einen Park ab – und wenig später stehe ich plötzlich der ausgesprochen pittoresken alten Zechenkolonie Flöz Dickebank.

Siedlung Flöz Dickebank
Die Siedlung Flöz Dickebank

Die kleinen Häuser und ihre Anordnung vermitteln einen sehr guten Eindruck davon, wie die Wohnwelt im historischen Ruhrgebiet ausgesehen hat.

Mit etwas Fantasie und ohne die modernen Autos könnte man hier tatsächlich meinen, die Zeit sei ein gutes Stück zurückgedreht worden.

Und genau diese Kontraste machen den Trail interessant: Vor wenigen Minuten noch Leerstände und Stadtverkehr, dann wieder Park und historische Siedlung.

Ückendorf verändert sich

An der nächsten größeren Straße wartet bereits das nächste große Wandbild. Ein haushohes Mural gesponsort von Viva con Agua ARTS setzt einen weiteren farbigen Akzent.

Mural von Lidia Cao
Mural von Lidia Cao

Von hier geht es weiter durch Ückendorf.

Und hier verändert sich die Atmosphäre erneut. Das Viertel wirkt zunehmend lebendiger und kreativer. Alternative Läden, kleine Cafés und Street Art prägen das Straßenbild.

Fassadenkunst
Hier: Fassadenkunst

Man merkt, dass sich dieser Teil Gelsenkirchens verändert. Die Spuren der alten Industriestadt sind weiterhin überall sichtbar, gleichzeitig entsteht aber eine neue, kreative Stadtkultur.

Paste-ups
Paste-ups

Genau diese Mischung gefällt mir.

Vom Kreativviertel zum Wissenschaftspark

Schließlich erreicht der Urban Trail die parkähnliche Umgebung des Wissenschaftsparks Gelsenkirchen.

Der Wissenschaftspark Gelsenkirchen steht sinnbildlich für einen anderen Teil der Geschichte des Ruhrgebiets: Hier geht es nicht mehr um Kohle und Stahl, sondern um Wissen, Innovation und Zukunft.

Wissenschaftspark Gelsenkirchen
Wissenschaftspark Gelsenkirchen

Damit schließt sich für mich ein schöner Kreis. Die Wanderung begann mit einem alten Fördergerüst und Industrienatur und führt nun zu einem Ort, der für den Strukturwandel und die Zukunft des Ruhrgebiets steht.

Durch die Innenstadt zum Ziel

Von hier geht es weiter Richtung Gelsenkirchener Hauptbahnhof.

Eine besonders interessante Passage ist eine künstlerisch gestaltete Unterführung unter den Bahngleisen. Statt einer langweiligen Unterführung wartet hier noch einmal Urban Art auf die Wanderer.

Danach wird es endgültig städtisch.

Postamt
Postamt – Baukunst

Durch die Fußgängerzone geht es in Richtung Innenstadt. Auch hier lohnt sich weiterhin der Blick nach links und rechts. Zwischen den großen Straßen und Häusern finden sich immer wieder kleinere Kunstwerke und interessante architektonische Details.

Kunst in der Fußgängerzone GE
Kunst in der Fußgängerzone Gelsenkirchen

Schließlich ist das Ziel erreicht: das Musiktheater im Revier, kurz MiR.

Und auch hier zeigt sich noch einmal, dass Gelsenkirchen weit mehr zu bieten hat als seine klassische Bergbaugeschichte.

Hans-Sachs-Haus
Das Hans-Sachs-Haus

Direkt am Ziel befindet sich eine Haltestelle. Von dort kommt man problemlos wieder zum Gelsenkirchener Hauptbahnhof und damit auch zurück zum Ausgangspunkt beziehungsweise zu weiteren Bahnverbindungen.

Mein Fazit: Genau das ist für mich Ruhrgebiet

Auch dieser Urban Trail hat mir richtig Spaß gemacht.

Was mir besonders gefallen hat, ist die deutliche Zweiteilung der Strecke.

Am Anfang wandert man überraschend viel durch Grün: Halde, Wald, Skulpturen, Industrienatur. Dann wird die Umgebung Schritt für Schritt städtischer. Es folgen Wohnviertel, alte Arbeitersiedlungen, Leerstände, Kioske, Street Art, Kreativszene und schließlich die Innenstadt.

Gerade dieser Wandel macht die Tour für mich so interessant.

Das Ruhrgebiet ist eben weder reine Industriekulisse noch idyllische Landschaft. Es ist beides – und meistens liegt beides erstaunlich dicht nebeneinander.

Wer das Ruhrgebiet einmal jenseits der großen Industriedenkmäler erleben möchte, bekommt auf dem Urban Trail Gelsenkirchen eine ziemlich gute Gelegenheit dazu. Zechenrelikte, Industrienatur, Kunst, alte Arbeitersiedlungen, Kiosk-Kultur und ein sich wandelndes Stadtviertel ergeben eine abwechslungsreiche Mischung.

Und spätestens oben auf der Himmelstreppe wird klar: Das Ruhrgebiet ist längst nicht mehr nur grau. Es ist überraschend grün, ziemlich bunt und vor allem ständig im Wandel.

Link: Tourbeschreibung mit GPS-Track und komoot Link bei der RuhrTourismus GmbH.

Quallen im Einkaufszentrum Limbecker Platz

Im Einkaufszentrum Limbecker Platz in Essen wurden im Rahmen des Projekts „Kunst erobert den Raum!“ Arbeiten von Studierenden der Hochschule der bildenden Künste (HBK) Essen geschaffen. Unter anderem habe ich dabei auch wieder Quallen entdeckt. Wenn ich das richtig sehe, wurden diese schwebenden Meereswesen von Gwendola Zelenka kreiiert.

Qualle
Bild einer Qualle

Tagestrip aus dem Ruhrgebiet zum Möhnesee

Am frühen Morgen begann unser Tagesausflug zum Möhnesee. Wir starteten unsere Reise in Mülheim an der Ruhr und nahmen zunächst den Zug, um nach Soest zu gelangen. Die Fahrt führte uns durch die überraschende grüne Landschaft des Ruhrgebiets und schließlich in die Region des Sauerlands, die für ihre sanften Hügel und dichten Wälder bekannt ist. In Soest angekommen, stiegen wir in einen Bus um, der uns direkt zum Möhnesee brachte.

Der Möhnesee, eingebettet in die waldreiche Landschaft des Arnsberger Waldes, ist einer der größten Stauseen in Nordrhein-Westfalen und ein beliebtes Ausflugsziel. Bei unserer Ankunft am See beeindruckte uns sofort das klare Wasser und die idyllische Umgebung. Die frische Luft und die ruhige Atmosphäre versprachen einen erholsamen Tag abseits des städtischen Trubels.

Unser erstes Highlight des Tages war eine Schifffahrt auf dem Möhnesee. Vom Anleger aus bestiegen wir ein Ausflugsschiff, das uns über den See führte. Während der Fahrt genossen wir den Blick auf die umliegenden Wälder und sanften Hügel, die sich im Wasser spiegelten. Besonders beeindruckend war der Blick auf die Möhnetalsperre, ein technisches Meisterwerk, das die Wassermassen des Sees staut. Der Kapitän gab interessante Informationen über die Geschichte des Sees und die Bedeutung der Talsperre für die Region. Die entspannte Atmosphäre an Bord und das sanfte Schaukeln des Schiffes machten die Fahrt zu einem sehr angenehmen Erlebnis.

Nach der Schifffahrt unternahmen wir eine Wanderung entlang des Sees. Unser Weg führte uns von Dellecke nach Körbecke, zwei charmanten Orten am Ufer des Möhnesees. Der Wanderweg schlängelte sich durch dichte Wälder und bot immer wieder wunderschöne Ausblicke auf den See. Unterwegs begegneten uns nur wenige Wanderer, sodass wir die Ruhe und die Natur in vollen Zügen genießen konnten. In Körbecke angekommen, machten wir eine kurze Rast in einem Café, wo wir uns bei Kaffee und Kuchen stärkten.

Von Körbecke aus nahmen wir erneut den Bus zurück nach Soest. Hier bot sich uns die Gelegenheit, die historische Altstadt von Soest zu erkunden. Soest ist bekannt für seine gut erhaltenen mittelalterlichen Bauwerke, darunter die beeindruckende St.-Patrokli-Domkirche und die vielen Fachwerkhäuser, die das Stadtbild prägen. Ein Spaziergang durch die schmalen Gassen der Altstadt fühlte sich an wie eine Reise in die Vergangenheit. Besonders beeindruckend waren die Grünsandsteinhäuser, die typisch für die Region sind und der Stadt ihren besonderen Charme verleihen.

Nachdem wir die Altstadt von Soest erkundet hatten, machten wir uns auf den Weg zurück zum Bahnhof. Die Rückfahrt nach Mülheim an der Ruhr verlief reibungslos, und wir erreichten am frühen Abend unser Zuhause. Der Tagesausflug an den Möhnesee bot eine gelungene Mischung aus Naturerlebnis, Entspannung und kultureller Entdeckung. Es war ein rundum gelungener Tag, der uns die Schönheit und Vielfalt der Region näherbrachte und sicherlich in schöner Erinnerung bleiben wird.

Kanufahrt von Essen-Werden über Kettwig nach Mülheim an der Ruhr

Eine malerische Flusslandschaft, historische Orte und eine ruhige Atmosphäre – all das erwartet Kanufahrer, die sich auf eine abenteuerliche Tour von Essen-Werden über Kettwig nach Mülheim an der Ruhr begeben. Die Route entlang der Ruhr bietet sowohl Naturliebhabern als auch Kulturinteressierten eine einzigartige Möglichkeit, die grüne Seite des Ruhrgebiets vom Wasser aus zu erkunden.

Diese Tour ist eine Flußtour – point-to-point, das heißt man muss sich Gedanken machen, wie man ggf. zurück zum Ausgangspunkt kommt, wenn man dort beispielsweise sein Auto geparkt hat. Bei meiner Fahrt bin ich mit dem Luftkajak unterwegs gewesen und bin problemlos mit der S-Bahn vom Essener Hauptbahnhof zum Bahnhof Essen Werden gefahren. Von dort war es nur noch ein kurzer Fußweg zur Einsetzstelle an der Ruhr. Am Ende war es noch ca. 15 Minuten Fußweg vom der Aussetzstelle zurück zur Straßenbahn, die mich dann zurück zum Mülheimer Bahnhof gebracht hat.

Einsetzstelle in Essen Werden

Der Ausgangspunkt unserer Kanufahrt liegt im Essener Stadtteil Werden, der für seine historische Altstadt und die Stiftskirche St. Ludgerus bekannt ist. Nachdem wir das Kajak startklar gemacht haben und uns in die Ruhr eingelassen haben, beginnt unsere Reise flussabwärts in Richtung Kettwig.

Auf der Ruhr zwischen Werden und Kettwig

Die Ruhr schlängelt sich durch eine idyllische Landschaft mit bewaldeten Ufern, Wiesen und kleinen Inseln. Das ruhige Gewässer bietet ideale Bedingungen für eine entspannte Kanutour. Während wir uns auf dem Wasser fortbewegen, werden wir von der sanften Strömung mitgetragen und können die beeindruckende Naturkulisse genießen.

Kettwig an der Brücke

Nach einiger Zeit passieren wir eine alte Eisenbahnbrücke und erreichen Kettwig, einen charmanten Stadtteil Essens am Flussufer. Die historische Altstadt von Kettwig ist geprägt von Fachwerkhäusern, engen Gassen und einem malerischen Marktplatz. Hier lohnt es sich durchaus, eine Pause einzulegen und die Atmosphäre des Ortes zu genießen. Man kann durch die verwinkelten Straßen schlendern, lokale Geschäfte erkunden oder in einem der gemütlichen Cafés am Flussufer eine Tasse Kaffee trinken.

Kettwig

In Kettwig ist ein Umtragen des Kajak erforderlich. Hierzu befinden sich auf der linken Seite vor dem Stauwehr Aus- und Einsetzstellen. Die auf dem Land zurückzulegende Entfernung beträgt geschätzte 200 Meter.

Gestärkt setzen wir unsere Kanufahrt fort und lassen Kettwig hinter uns. Die Ruhr führt uns nun weiter Richtung Mülheim an der Ruhr. Auf dem Weg dorthin passieren wir grüne Wiesen, die ikonische Mintarder Ruhrtalbrücke (die längste Stahlbrücke Deutschlands), und genießen ganz nebenbei die Natur ein. Vögel zwitschern in den Bäumen, und mit etwas Glück können wir die flinken – aber scheuen – Eisvögel entdecken, die immer mal wieder über der Wasseroberfläche flitzen. Oder man beobachtet einen der zahlreichen Graureiher, die am Ufer auf Beute lauern.

Die Mintarder Ruhrtalbrücke

Mülheim an der Ruhr erwartet uns schließlich mit seiner einladenden Uferpromenade und den zahlreichen Sehenswürdigkeiten entlang des Flusses.

Die Kanufahrt von Essen-Werden über Kettwig nach Mülheim an der Ruhr ist nicht nur ein Naturerlebnis, sondern bietet auch eine spannende Perspektive auf die Geschichte und Kultur des Ruhrgebiets. Die Ruhr war einst ein bedeutender Industriefluss, der den Transport von Kohle und anderen Gütern ermöglichte. Heute ist sie renaturiert und bietet eine lebendige Wasserstraße für Freizeitaktivitäten wie Kanufahren.

Schiffe der Weißen Flotte Mülheim

Während unserer Fahrt haben wir die Möglichkeit, die industrielle Vergangenheit des Ruhrgebiets zu reflektieren und die Transformation zur grünen Region zu erleben. Die Flusslandschaft hat sich erholt, und entlang der Ufer finden sich immer mehr Naherholungsgebiete, Radwege und Spazierpfade.

Es ist ratsam, die Kanutour im Voraus zu planen und sicherzustellen, dass man über die erforderliche Ausrüstung verfügt.

Während der Kanufahrt sollten wir auch die Umwelt respektieren und darauf achten, dass wir keinen Müll hinterlassen. Die Ruhr und ihre Ufer sind ein wertvolles Ökosystem, das geschützt werden sollte, um zukünftigen Generationen die Möglichkeit zu geben, die Schönheit dieses Flusses zu genießen.

Eine Kanufahrt von Essen-Werden über Kettwig nach Mülheim an der Ruhr ist eine unvergessliche Reise durch die Natur und Kultur des Ruhrgebiets. Es ist eine Gelegenheit, dem Alltag zu entfliehen, die Seele baumeln zu lassen und die vielfältigen Facetten dieser faszinierenden Region zu entdecken. Ob man ein Naturliebhaber, ein Geschichtsinteressierter oder einfach nur auf der Suche nach Abenteuer ist – diese Kanutour hat für jeden etwas zu bieten. Also nehmen Sie Ihre Paddel in die Hand, steigen Sie in ein Kanu und lassen Sie sich von der Ruhr verzaubern.

Quallen in Bochum entdeckt

Bei einer schönen Streetart-Entdeckungstour durch die Bochumer Innenstadt habe ich heute dieses Prachtexemplar von einer Qualle entdeckt. Ganz in der Nähe verschönerte übrigens ein riesiger Pott-Wal eine ganze Hauswand.

Qualle in Bochum

In der U-Bahnstelle am Bermuda3eck/Musikforum gab es dann von zwei weitere gesprühte Quallengattungen zu besichtigen:

Qualle in der U-Bahnhaltestelle Bermuda3eck
Quallenalarm am Bermudadreick

Metropolradruhr bietet jetzt auch Cargobikes an

Am Bergbaumuseum in Bochum habe ich heute zum ersten Mal das Neue Lastenrad von Metropolradruhr entdeckt. Insgesamt soll es in Bochum aktuell 10 Lastenräder in dem Verleihsystem geben und der Lastenradverleih zunächst einmal bis Ende September 2020 getestet werden.

Das Rad am Bergbaumuseum war der Station fest zugeordnet und muss somit an dieser Station nach Beendigung der Tour auch wieder dort abgegeben werden. Als Preis wurden im Basistarif 2,- EUR / 30 Minuten ausgewiesen bzw. für einen Tag 18,- EUR.

Wer schon mal immer so ein Lastenrad in freier Wildbahn ausprobieren wollte, hat jetzt in Bochum eine hevorragende und günstige Testmöglichkeit. Mehr Infos auf Metropolrad Ruhr.